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antroposophie im AK Ochsenzoll, Dr, brinkmann

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von sunny-side, 9. Mai 2003.

  1. sunny-side

    sunny-side Neues Mitglied

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    hallo an alle,

    wer hat schon von dr. brinkmann, arzt am allgem. krankenhaus ochsenzoll ( hamburg ) gehört. soll sich stark mit antroposophischer medizin gefassen, auch bei rheuma + gicht.
    freue mich über eure tipps.
    mir geht es täglich schlechter - es muß dringend was passieren !!!! MTX will ich einfach nicht ( noch nicht )
     
  2. KU

    KU Guest

    hallo sunny!

    nee, von Dr. Brinkmann hab ich noch nicht gehört - aber dass Du kein MTX willst, kann ich verstehen.

    Ich (chron. Polyarthr.) lebe seit über 15 Jahren mit 75 mg Diclofenac retard pro Tag, 95 % vegetarischer Lebensweise (in Richtung Makrobiotik mit wenig Salz), viel Sport (soweit möglich). Jetzt hat sichs verschlimmert, aber ich werde wohl lieber lokal am Gelenk was machen lassen als eine Basistherapie anzufangen.

    Nach allem, was ich hier im Forum an Erlebnis- und Erfahrungsberichten über Basismedis gelesen habe, kann man auch genausogut ohne (und mit klarer Birne und gesunder Leber) auskommen. Nach dem Motto: "Ohne Tabletten dauert´s zwei Wochen, mit nur 14 Tage ..." :D

    Probier mal 'Vollmer´s Grüner Hafertee' (gibts im Reformhaus) kurmäßig über mehrere Wochen.

    1 großen gehäuften Esslöffel grünen Hafertee und 1 gehäuften Teelöffel Johanniskrauttee 20 min. auf kleiner Flamme kochen, dann abseihen.
    (ist jetz kein Scherz, tut echt gut)

    Gruß und alles Gute
    KU
     
  3. Emma

    Emma Guest

    @ KU

    Wenn Du aufmerksam im Forum gelesen hättest, wäre Dir der Bericht von Dr. Langer vor einigen Tagen aufgefallen, der noch einmal zu den Basismedikamenten Stellung genommen hat.

    Es ist eindeutig erwiesen, dass eine frühe Basismedikation sehr wirksam ist!


    Schönes Wochenende
    Emma
     
  4. Emma

    Emma Guest

    Hallo Sunny-Side

    Den von Dir erwähnten Arzt kenne ich nicht, aber hast Du schon mal etwas von der anthroposophischen Klinik in Hamburg Rissen gehört?
    Dort gibt es eine eigene Rheumastation. Mit einer Überweisung vom Hausarzt kannst Du dort aufgenommen werden.

    Baba war schon dort stationär. Schreibe ihr doch mal eine PN und frage sie nach ihren Erfahrungen.

    Liebe Grüsse
    Emma
     
  5. sunny-side

    sunny-side Neues Mitglied

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    basismedi

     
  6. sunny-side

    sunny-side Neues Mitglied

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    Re: @ KU

     
  7. KU

    KU Guest

    Re: @ KU

    hi Emma,

    Du hast recht, ich lese tatsächlich nicht jeden Artikel. Vielleicht könntest Du zu dem von Dir gemeinten nochmal einen link reinsetzen?

    Eigentlich wollte ich sagen, dass (mich persönlich) die Berichte derjenigen, die Basis-Meds nehmen, eher in der Auffassung bestärken, damit so lange wie möglich zu warten - aus mehreren Gründen:

    1. Eine dauerhafte Stabilisierung (mit dauerhaft meine ich nicht 1-2 Jahre, sondern 10-20 Jahre) wird nicht beschrieben. Im Gegenteil: Um ein Ergebnis zu halten, ist meistens die Einnahme mehrerer starker Gifte notwendig.

