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ARAVA oder MTX

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Giwijola, 17. Mai 2006.

  1. Giwijola

    Giwijola Neues Mitglied

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    Was ist davon zu halten?

    ich will nicht so richtig an MTX ran, weil der GEruch nach Chemo und
    Krebs und all die bösen Nebenwirkungen mir Angst machen.
    Mein Rheumatologe hat mir nun als Alternative Arava genannt.
    Ich habe aber gar keine richtige Information wie ich das abwägen kann. MTX ist auf jeden Fal verbreitert im Einsatz und wohl auch schon 25 Jahre.

    Was sind Eure Erfahrungen mit Wirkung , aber auch Nebenwirkung?
    Danke und Grüsse.
    P.S. bei mir schliessen sie Polyathritis noch eher aus, dazu seien die Entzündungswerte zu hoch. Es geht Richtung Spndathritis , Kollagenose..
     
  2. Neli

    Neli Optimistin

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    Hallo Giwijola,

    diese "Chemotherapie" ist ja bei Rheuma-Patienten
    nur ganz gering dosiert, deshalb brauchst Du absolut keine
    Angst zu haben. Es ist ein schon lange erprobtes Medikament.
    Viele können es sehr gut vertragen, aber leider schreiben gerade
    diese Leute wenig darüber, aber ab und zu schon.
    Wichtig beim Mtx ist es, am Tag vorher und am Tag des Mtx
    ganz viel zu trinken. Und zwei Tage später Folsäure,
    dadurch werden die Nebenwirkungen des Mtx teilweise wieder
    in Ordnung gebracht.

    Und mach Dir bloß keine Angst, sonst
    kann das allein schon dazu führen, daß es Dir schlecht geht.
    Das hat man hier schon vor vielen gehört.

    Sei froh, daß Deine rheumatische Erkrankung so schnell erkannt
    worden ist und daß sie bei Dir evtl. deshalb nach neuesten
    Erkenntnissen sogar geheilt werden kann.

    Also nichts wie ran!

    Ich bekomme übrigens zusätzlich zu 15 mg Mtx seit
    ca. 2 Jahren noch 10 mg Arava täglich, weil das Mtx bei mir
    nicht mehr ausgereicht hat. Diese Kombination ist auch sehr
    wirkungsvoll.
    Ich hab gar keine Probleme mit Nebenwirkungen.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg!

    [​IMG]

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
    #2 17. Mai 2006
    Zuletzt bearbeitet: 17. Mai 2006
  3. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Positives über MTX

    Hallo Giwijola,
    ich kann auch positives über MTX berichten, ich bekomme es wg. Bechterew und Uveitis. Die Augen haben hervorragend darauf angesprochen! Seit 2002 bekomm ich es.
    Ich spritze jetzt 15mg MTX einmal die Woche, war aber schon fast drei Jahre auf 25mg. Ich vertrage es gut.
    Die ganze Lebensqualität hat sich enorm verbessert.
    Früher hatte ich eine Morgensteifigkeit von mehreren Stunden, heute ist es ca. eine halbe Stunde, danach gehts ganz gut wenn ich mich ausreichend bewegt hab.
    Ich trinke täglich ca. 4 Liter, habe mir das über einen längeren Zeitraum angewöhnt, hauptsächlich weil sich die Spritze dann besser setzten läßt.
    Übel ist mir nur selten und seit ich zusätzlich Folinsäure bekomme gehen mir auch nicht mehr die Haare aus. Der Ausfall hörte übrigens bereits ein paar Tage nach der ersten Folinsäure auf.
    Geht es mir einmal im ganzen nicht gut, hab ich zum Beispiel Kummer dann kann es schon mal zu Schüttelfrost kommen, ist aber selten.
    Manchaml bin ich am Tag nach der Spritze müde, aber früher schlief ich grundlos auf der Arbeit ein , ohne etwas dagegen tun zu können.
    Früher war immer abgeschlafft, heute hab ich wieder Kraft.
    Ich führe Tagebuch über meine Schübe und Tagesfassung, dabei habe ich gemerkt, wenn ich das Gefühl habe es geht mir schon sooo lange schlecht und schlage dann mal nach, sehe ich, es ging mir ziemlich lange gut, aber das schlechte nimmt man massiver wahr.
    Ein paar Nebenwirkungen schimmern also manchmal durch, aber MTX hat mir mein Leben wiedergegeben!
    viele Grüße
    Kira
     
