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Anderen Beruf erlernen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Laudi, 18. Mai 2007.

  1. Laudi

    Laudi Neues Mitglied

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    Hallo ihr lieben,

    ich bin 27 Jahre alt und derzeit mit mir am hadern ob ich einen Berufswechsel vornehmen soll.

    Bin derzeit in der Betreuung psychisch kranker Menschen als Sozialpädagogin tätig. Dieser Job frisst mich jedoch durch den Schichtdienst und dem Aufgabengebiet her auf. Ich habe das Gefühl ich bin dem nicht mehr gewachsen. Jeden Tag habe ich mit suizidgefährdeten Menschen zu tun, wo ich das Gefühl habe das diese Menschen mich innerlich aufsaugen. Schaffe es im Moment auch nicht mich abzugrenzen.

    Nun überlege ich in die Richtung Medizinisch - technische Assistentin oder Orthoptistin zu gehen. Führt jemand von euch einen der Berufe aus und kann mir dazu was berichten?

    Wäre euch für Erfahrungswerte sehr dankbar!
     
  2. Sanchen

    Sanchen Neues Mitglied

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    hallo Laudi

    eigentlich müsstest du doch auch die Möglichkeit haben innerhalb deines Berufsfelds auf eine weniger stressige Arbeitsstelle zu wechseln.
    Der MTLA-Beruf ist, zumindest in D, heut zu Tage auch meist Stress hoch 5. Es wird viel verlangt aber nicht sonderlich gut bezahlt. In Laborpraxen sowie in Krankenhäusern gibt es ebenso Schicht- und Wochenend- und Feiertagsdienst. Da kann ich mir den Beruf der Orthoptistin schon eher als Entlastung vorstellen. Dort arbeitest du eigenverantwortich in enger Zusammenarbeit mit dem Augenarzt. LG Sanchen
     
  3. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    hallo laudi,
    zu beiden berufsbildern kann ich leider nichts beisteuern.
    aber ich bemühe mich derzeit gerade darum,daß man mir die erwerbsunfähigkeit wieder aberkennt,und ich somit eine reha-umschulung finanziert bekomme.
    dabei habe ich it-systemkauffrau oder kauffrau im gesundheitswesen im auge.
    wäre zweiteres nicht auch eine alternative für dich?

    liebe grüße,
    diana
     
  4. Calendula

    Calendula Die Ringelblume

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    #4 18. Mai 2007
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2007
  5. Laudi

    Laudi Neues Mitglied

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    Hallo Sanchen,

    danke für deine Einschätzung bezüglich meiner beiden auserwählten Arbeitsgebiete. Du fragtest ja danach das es möglich ist innerhalb meines Berufsfeldes auch zu wechseln. Und klar. das ist grundsätzlich möglich. Nur bewerbe ich mich seit ca. 1 Jahr und bekomme nur Absagen. Ich weiß das sich teilweise 200 Leute auf eine Stelle bewerben. Das macht es nicht einfacher ... aber ich versuche es natürlich weiter. Frage momentan in meinem Freundeskreis herum was sie sich für mich vorstellen. Sehr interessant.

    Und liebe Diana1970,

    über die zweite berufliche Ausbildung, für du dich auch interessierst, werde ich mich einfach mal genauer informieren. Hat zumindest auch ein bischen was mit Gesundheitswesen zu tun. Es ist alles gar nicht so einfach, wie du ja auch weisst. Na dann heisst es jetzt nachzudenken, informieren und gegebenfalls handeln. Ich wünsche auf jeden Fall ganz viel Glück für dich, das du das genehmigst bekommst !!!!

    Der Text über das Burn - Out ist sehr interessant, kann man gut auf die soziale Arbeit übertragen!
     
  6. Calendula

    Calendula Die Ringelblume

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    Gerade uns chronisch Kranken sollte eine Überlastung im Job nicht zugemutet werden, wir würden binnen kürzester Zeit ausfallen bzw. noch kränker werden.