    2. Durch Basis-Meds habe ich möglicherweise weniger Gelenkschmerzen, dafür aber kaputte Leber oder Nieren.

    3. Absetzen ist nicht möglich - das Rheuma wird dann schneller fortschreiten als zuvor.

    Gruß,
    KU

    PS: Generell kommt es mir ein wenig so vor, dass "Anfänger" wie ich, die sich zwar auch schon seit Jahrzehnten mit Gelenkschmerzen herumschlagen, aber die "Basis-Karriere" noch nicht hinter sich haben, also eigentlich "mit den Profis nicht mitreden können", hier nicht so recht für voll genommen werden.
     
  8. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo KU,

    erste deutliche rheumatische Entzündungen hab ich seit über 10 Jahren. Viele Jahre lang hatte ich alles mögliche an alternativen Heilmethoden ausprobiert (Homöopathie, Fußreflexzonentherapie, Reiki, Kräutermedizin einschließlich Ernährungsumstellung, Bioresonanz-Therapie, Amalgam-Sanierung, Cluster-Medizin u.a.), mit dem Ergebnis, dass die Entzündungen 1999 urplötzlich so allumfassend, unerträglich schmerzhaft und dauerhaft wurden, dass ich etwas anderes tun MUSSTE.

    In der Tat ist es so, dass andere Strategien ausreichen, solange das Rheuma nicht schlimm ist. Irgendwann hilft kein Schmerzmittel der Welt mehr.

    Es steht wirklich jedem frei, seinen eigenen Weg zu wählen. Aber wenn es für Dich bei Ausschöpfung aller alternativen Heilmethoden nimmer möglich ist, einen Teelöffel festzuhalten, von Hand zu schreiben, eine Stiege hinauf- oder hinunter zu gehen, Du Hilfe brauchst, um aus dem Bett zu kommen, und Zähneputzen, Knöpfe schließen oder Schnürsenkel binden unmöglich geworden sind, dann wirst Du auch nimmer weiter experimentieren, sondern alles tun, damit Dein Leben wieder erträglich wird.

    Sorry, das musste raus. Liebe Grüße von
    Monsti
     
  9. kukana

    kukana Moderatorin

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    hm nun muss ich meinen senf auch noch dazu geben:

    probleme seit 1998, erste möglichkleiten mit naturheilmitteln. keinerlei verbesserung damit. es wurde immer schlimmer: anziehen , waschen, kochen, saubermachen, uto fahren, arbeiten... alles wurde zur qual. im märz 2000 zusammenbruch, körperlich und nervlich. krankenhaus konnte endlich die daignose stellen und mit einer basis beginnen. es ist eine cp.

    mtx+diclofenac+cortison. 2001 konnte ich diclo absetzen. seit juli 2002 nehm ich kein cortison mehr. und mtx nur noch 5 mg statt 20 mg.

    erfolg auf der ganzen linie denn ich befinde mich auf dem weg in die remission. und ohne leber oder nieren beschwerden. alle organe ok.

    homöopathie und alternativen sind ok. aber für eine cp gibts ein ganz schmales zeitfenster. wenn man dann nicht mit einer basis beginnt, kann es zu dauerhaften gelenkveränderungen kommen. die naturheilmittel ( übrigens auch alles gifte) können dies leider nciht verhindern. bisher habe ich noch niemanden hier egtroffen bei dem es so war.

    dagegen schon einige die mit basis sehr gut leben.

    gruss kuki
     
  10. Winnie

    Winnie kleines Nordlicht

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    Danke Monsti!

    Liebe Monsti!

    Also, mich bestärkt es, so was wie Deinen Beitrag zu lesen!

    Natürlich bin ich auch immer wieder ganz und gar verunsichert, ob ich wirklich diese ganzen Medikamente schlucken soll - und die Nebenwirkungen und überhaupt...?

    Aber es ist wirklich so, wie Du sagst: es kommt der Zeitpunkt, an dem es nur noch darum geht, den Tag zu überstehen, das Leben zu überleben - und dann bin ich ziemlich froh, dass es Medis gibt, die mir helfen, den Tag zu leben und die mir Hoffnung geben, dass es doch noch besser gehen kann - so in den ca. 25 - 30 Jahren, die ich noch leben möchte.