  4. Yoga

    Yoga Neues Mitglied

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    Hallo J
    Ich wollte nur zu Bedenken geben, daß auch ARAVA nicht ganz ohne ist... ich hatte z.B. extreme Probleme mit dem Blutdruck, Kopfschmerzen (!), Schwindel usw. Es ist also nicht unbedingt die bessere Wahl, nur weil ARAVA nicht aus der Krebstherapie stammt. MTX habe ich auch nicht vertragen und ich habe dem Medikament auch große Bedenken gegenüber, aber – und das finde ich wirklich wichtig! – es gibt mehr Erfahrungen damit und somit können auch eventuelle Nebenwirkungen besser behandelt werden. Ein Absetzen ist daher z.B. auch nicht sofort nötig, sollte Dir übel werden o.ä. Beim ARAVA habe ich das Gefühl "ist man einfach noch nicht so weit." Daher wird hier wohl schneller abgesetzt und dann ginge die Suche nach einer neuen Basis los – auch keine tollen Aussichten.
    Schließlich, so weit ich das weiß, sind aber beide Medis in ihrer Wirkung wohl recht gleichwertig zu beurteilen – nicht im Wirkmechanismus, sondern in den Auswirkungen auf die Krankheit.
    Beste Grüße, Yoga
     
  5. nadia

    nadia Neues Mitglied

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    Ort:
    xxxx
    hallo Giwijola vbmenu_register("postmenu_196914", true); ,

    ich nehme seit fast 5 monaten Arava 20 und mtx. 1,5 und kortison. ich habe bis jetzt gar keine schlimmen nebenwirkungen ausser , dass ich nach der spritze sehr viel schlafe und fast 2 tage danach sehr müde bin, was ich nicht als nebenwirkungen bezeichnen kann ;) ich habe cp mit sjögren syndrom.
    ich hoffe, dass du keine angst mehr hast und dass du bald ran gehen kannst.:)
    liebe gruesse
    nadia
     
    #5 17. Mai 2006
    Zuletzt bearbeitet: 17. Mai 2006
  6. nicole53347

    nicole53347 Mitglied

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    Hallo,

    ich nehme jetzt seit 3 Wochen MTX 15 mg als Spritze. Und bis auf die Müdigkeit, die schon die anderen berichtet haben, geht es mir auch gut!

    Ich habe erst MTX als Tablette genommen, das aber überhaupt nicht vertragen (Übelkeit, Durchfall ...)

    Hier habe ich dann von einigen MTX-Kennern den Tipp bekommen, es als Spritze zu versuchen - und es klappt !! Wie schon gesagt, ich habe bisher 3 Spritzen bekommen und habe jetzt das erste mal seit mein Rheuma begonnen hat wieder ohne schlimme Schmerzen durchgeschlafen!

    Ich kann Dir nur raten, es auszuprobieren! Und Arava hat auch seine Nebenwirkungen und die ebenfalls nicht zu knapp.

    Gruß
    Nicole
     
  7. Calendula

    Calendula Die Ringelblume

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    Ich rate Dir auch, dass Du es it MTX ausprobierst. Ich habe über eine Woche nachgedacht, bevor ich mir von meinem Hausarzt die erste Spritze geben liess. Leider habe ich es gar nicht vertragen und die Nebenwirkungen waren nicht akzeptabel. Aber das muss nicht für Dich gelten.

    Liebe Grüße,
    Calendula
     
  8. Giwijola

    Giwijola Neues Mitglied

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    :- ?

    Danke an Euch alle!

    ich denke ich muss da jetzt auch an das MTX ran! Es scheint auch sehr
    unterschiedlich von den Erfahrungen. Ich habe auch Probleme mit Spritzen (mir
    selbst welche zu geben). 15 mg : ist das normale Einstiegsdosis? Das Cortison wird ja dann wohl auch erst mal noch weitergeführt.
    Ist schon alles ein wenig albern in Anbetracht der schlimmen Verlaufsformen,
    die Rheuma so haben kann.
    Aber ich denke eines hat der Doc mit dem Vorschlag einer Alternative erreicht,
    ich will jetzt selbst eher MTX. Es werden schon nicht gleich alle Haare ausfallen.

    Gruß Gila
     
  9. Jörg

    Jörg Neues Mitglied

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    Keine Probleme mit MTX seit 13 Jahren

    Hallo Giwijola,

    ich stelle nochmals meinen Beitrag vom Juli 2003 ein. Inzwischen nehme ich seit 13 Jahren MTX (erst als Tabletten, seit einigen Jahren als Spritze). Es hat sich bis heute nichts daran geändert. Habe zwischenzeitlich zusätzlich Arava versucht, mußte es aber nach einigen Wochen absetzen, weil mir nur noch furchtbar schwindelig war. Ich werde demnächst vielleicht zusätzlich Resochin versuchen.

