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Arbeiten mit Rheuma

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Ivanhoe, 9. November 2005.

  1. Ivanhoe

    Ivanhoe Guest

    Huhu Alle



    Ich habe mal so ne Frage wie kommt ihr zu recht auf euren Arbeitsplatz mit der Krankheit.

    Ich bin Altenpfleger und mache nur Nachtdienst 11 Stunden 8 Tage lang habe dann 6 Tage frei. Ich Versuche im Jahr so gut wie nie Krank zu sein meist gehe ich mit Schmerzen zu Arbeit und hoffe es zu Überstehen dieses Jahr war ich 21 Tage Krank geschrieben wo ich dann entweder vor Schmerzen nicht laufen konnte oder ich bekam meine Arme nicht hoch oder beides aber das kennt ihr ja ! Wie übersteht ihr Die Arbeit oder den Haushalt??
     
  2. Rheuma und Arbeit

    Hallo Ivanhoe,
    ich war bis zum September Selbstständig und mußte durch einen KH-Aufenthalt Anfang Sep diesen Job aufgeben.Schon im Sommer konnte ich kaum Arbeiten,da ich ständig asthmatische anfälle hatte.Im Haushalt geht es, da ich eine Allergiefreundliche Wohnung habe (Linoleumboden).Das hilft bei meinen Allergien.Im Moment ist noch alles okay, da ich auch vollgestopft mit Medis:D bin und somit die Krankheit kaum Chancen hat sich zu entfalten.Schmerzen habe ich trotz allem immer wieder in kurzen Abständen. Der schießt dann wie Nadelstiche in meinen Fuß und bleibt dort für Sekunden, für mich kommt es wie Minuten vor, und verschwindet dann wieder. Ansonsten denke ich immer an etwas schönes oder fröne meinem kleinen Hobby, dem Kochen.

    Dir liebe Grüße

    Stefan
     
  3. Neana

    Neana Universaldiletant

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    Arbeit mit Rheuma

    Hallo Ivanhoe,
    die Arbeit als Altenpflegerin mußte ich aufgeben. Zum einen weil ich es vor Schmerzen nicht mehr konnte und zum anderen hatte ich Angst, das mir die Leute hinfallen und ich sie nicht fangen kann. Zum Glück hatte der Amtsarzt vom Arbeitsamt ein Einsehen und mir leichte Bürotätigkeiten verordnet.
    Allerdings habe ich nun seit längerem keinen Job mehr. Bin aber trotzdem froh, den harten Job als Altenpflegerin nicht mehr machen zu müssen.
    Bei meiner Hausarbeit hilft mir vor allem schlechtes Sehen. Was ich nicht machen kann, bleibt liegen bis ich es kann. Und wenn alles zuviel wird kommt meine 75 jährige Ex-Schwiegermutter und hilft mir beim putzen. Komme mir dann zwar blöd vor, aber es hilft nichts. Bevor ich im Dreck ersticke, muß ich meinen Stolz runterschlucken.
    Für mich war es am schwersten zu lernen um Hilfe zu bitten. Bin eher so der Einzelkämpfer, nach dem Motto:"Durch auch wenn es weh tut wie die Hölle"
    Hab mir das mittlerweile mit mäßigem Erfolg abgewöhnt.
    Liebe Grüße
    Neana
     
  4. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    ich bin überhaupt nicht mehr zurecht gekommen. war vor meiner pensionierung in einem pflegeheim als krankenschwester tätig (26 jahre lang). du weist ja selber, wie das mit dem mobilisieren und umbetten bettlägriger pat. ist. ich habe im wechsel tag- nachtschicht (die arbeitszeit war von 7-19:30, 19-7:30). nach der diagnose cp (2002), war ich bis märz 2005 bis auf einige arbeitsversuche laufend au. der grund war nicht nur die cp, sondern in diesen fast drei jahren erlitt ich zusätzlich 2 bandscheibenvorfälle, einen in der hws- den anderen in der lws.
    wenn ich wieder einen stärkeren schub habe, dann geht im haushalt auch nur wenig.
     