    Ich finde, es ist immer wieder ein Abwägen - "wat bringt mi dat, wat kost mi dat" und zumindest bei den Schmerzmitteln kann ich das jeden Tag neu fühlen und entscheiden.

    Und dabei fällt mir ein, dass ich mich heute, nachdem es mir gestern reichlich schlecht ging, zum ersten mal richtig WOHL gefühlt habe und sehr deutlich schmerzreduziert und dass lieber LeGe und ich einen schönen Spaziergang zwischen Deich und Watt und Schafen gemacht haben und mir das total gut getan hat - und jetzt fällt mir auf: gehört das überhaupt hierher?

    Musste raus!

    Ich grüße Euch!!

    Winnie
    :)
     
  11. Barbara

    Barbara Guest

    Vor Allem an Monsti,


    genau so isses!!!
    Habe auch alles versucht, von Homöopathie bis zu chinesischer Medizin, von Weihrauch über Teufelskralle bis zu ich weiß nicht was, aber wenn man zum Schluss dasteht und nicht meht weiß, wie man sich die Hose zumachen oder die Zähne putzen soll, dann greift man dankbar zu allen "Giften", die die Schulmedizin so bietet.
    Dun hast mir aus der Seele gesprochen!

    Gruß, Bärbel
     
  12. SuMiKo

    SuMiKo die knackige

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    Hallo sunny-side

    Ich habe jetzt cp seit ca. 15 jahren und auch alles mögliche ausprobiert aber leider hat nix so recht geholfen. Ich nehme seit 14 jahren mtx und seit dem geht es viel besser, gut das ist auch nicht immer ausreichen, bin jetzt selber, trotz mtx, wieder im schub aber ich möchte nicht wissen wie meine gelenke jetzt aussehen würden wenn ich kein mtx genommen hätte? Hab ja jetzt schon ein komplett versteiftes handgelenk und zwei knie op`s hinter mir. Ich währe froh wenn ich ohne diese heftigen medis auskommen würde, weil mein magren auch nicht immer mitspielt aber ich habe die erfahrung leider machen müssen das es ohne nicht geht. Ich wünsche dir das du ganz lange so gut zurecht kommst, nur pass auf das du nicht zu lange wartest und deine gelenke so weit angegriffen sind das du ein ersatz brauchst.



    Kleiner anhang für Ku...
    Ich denke nicht das du hier von den „alten“ hasen nicht für voll genommen wirst, im gegenteil, ich persönlich habe nur gute erfahrungen mit denen gemacht.
    gruss sumi
     
  13. Emma

    Emma Guest

    @ KU

    Hallo KU!

    Leider finde ich den Bericht nicht mehr. Du müsstest einfach mal die einzelnen Themen durchsehen. Der Bericht von Dr. Langer steht gleich als erste oder zweite Antwort!

    Dr. Langer ist der engagierte, verantwortliche, medizinische Leiter und "Chef" dieses Forums!
    Er ist Rheumatologe und hat diese Seite ins Leben gerufen.

    Mir ging es zu Anfang auch so, dass es mich erschreckte, welche Medis ich nehmen sollte und war von den Nebenwirkungen, die im Beipackzettel standen, völlig geschockt!

    Bevor ich soetwas nehmen wollte, war ich auch zuerst in einer anthroposophischen Klinik!
    Sie haben mich dort 2,5 Wochen mit Spritzen "gequält" (morgens und abends je 16) ...
    Dazu dann noch andere Mittelchen... 3x täglich...
    Doch es hat nicht geholfen!

    Nun bin ich bei Basismedis angelangt, jedoch noch nicht wirklich bei einer entgültigen Therapie.
    Ich bin bei einem antroposophischen Hausarzt und versuche, diese Formen miteinander zu verbinden.


    Einen schönen Sonntag
    Emma
     
  14. Sonja Labenski

    Sonja Labenski Neues Mitglied

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    Hallo KU,

    Dr. Langer hat den Bericht zu der Basismedikation auch noch mal auf die erste Seite unter Fragen und Antworten kopiert (am 3.Mai).

    Die Frage stammt aus dem Erfahrungsaustausch, muß so um den 2./3.Mai gewesen sein. Also die Antwort von DocL findest Du vorne, die Antworten der anderen User (und DocL) findest Du bestimmt über die Suchfunktion.

