Angst vor Medikamenten bzw. Nebenwirkungen...

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von maria_th, 7. November 2021.

  1. Ducky

    Ducky † 3.2.22

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    ich nehme über 10Jahre eine Low Dose Cortison (5mg) manchmal höher.
    ich bin stark übergewichtig aber das hat definitiv andere Ursachen bsp bestimmte Psychopharmaka.
    ich komme gut damit zurecht
     
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  2. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Ich nehme seit über 22 Jahren Kortison und war immer schlank. Bei höheren Dosen (50 mg) hatte ich schon Heißhungerattacken, aber da habe ich dann einfach etwas in kleinen Schlucken getrunken. Oder Obst und Gemüse gegessen.
     
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  3. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Bei meiner jahrelangen Erhaltungsdosis von 5 mg Prednisolon hatte ich auch keine Gewichtszunahme. Das war nur zu Anfang, als ich es länger höher dosierter nehmen musste, da hatte ich dann auch dieses Vollmondgesicht. Ging aber alles wieder weg, als ich dann runterdosieren konnte. Später hatte ich dann durch ein Antidepressivum nochmal das Problem mit starker Gewichtszunahme, heftiger als beim hochdosierten Cortison. Das war das Mirtazapin und das wurde dann nach vier Monaten durch ein anderes ersetzt, weil ansonsten hätte ich noch mehr zugenommen.
     
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  4. tilia

    tilia Bekanntes Mitglied

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    "ich habe heute mit dem Prednisolon aufgehört, ich musste mich andauernd übergeben, mir war den ganzen Tag übel, ist mir immernoch, ich bin wieder stark erkältet, hatte Herzrasen und kribbeln und Panik und es hat 0 geholfen....wenn es geholfen hätte, hätte ich eventuell noch andere Medis dazugenommen aber so...:(:aeh:"

    Hi maria_th,
    hoffentlich findest du gemeinsam mit der Rheumatologin eine Lösung für dich. Ich wünsche es dir sehr.
    Wenn man ständig erbrechen muss, spuckt man auch die Medikamente aus und es ist gut möglich, dass diese genau deshalb nicht gewirkt haben.
    Übrigens finde ich auch, dass es nicht so einfach ist, sich für die Einnahme der Medikamente zu entscheiden. Man übernimmt Verantwortung für etwas, das man wenig einschätzen kann. Und doch ist eine eigene Entscheidung notwendig: Vertraue ich der Ärztin? Verkrieche ich mich? Akzeptiere ich, dass ich erkrankt bin? Bin ich bereit, Schmerzen und Degeneration meiner Gelenke zu akzeptieren, wenn ich auf Medikamente verzichte? Bin ich bereit, mit Nebenwirkungen umzugehen, diese im Blick zu behalten, wenn ich die Medikamente nehme (ohne mich verrückt zu machen)?
    Alle Antworten auf diese und weitere Fragen haben Konsequenzen, positive und negative... Das ist eine Anforderung, die zu bewältigen ist.
    Vielleicht findest du hier im Forum Anhaltspunkte für dich?
    Alles Gute,
    tilia
     
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  5. maria_th

    maria_th Aktives Mitglied

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    Hallo, und danke auch für die zahlreichen anderen Antworten.

    Ja, ich finde dieses Forum sehr hilfreich. Nur habe ich das Gefühl, bisher wirklich immer an komische Ärzte geraten zu sein. Ich werde irgendwie selten ernst genommen, da ich ebenfalls Depressionen habe, welche aber eindeutig mit den Rheumaschüben bzw. Krankheitsschüben zusammenhängen.

    Genau....also Vetrauen habe ich in meine aktuelle Rheumatologin nicht, sie ist aber die einzige für mich erreichbare momentan leider.

    Ich habe am 3.2. nun meinen Termin bei ihr und habe schon etwas Angst, dass wieder nichts herauskommt, bzw. mir nicht wirklich geholfen wird. Eine Klinik wäre dann wirklich eine Alternative...aber kann man sich da einfach so anmelden?

    Ich habe auch viele Reportagen gesehen und recherchiert und viele sehr junge Patienten bekommen Medikamente...ich versteh die Rheumatologin nicht wirklich...

    nunja, nun heißt es abwarten und Tee trinken.

    viele liebe Grüße
     
  6. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Das ist wirklich ungut das du dich fast nirgendwo ernst genommen fühlst. Zum Teil kann ich da einiges nachvollziehen, aus der Zeit vor meiner Diagnose und ich da aber schon Symptome hatte Das war alles andere als schön und zeitweise wirklich schlimm für mich.