    Grüße aus Berlin

    Jörg

    Nachstehend Beitrag vom Juli 2003

    Hallo,

    hier ist jemand der seit 10 Jahren MTX nimmt und bisher zufrieden damit war, sowohl mit der Wirkung als auch den geringen Nebenwirkungen!

    Ich habe seit mehr als 10 Jahren eine chronische Polyarthritis und habe sofort nach der schnell gestellten Diagnose eine Basisbehandlung mit Sulfasalazin begonnen. Nach drei Monaten habe ich leider einen Hautausschlag bekommen und bin dann auf MTX 15mg umgestiegen. Die Wirkung ist nach ca. drei Monaten langsam eingetreten. Unangenehme Nebenwirkungen hatte ich nie; meine Blutwerte sind bis heute o.k. Ich nehme 48 Stunden nach der MTX-Gabe beginnend drei Tage lang jeweils 5mg Folsäure. Das verhindert tatsächlich z.B. Haarausfall, Entzündungen im Mund etc.

    Da ich einen empfindlichen Magen habe und mit den Tabletten Probleme hatte, wurde das MTX i.m in der Arztpraxis gespritzt. Die Wirkung der Spritze war viel stärker als die der Tabletten und mein Magen hatte wieder seine Ruhe! Seit Anfang 2003 spritze ich selbst s.c. und bin unabhängig von meiner Ärztin.

    Nebenwirkungen: Am Tag nach der Spritze stehe ich so ein bischen neben der Kappe. Das hat mich aber noch nie gehindert, vernünftig meiner Arbeit oder meinem privaten Vergnügen nachzugehen. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt.

    Man sollte aber auf keinen Fall von einem Basismedikament erwarten, daß alle Beschwerden vollkommen verschwinden (Remission). Das tritt nach meiner Erfahrung nur in Ausnahmefällen ein. Ich habe während der ganzen Jahre immer wieder meine Schübe, die aber stark gemildert sind. Ich kann dann z.B. die Hände nur unter Schmerzen bewegen. Das ist aber nach ca. 1-2 Tagen wieder vorbei. Ohne MTX hat das wochenlang angehalten. Aber ich habe so gut wie keine Gelenkveränderungen und das ist für mich das Wichtigste!!!! Wenn's mal ganz schlimm kommt, nehme ich für ein paar Tage Prednisolon und dann ist es schnell vorbei.

    Alles Gute geht aber einmal vorbei. Vor einiger Zeit wurde das MTX auf 20mg erhöht, aber die Wirkung läßt dennoch bei mir immer mehr nach. Auch das ist wohl normal. Meine Ärztin sagte mir, daß es sehr selten wäre, daß man mit dem selben Medikament über 10 Jahre so gute Erfolge wie bei mir hätte. Wir müssen jetzt gemeinsam nach einer anderen Lösung suchen.

    Dennoch: MTX war und ist für mich ein hervorragendes, gut verträgliches Basismedikament.

    Wenn ihr es probiert, habt bitte Geduld sowohl mit der Wirkung als auch den Nebenwirkungen (wenn die Blutwerte in den Keller gehen natürlich nicht, dann absetzen). Die Wirkung steigt mit der Zeit, die Nebenwirkungen nehmen ab.

    Bitte mailen , wenn weitere Einzelheiten erwünscht.

    Viel Erfolg wünscht

    Jörg
     
  10. wanda

    wanda Neues Mitglied

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    Hallo!:)
    Mach Dir keine Gedanken darüber, wo das MTX ursprünglich
    verwendet wurde. Es wird in der Rheumatologie in einer vieeel
    niedrigeren Dosis verabreicht.
    Ich habe schon nach 6 Wochen die erste Wirkung gespürt und
    noch die darauffolgenden Monate ging es immer mehr bergauf!
    Und Nebenwirkungen habe ich auch so gut wie keine, außer dass
    ich ein wenig müde am Tag nach der Einahme bin. Also probier es
    auf jeden Fall aus!! Ich drücke Dir die Daumen, dass es schnell
    und gut wirkt und Du keine Nebenwirkungen hast!!!
    Liebe Grüße, Wanda
     
  11. Calendula

    Calendula Die Ringelblume

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    Schön, dass Du es jetzt doch versuchen willst. Ich glaube auch nicht, dass Dir die Haare ausgehen. So empfindlich wie ich bin, habe ich fast alles mitgenommen, was MTX an Nebenwirkungen bieten konnte, aber meine Haare blieben :p

    Liebe Grüße,
    Calendula