    Viel Erfolg

    Sonja
     
  15. Magenta

    Magenta Buhfrau

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    Sumiko schreibt:Ich nehme seit 14 jahren mtx und seit dem geht es viel besser, gut das ist auch nicht immer ausreichen, bin jetzt selber, trotz mtx, wieder im schub aber ich möchte nicht wissen wie meine gelenke jetzt aussehen würden wenn ich kein mtx genommen hätte? Hab ja jetzt schon ein komplett versteiftes handgelenk und zwei knie op`s hinter mir.

    KU schreibt: Nach allem, was ich hier im Forum an Erlebnis- und Erfahrungsberichten über Basismedis gelesen habe, kann man auch genausogut ohne (und mit klarer Birne und gesunder Leber) auskommen. Nach dem Motto: "Ohne Tabletten dauert´s zwei Wochen, mit nur 14 Tage ..."

    Wenn ich das richtig verstehe, dann bestätigt Sumiko hiermit KU`s Meinung - nur mit anderen Worten.

    Magenta :)
     
  16. gisela

    gisela kleine Käsemaus

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    sollte vielleicht auch noch meinen Käse dazugeben

    Hallo zusammen,
    bei mir wurde vor 4 Jahren Psoriasisarthritis diagnostizirt.Als ich ich damals zum Rheumadoc humpelte (vielleicht mehr robben) war ich froh MTX nehmen zu können.

    Ich konnte damals nicht mehr laufen (das rechte Knie war so dick geschwollen und entzündet, das ich wahrscheinlich irgendwann im Rolli gelandet wäre). Mein rechtes Fußgelenk war geschwollen und entzündet, so sehr das ich nachts kaum mehr wagte darauf zu liegen). Ach ja ich hatte ganz vergessen. In der schlimmsten Zeit hat mir mein Mann die Strumpfhose angezogen. Meine Hände waren absolut nicht mehr zu gebrauchen (siehe Monsti , Knöpfe, irgendetwas tragen, Hausarbeit, selbst meine Büroarbeit ein Albtraum). Die Kiefergelenke schmerzten furchtbar. Ich habe keine Nacht mehr durchgeschlafen, da ich mit der Hand meinen Kopf auf die andere Seite drehen mußte (furchtbare Schmerzen am Hinterkopf).

    Ich nehme nun 4 Jahre lang MTX, Cortison und noch so einiges. Mir geht es im Moment sehr gut und habe keinerlei Nebenwirkungen vom MTX ( meine Leberwerte sind super). Wahrscheinlich werde ich in ein paar Wochen die Dosis des MTX reduzieren. Ich habe durch diese Therapie wieder an Lebensqualität zurückgewonnen, die ich mir damals nicht mehr erträumt hatte..

    Ich bin jetzt 42 Jahre und ich habe mir damals gedacht, ich will jetzt noch etwas vom Leben haben. Wer weis was in 10 - 20 Jahren ist.

    In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag
    gisela
     
  17. Neli

    Neli Optimistin

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    an Magenta und Ku

    Liebe Magenta und Ku,

    seid mir bitte nicht böse, aber ich kann mir nur denken, daß Ihr nicht wißt,

    wovon Ihr sprecht.

    Liebe Grüße
    Neli
     

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  18. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Magenta,

    zunächst: Wo siehst Du denn bei Deinen beiden Zitaten irgendwelche Berührungspunkte? :confused: Also ehrlich - es wird genau das Gegenteil ausgedrückt.

    Ich muss Neli Recht geben: Es scheint hier anscheinend "Zipperlein" und wirkliches Rheuma zu geben. Sorry, dann scheinen wir hier wirklich aneinander vorbei zu reden.

    Grüßle von Monsti
     
  19. Magenta

    Magenta Buhfrau

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    Hallo Monsti,

    ich sehe die Berührugnspunkte darin, daß es KU auch ohne Basismedikamente nicht schlechter geht als Sumiko und anderen mit.