    Aber es gibt sie trotzdem noch "die Ärzte" wo sich auskennen und auf die bin ich dann zum Glück irgendwie nach einiger Zeit doch noch gestoßen und ich gebe sie nicht mehr her.;) Und Depressionen begleitend bei chronischen körperlichen Erkrankungen sind gar nicht so selten und gehören dann auch bedacht und behandelt. Habe selber begleitend zu Mehrfach körperlichen/physischen Erkrankungen auch damit zu tun.

    Selbst mein schwer chronisch kranker, körperlich kranker Mann hat mittlerweile damit auch eine psychische Erkrankung in Folge bekommen, nämlich Depression usw. und das ist auch ganz wichtig das so etwas dann therapiert wird.
     
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  7. Dani1409

    Dani1409 Mitglied

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    Hallo maria_th:
    sicherlich sind Cortison und die ganzen Immunsuppressiva keine "leichten" Medikamente.
    Aber du solltest dir halt eine Frage stellen:
    Willst du mit diesen Beschwerden so weiter machen - aber dann solltest du dich in meine Augen auch nicht beklagen, weil im Prinzip hättest du Hilfe (Cortison) bekommen. Jeder reagiert anders auf Medikamente.
    Also nimm's bitte, lg Daniela
     
  8. maria_th

    maria_th Aktives Mitglied

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    ja das nicht ernstgenommen werden, ist wirklich schlimm... und gut, dass du noch deine guten Ärzte gefunden hast. :)

    Genau Depressionen und körperliche Krankheiten gehören zusammen...leider.

    viele Grüße
     
  9. maria_th

    maria_th Aktives Mitglied

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    Hallo,

    ich hab es ja genommen und es hat leider nicht gewirkt und ich kann ja auch nichts dafür, dass ich mich davon übergeben musste.... :nixweiss:
     
  10. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Ja das empfinde ich auch als schlimm, denn vor meiner Rheumadiagnose-Mischkollagenose wurde fast alles auf eine psychische Diagnosen geschoben, also fast alles was ich vor der Diagnose bei Ärzten, vor allem bei einem, meinem früheren Hausarzt angab an Beschwerden diagnostizierte er als psychische Erkrankung-Depression und das was er nicht mit psychisch bedingt erklären konnte-Anämie und hohe Blutsenkung sagte er das wäre normal nach einer Entbindung kann das schon mal sein und Blutwerte könnten dann schon mal spinnen, war nach der Geburt meines dritten Kindes als meine Mischkollagenose fünf Wochen nach der Geburt ganz heftig hervortrat. Es war so schlimm für mich und das schlimmste war dieser Hausarzt, der mich so furchtbar hinstellte und mir das nicht glaubte und meine Beschwerden als normal nach einer Entbindung hinstellte. Aber Hallo ich hatte schon vorher zwei Kinder entbunden und bei beiden hatte ich nach der Geburt niemals solch arge Beschwerden, aber er meinte mein Immunsystem ist zu schwach und deshalb hätte ich jetzt Infekte und meine Psyche machte nicht mit wegen der Belastung drei Kinder und so. Es war furchtbar, die drei Kinder haben mich nicht belastet, sondern diese fürchterliche körperlichen Beschwerden waren es. Ich konnte das dritte Kind, Baby wegen diesen Beschwerden und Symptomen ja gar nicht mehr versorgen. Meine Mutter musste es tun und half mir dann.

    Nachtrag: und deshalb bin ich dann letztendlich wegen diesem Hausarzt auch noch stationär auf der Psychiatrie einer Uniklinik gelandet. Lange Zeit hab ich mich auch im nachhinein noch darüber geärgert und es war auch erst ganz schrecklich, da meine Haupterkrankung ja gar keine psychische oder psychiatrische war und ist, aber im Nachhinein gesehen war es doch vielleicht mein "Glück" das ich erst mal dort gelandet bin. Denn dort auf der Psychiatrie gab es dann eine Oberärztin, die sich mit mir lange unterhielt und sich meine Blutwerte auch näher anschaute und sie war die erste, die mich dann zur rheumatologischen/immunologischen Klinik-Ambulanz schickte in der selben Uniklinik und so kam es zu meiner Rheumadiagnose. Die erste Ärztin damals, eine Oberärztin-Psychiaterin in der Uniklinik, die meine Beschwerden ernst nahm und eine körperliche Erkrankung dahinter sah.
     