  5. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    überall
    Hallo,

    also ich habe cP und bin froh, wenn ich in den späteren Tagesstunden meine Hausarbeit peu-a-peu erledigt bekomme. Die Füsse machen alsweilen sehr viel Probs und mit den Händen geht manches nicht mehr. Meine Arbeit ist durch die Rente seit 1998 erledigt, allerdings arbeite ich immer was und ich merke, daß es nie wieder gehen wird: Job, Haushalt, Leben mit der Krankheit - also vermisse ich Arbeit nicht so sehr, den Haushalt kann ich aufteilen und dann lebe ich gerne und gut.

    Vielleicht begreifst auch du es mal, dass man sich keinen Gefallen tut, wenn man sich zwingt und unter Schmerzen lebt. Das verändert Geist und Seele.

    Alles Liebe

    Pumpkin
     
  6. India

    India Neues Mitglied

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    hallo


    eine interessante frage.
    ich arbeite auch im gesunheitswesen, habe bereitschafsdienste (zum teil 48 stunden) und körperlich sehr schwere arbeit. da ich meine arbeit so liebe und ich ein super team habe, dass mich stehts unterstütz, geht es. ich arbeite nur 80%, das bringt auch *etwas" erholung.
    aber das unregelmässige schlafen, das heben und das "ungesunde" bewegen ist gift für meinen körper und doch hält es wenigstens meine psyche auf der höhe. ohne arbeit kann ich nicht leben, das hab ich gemerkt, als ich ein halbes jahr nicht laufen konnte und meine zeit zu hause absitzen musste..

    der haushalt geht da aber leider nicht mehr, da ich alle kraft in die arbeit stecke, darum haben mein man und ich beschlossen eine putzfrau ein zu stellen. das entlasstet mich und ihn sehr.

    aber ich bin realistisch: eine umschulung ist wohl unumgänglich... aber solange ich mich noch auf den beinen halten kann und für die menschheit keine gefahr bin, arbeite ich weiter. :D

    alles gute
    india:)
     
  7. Ivanhoe

    Ivanhoe Guest



    Super so viele Antworten

    Ich bin froh dass ich nicht so alleine stehe mit diesen Problem J Sicherlich ist es nicht gut mit Schmerzen zu Arbeiten. Aber was soll ich machen Uschi. Ich brauch das Geld halt J .

    Ich bin noch jung mit 35 und muss ja noch was schaffen ich habe schon lange eine Privatrente und hoffe mit 50 aus der Arbeitswelt zu scheiden aber ehrlich gesagt habe ich Angst das ich das nicht Schaffe L
     
  8. mariana

    mariana Guest

    hallo,

    schliesse mich mal an. arbeite ebenfalls in der pflege und betreue täglich sieben stunden lang ms-patientin...lagern und transfer macht mir sehr zu schaffen.
    an manchen tagen krieg ich nach dem dienst die arme nicht mehr hoch und krieche mehr nach hause als ich laufe....
    aber was soll man machen....?

    mariana
     
  9. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    gibt es für euch keine möglichkeit der umschulung? bei mir war es leider nicht möglich. der personalstellenleiter hat zu mir gesagt, dass ich mit 45 schon zu alt dazu bin. ausserdem bin ich in meinem beruf beamtet, und müsste mein pragmatikum zurück legen, was er mir aber nicht empfehlen würde.
    mein lege hat ebenfalls rheuma (psa). er wurde umgeschult, weil er in seinem alten beruf nicht mehr arbeiten konnte. in dieser zeit erhielt er 60% seines letzten gehalts plus den fahrtkosten. (deutsche rentenversicherung, bzw. arbeitsamt)
     
  10. pittibiest

    pittibiest beliebtes Studienobjekt

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    Hallo Ivanhoe,

    bin Krankenschwester und habe bis april alles getan um arbeiten zu können.
    Morgens kam ich kriechend zum Doc und hab mir Kortison geben lassen um abends ND machen zu können.