    Ich muss Neli Recht geben: Es scheint hier anscheinend "Zipperlein" und wirkliches Rheuma zu geben. Sorry, dann scheinen wir hier wirklich aneinander vorbei zu reden.

    Sorry, aber das klingt nach einer Art Wettbewerb, wem es schlechter geht und wer die größeren Schmerzen hat oder nach dem, was KU an anderer Stelle beklagt: Hier gilt man als Außenseiter, wenn man nicht ordnungsemäß den schulmedizinschen Weg gegangen ist.
    Hat man keine Basistherapie gemacht, ist man einfach nicht so arm dran, wie alle anderen.
    Dann ist es ein "Zipperlein" und man ist halt ein bißchen wehleidiger als andere, oder wie?

    Mein Partner leidet seit zwanzig Jahren an CP und hat nie eine Basistherapie gemacht. Er nimmt seit Jahren regelmäßig Diclofenac und leidet oft unter großen Schmerzen.
    Bei ihm waren von Anfang an vor allem die Sprunggelenke betroffen und zur Zeit sitzt die Entzündung im Knie.

    Ich und er glauben nicht, daß es ihm heute besser gehen würde, hätte er von Anfang an eine Basistherapie gemacht - im Gegenteil, im Vergleich zu anderen Leidensgenossen und vor allem auch den langen Zeitraum betreffend ist sein Zustand noch relativ stabil und er hat noch kein künstliches Gelenk oder sonstige Operationen über sich ergehen lassen müssen.
    Mittlerweile steht natürlich auch er vor der Frage, ob eine Basistherapie oder ein sonstiger Eingriff angesagt ist, oder nicht.

    Nichts für ungut - jeder steht für sich vor der selben schwierigen Entscheidung - aber ich finde nicht, daß ihr Euch untereinander nach dem Grad der Krankheit bewerten solltet.

    Magenta :)
     
  20. Matthias

    Matthias Neues Mitglied

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    Hallo Magenta,

    nein, so ist es nicht. Für eine Person allein wirst du nie feststellen, ob sie ihr mit oder ohne Medikamente besser ginge.

    Aber wenn du meinetwegen 2000 Sumikos nimmst, 1000 davon mit Medikamenten behandelst und 1000 mit nichts oder Alternativmedizin, dann wirst du feststellen, dass

    -sowohl bei der behandelten als auch bei der unbehandelten Gruppe Individuen dabei sind, denen es sehr gut geht, aber bei der behandelten eben sehr viel mehr.

    -sowohl bei der behandelten als auch bei der unbehandelten Gruppe Individuen dabei sein, denen es schlecht geht, aber bei der behandelten eben sehr viel weniger.

    -einzelne Individuen erhebliche Probleme mit den Medikamenten haben. Erhebliche Probleme sind für mich dabei nichtreversible Nebenwirkungen, wie dauerhafte Leberschädigungen. Aber da ist die Medizin heute soweit, dass bei guter Überprüfung eigentlich sogar viel mehr als die 1000 Leute große Gruppe genommen werden muss, um mit hinreichender Wahrscheinlichkeit auf solche Fälle zu stossen.

    Kein Medikament hilft hundertprozentig, die Ansprechraten liegen immer irgendwo zwischen 10%oder 20% ( dem Placebolevel) und 80%, oder meinetwegen noch etwas höher. Ich habe noch von keinem Basismedikament gehört, dass zu 100% wirkt. Und von keinem Alternativmittel, das nachweislich über Placebolevel liegt.

    Wenn man also Einzelfälle betrachtet, wird man immer Patienten finden, denen Basismedikamenten nichts gebracht haben und andereseits solche, die ohne Basismedikamente eine Remission erleben.
    Und was sagt uns die Einzelfallberichte deswegen über die Wirksamkeit von Medikamenten aus ? Nichts, absolut nichts.

    Ich kenne einen konkreten Fall von jemandem, der Basismedis ablehnt, und mit Mitte dreissig zwei künstliche Hüfgelenke hat.
    Ich behaupte jetzt einfach mal, dass Sumiko ohne MTX längst im Rollstuhl säße. Beweis mir das Gegenteil.