    Gerade das war für mich absolut ausschlaggebend bei der Suche nach einer Alternative, die ich auch angegangen bin. Ich studiere inzwischen wieder, das auf Teilzeit an der FernUniversität Hagen. Das Studium wird sich noch hinziehen, da ich nicht immer alles so fristgerecht schaffe und die Teilzeit noch weiter in die Länge ziehe. Nach Rücksprache mit dem Prüfungsamt ist das aber kein Problem, wenn es noch länger dauert, viele Berufstätige würden auch wesentlich länger für den Studienabschluß brauchen, als die Regelstudienzeit (die sich durch Teilzeit verdoppelt) vorgibt. Letztendlich würde die Arbeitgeber nur die Eigeninitiative und die Abschlußnote interessieren. Zwischenzeitlich kenne ich ein paar Leute, die ihr Studium dort abgeschlossen haben und in der Tat sofort damit untergekommen sind. Eine Studie ergab, dass es auch andere Gründe gibt, weshalb Erwachsenenstudien sehr gerne bei den Arbeitgebern gesehen werden: http://www.checkpoint-elearning.de/downloads/forsa-Studie.pdf

    Und keine Sorge wegen einem nicht vorhandenen Abi: Ein guter Freund hat zwischenzeitlich die Zwischenprüfungen dort hinter sich und kam mit Hauptschulabschluß und Lehre an die Uni. Man kann auch ohne Abitur studieren.

    Liebe Grüße,
    Calendula
     
  7. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    @calendula,
    danke für den tipp.....du liegst sicher richtig damit,daß der psychische stress nicht zu unterschätzen ist,gerade in diesem berufszweig.
    diese maßnahmen werden hier eh nur in vollzeit angeboten.ganz anders die kauffrau im gesundheitswesen.das wäre im grunde zwar auch vollzeit,aber die zweite hälfte des tages verbringt man zuhause mit e-learning.
    besonders interessant,wenn noch kinder im haus sind,die man noch nicht bis abends "laufen" lassen kann :D

    die verlinkungen werde ich mir einmal zu gemüte führen :)

    liebe grüße,
    diana
     
  8. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    hallo laudi,

    ich konnte auch nicht mehr im schichtdienst arbeiten (als krankenschwester), habe aber den großen fehler gemacht, umzuschulen auf einen anderen beruf wieder im gesundheitswesen.
    habe aber inzwischen festgestellt, dass es eine zu große belastung für mich ist, wenn es mir selber gesundheitlich so mies geht, auch noch anderen helfen zu müssen, die auch krank sind- es kostet mich irre viel kraft, selber "gesund" zu spielen, d.h. das eigene leid zu verbergen und beruflich den anderen kranken zu helfen--ich kann nur davon abraten!

    viel glück bei der entscheidungsfindung wünscht mni
     
  9. Elke Trapp

    Elke Trapp Neues Mitglied

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    Hallo, Laudi:o
    ich selbst arbeite auch täglich mit psychisch kranken menschen zusammen als krankenschwester. ich weiss also was das für stress ist und verfluche auch manchen tag. wenn du umschulen willst, würde ich dir empfehlen dich beim reha-berater vom arbeitsamt zu melden. der kann dir genau erklären, was für möglichkeiten bestehen und welche hilfen du bekommen kannst. ich habe mit unserer großen tochter da gute erfahrungen gemacht. liegt dir eventuell praxisanleiter oder medizinpädagoge, auch da gibt es viele möglichkeiten.
    L.G. Elke:)
     
  10. Laudi

    Laudi Neues Mitglied

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    Hallo Elke und Mni,

    danke für eure Erfahrungswerte. Na da bin ich ja nicht alleine mit meiner Überforderung. Ich bin wircklich dankbar um jeden Erfahrungswert, da mann dann nochmal andere Aspekte findet, die man vorher nicht bedacht hat. Meine Familie und Freunde meinen ja so ziemlich einstimmig, dass der Beruf an sich, mir schon gut liegen würde, nur halt der Schichtdienst und das Klientel einfach eine Nummer zu gross ist. Ich versuche bereits seit 1 Jahr einen Jobwechsel innerhalb meines Berufes zu finden. Leider ohne Erfolg!

    Viell. ist ein Besuch beim Arbeitsamt wircklich eine Hilfe. Mal schauen was sich machen lässt.

    Danke euch allen !