    #50 30. Januar 2022
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2022
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  11. Dani1409

    Dani1409 Mitglied

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    Bzgl meiner Laborproblematik hatte ich natürlich auch die Erfahrung gemacht das es natürlich nur psychisch sein kann:
    Ich hatte damals dissoziative Mischerkrankung - nach genauen Diagnose-Bezeichnungen müsste ich im Entlassungsbrief nachschauen. Das beste ist dass der Psychiater nur einen Verdacht auf Fibromyalgie geäußert hat und sonst nix, die restlichen Psych.-Diag. wurde von Rheumatologen reingeschrieben - also ohne Grundlage - mit Aussagen " ich könnte ja noch zu anderen Psychiatern" gehn.....wenn ich damals nicht so fertig gewesen wäre nach dem Rheuma-Aufenthalt hätte ich garantiert geklagt.
     
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  12. tilia

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    Das ist ziemlich finster, @Dani1409!
    Schwierig ist es, wenn man erstmal in die "falsche Schublade" geraten ist, da wieder heraus zu kommen!
    Ich wünsche dir die Kraft, dies zu schaffen und das Glück, einen neuen Arzt/eine neue Ärztin zu finden, die noch einmal genau schaut.
    Vielleicht kannst die für dich anscheinend falschen Berichte unter den Tisch fallen lassen?
     
  13. Katjes

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    Deswegen bin ich auch gegen die elektronische Krankenakte,das bekommt man nämlich nicht mehr raus.
     
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  14. Jazzlyn

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    Sehe ich nicht so. Ich kann für jedes einzelne Dokument die Rechte verwalten. Nur wenn ich es einem Arzt freigebe, kann er/sie es sehen.
     
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  15. maria_th

    maria_th Aktives Mitglied

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    Hallo, :a smil17:

    Oh, das ist schlimm alles....aber genauso war und ist es bei mir auch.

    Ich hatte als Kind die Schuppenflechte, war aber immer Topfit soweit...vielleicht etwas krankheitsanfälliger als andere Kinder...nunja

    nach der Geburt meines Sohnes, gingen die Beschwerden dann los, was auch sehr oft vorkommt... und ein unendlicher Ärztemarathon, der bis heute anhält.

    Bei mir waren auch oft die Entzündungswerte erhöht, es wurde dann immer auf irgendeinen Virus geschoben, der plötzlich ein Tag später weg war usw... ein Arzt der leider nicht mehr praktiziert nahm mich als einziger bis heute richtig ernst. Er tippte auch auf eine Kollagenose... so eine richtige Diagnose habe ich immernoch nicht erhalten, obwohl die Röntgenbilder schon auffällig sind an meiner Hüfte und die Rheumatologin, zu der ich bald gehe, meinte ob ich als Kind einen Hüftschaden hatte und ob es davon kommt....ich meinte nein und war etwas entsetzt, weil ich ihr jedesmal sage, wie schlimm die Schmerzen an der Hüfte sind und dass ich manchmal kaum gehen konnte...

    Das mit der Psychiatrie geht mir genauso...ich habe tatsächlich psychiatrische Diagnosen, aber nichts hat geholfen bisher...ich fühl mich jedentag antriebslos und müde und krank, habe oft erhöhte Temperatur, da hilft keine Therapie der Welt....bisher... wenn ich ab und an gute Tage habe, welche selten sind, gehts mir psychisch auch viel besser, die Ängste sind fast weg und ich fühle mich fit...

    Aber schön, dass es sich bei dir alles zum Positiven entwickelt hat.:1blue1:

    mein Sohn lebt ja leider nicht mehr bei mir, aber auch durch viele Schicksalsschläge, aber auch durch die Autoimmunerkrankung, ich komm nicht mehr auf die Beine einfach...:azcrying:

    viele Grüße
     
  16. maria_th

    maria_th Aktives Mitglied

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    schlimm, überall das gleiche....:annoyed:

    geht es dir psychisch denn schon besser?

    viele Grüße
     
  17. maria_th

    maria_th Aktives Mitglied

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    ich kenn mich damit zu wenig aus, wenn man die Daten selbst verwalten kann, wäre das okay, ansonsten bin ich auch gegen so eine Akte...gerade im psychiatrischen Bereich hat man leider einen Stempel auf Lebzeiten.

    Viele Grüße
     
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  18. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    @Jazzlyn
    Das wußte ich nicht, daß man selbst verwalten kann..... Ist aber auch schon etwas her, dass mich damit befasst habe.
    Danke für die Info :)
     
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  19. Dani1409

    Dani1409 Mitglied

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    Eiese Psychische Geschichte is Gott sei Dank eh scho lang vom Tisch. Hab damals auch angefangen die vorgeschriebenen Amtidepressiva etc zu nehmen- was natürlich nur Nebenwirkungen hatten- irgendwann probiert man halt alles aus...
     
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  20. Mary1503

    Mary1503 Aktives Mitglied

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    das seh ich genauso!
     
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