    Aber seit Mai geht garnix mehr, morgen fahre ich zur Reha und hoffe das denen was einfällt und das Humira ( neu angefangen ) was bringt.
     
  11. Hessin

    Hessin Neues Mitglied

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    Hallo

    ich habe auch cP, Diabetis,Großzehengrundgelenksathrose und seit neustem Polyneuropathie in den Füßen, was heißt ensetzliche Schmerzen in den Füßen, kann kaum laufen ...nachts nicht schlafen, wenn dann nur mit Kühlakkus.
    Ich bin seit Mai zuhause, habe vorher als Zimmerdame in einer Pension gearbeitet. Ich denke nicht das ich das nochmal machen kann. Es kommen immer mehr Krankheiten dazu, ich nehm viele Medis. Die Nebenwirkungen des neuen Medis sind ziemlich heftig, Benommenheit und schlechtes sehen, also erstmal kein Auto fahren. Ich bin 41 jahre und überlege ernsthaft, Rente zu beantragen. Ich habe probiert stundenweise 2 mal die Woche 2 Std. ne leichte Tätigkeit zumachen. Ergebnis war noch mehr Schmerzen. Kaum belaste ich mich ein wenig, reagiert der Körper sofort mit Schmerzen. Was wiederum meinem Diabetis nicht gefällt, dieser reagiert mit hohen Blutzuckerwerten. Meinen Haushalt schaffe ich grad so, ansonsten lass ich es auch liegen. Einfach ein nicht endendwollender Kreislauf.

    Hessin
     
  12. mariana

    mariana Guest

    hallo zurück,
    umschulung mit 46? ich glaube da geht nicht viel in den zeiten von harz lV...
    man hat wohl nicht die wahl.

    liebe grüsse von mariana
     
  13. Jörg71

    Jörg71 Neues Mitglied

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    Rheuma und Arbeiten

    Ich habe eine Verdachtsdiagnose auf SAPHO-SYNDROM.Ich möchte meinen Beruf als Altenpfleger Aufgrund von Schmerzen in Rücken, Gelenken und Entzündungen ( unregelmäßig ) der Haut an den Fingern, aufgeben.
    Ich soll laut eines MDK-Gutachtens weiter in der Pflege arbeiten, was ich nicht verantworten mochte und kann. Gegen das Gutachten vom MDK klage ich vor dem Sozialgericht.
     
  14. sunnysan

    sunnysan Neues Mitglied

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    Hallo Neana,

    ich habe einen Computerarbeitsplatz (33 Std.) und könnte etwas anderes gar nicht mehr machen. Manchmal sind meine Hände so schlecht (cP), dass ich kaum die Maus und Tastatur bedienen kann.

    Im Gesundheitswesen könnte ich schon lange nicht mehr arbeiten.
     
  15. Thorsten70

    Thorsten70 Neues Mitglied

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    Hallo

    Guten Morgen,

    Ich persönlich war zuletzt in der Bedienung bei einer Lebensmittelhändler kette.
    Durch meine Krankheiten bin ich in einer Umschulungsmaßnahme gelandet zum Industriekaufmann. (nächste Woche schriftliche Prüfung und im August beendet hoffe ich:vb_redface:)

    Bei mir in der Gruppe sind einige aus dem Gesundheitswesen andere machen aber auch die Umschulung zum Kaufmann / Kauffrau im Gesundheitswesen.

    Unter Zwang und Schmerz arbeiten zu gehen macht keinen Sinn.

    Meinen zuletzt ausgeübten Beruf durfte ich nach Ärzte Meinung nur weniger als 3 Stunden am Tag ausüben.

    Alles Gute
    Thorsten