Amtsarzt, Dienstunfähigkeit, Unterstützung

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Heike68, 8. November 2012.

  1. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Mir wurden ziemlich die Worte im Mund verdreht. Dazu so Aussagen, Rheuma positiv zu sehen, alles Frage der Enstellung... usw. Ich könnte für mich entscheiden, wie ich die Dinge sehe, dass kann jeder Mensch usw. der war einfach zynisch...
    Tja, ich fange dann nicht an zu heulen, sondern werde eher etwas schnippisch...

    Hab mich aber wieder beruhigt, war nach dem Termin wirklich ziemlich fertig...
     
  2. mondbein

    mondbein Registrierter Benutzer

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    Heike, ich bin pensionierte Beamtin in RLP und habe das Procedere auch hinter mir. Seit ein paar Jahren werden hier diese Untersuchungen nicht mehr auf dem zuständigen Gesundheitsamt durchgeführt, sondern bei einer sogenannten "Zentralen Medizinischen Untersuchungsstelle" (ZMU), wo alle zu Untersuchenden aus RLP hin müssen. Bei uns ist diese ZMU in Mainz, das sind für mich fast 100 km und allein die Fahrt als Beifahrer war ein Horrortrip für mich. Keine 3 km von unserem Haus ist das zuständige Gesundheitsamt, aber die dürfen das nicht mehr machen.
    Ist das bei euch in NRW auch so doof geregelt?

    Und was hat der Doc denn gesagt? Hält er dich für dienstfähig oder nicht?

    Mitfühlende Grüße (ich selbst habe GsD nur nette und verständnisvolle AmtsärztInnen kennengelernt).
     
  3. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Hallo Mondbein,
    hier in NRW läuft es über das zuständige Gesundheitsamt. 1. Untersuchung durch internistischen Amtsarzt, der dann für evtl. "Fachgutachten" an antsprechende Amtsärtze weiterleitet und nach den dann ihr vorliegenden Berichten und ihrer eigenen Auffassung entscheidet. 2. Termin war psychiatrischer Amtsarzt. Der hat sich nach der Untersuchung nicht klar zu einer Dienstfähigkeit geäußert, sondern nur erklärt, seine Stellungnahme in den nächsten Tagen weiterzuleiten. Dann steht für mich jetzt noch 3. der Orthopäde an...

    Heißt das, dass Du "nur" zur ZMU musstest? Also nur der 1 Termin?

    Danke für Deine mitfühlenden Grüße, wünsche Dir noch einen schönen Sonntag!
    Heike
     
  4. mondbein

    mondbein Registrierter Benutzer

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    Soweit ich weiß, müssen hier alle "nur" zur ZMU. Vor der Untersuchung werden allerdings Facharzt- und Krankenhausberichte und was man so hat angefordert, damit sie sich dort schon mal ein Bild machen können.
    Ich hatte nur den einen Termin, aber die Folgejahre sogenannte "Nachuntersuchungen" - auch bei der ZMU.
    Beim ersten Besuch machten sie mir eine Reha zur Auflage, ich war dann 5 Wochen in einer Rheumaklinik.
    Warst du auch zur Reha?
     
  5. Heike68

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    Arztberichte hatte ich auch zum Termin mit. Nein, zur Reha war ich bisher nicht. Wusste gar nicht, dass einem das zur Auflage (also Zwang?!) gemacht werden kann...
    Wird Deine Dienstunfähigkeit jeweils auf 1 oder 2 Jahre befristet? In NRW sollen es i.d.R. 2 Jahre sein...
     
  6. mondbein

    mondbein Registrierter Benutzer

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    Die Reha war bei mir tatsächlich eine Auflage, hat aber viel gebracht. Im Nachhinein war ich froh, dass ich dazu genötigt wurde!

    Ich bin jetzt gut 4 Jahre zu Hause. Nachuntersuchung war immer nach EINEM Jahr (ist echt heftig, gell? Vor allem, weil ich durch den Lupus chronisch und unheilbar erkrankt bin und durch meine Arthrosen und Nekrosen irreversible Schäden und Funktionseinbußen habe).
    2011 erfolgte dann wohl ein Einsehen, seitdem hab ich nichts mehr gehört.

    Nachtrag: Unter 50 machen die das wohl jährlich.
     
    #66 17. Februar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 17. Februar 2013
  7. annie1

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    Hallo Mondbein,
    wie kann die ZMU denn eine Reha zur Auflage machen, obwohl die Kosten von jemand Drittem (KK) getragen werden?

    Die Reha muss doch bei der KK beantragt werden und denen ist es egal was irgendeine andere Stelle zur Auflage macht.
    Also wenn die KK eine Reha ablehnt, was passiert dann mit der Auflage von der ZMU, weil man selber ja möchte aber nicht kann?
     
  8. mondbein

    mondbein Registrierter Benutzer

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    Das ist eine interessante Frage, über die ich noch nie nachgedacht habe und somit auch nicht beantworten kann - vielleicht weiß es ja jemand anderes. "Reha vor Rente" gilt jedoch (soweit ich weiß) auch bei den gesetzlich Versicherten.
    Nachdem ich die Aufforderung zur Reha von der ZMU bekam, musste ich diese dann noch bei der Krankenversicherung und der Beihilfe beantragen - sie wurde problemlos genehmigt, für meinen Sohn ebenfalls. Dafür mussten wir beide dann noch zum örtlichen Gesundheitsamt zur amtsärztlichen Stellungsnahme.

    Nachtrag:
    Ich gehe davon aus, dass die priv. KV sowie die Beihilfe immer eine Reha genehmigen, wenn diese von der ZMU "in Auftrag" gegeben wurde. Schließlich wurde dies von Amtsärzten angeordnet und die werden das nicht ohne Grund tun (nur meine bescheidene Meinung). Ich gehe nicht davon aus, dass eine solche Reha jemals abgelehnt wurde.
     
  9. Heike68

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    Die ZMU oder der Amtsarzt teilt das dem Dienstherrn mit, der dann die Auflage zur Reha macht...so denke ich (und mit Auflage des Dienstherrn bewilligt dann die Beihilfestelle, die die Bestätigung der Erforderlichkeit ja auch schon vom Amtsarzt oder der ZMU vorliegen hat)...
     
  10. annie1

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    Ach ja, danke.
    An die Beihilfe für Privatversicherte hatte ich wieder nicht gedacht.

    Schade, bei mir ist trotz Beamtenstatus nicht die Beihilfe involviert, da ich in ner gesetzlichen KK bin...

    ich bitte um Entschuldigung für die Zwischenfrage, hatte da nur grad gedacht, da besteht für mich noch ne Möglichkeit!
     
  11. mondbein

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    Nix zu entschuldigen Annie, aber darf ich mal fragen, warum du als Beamtin gesetzlich versichert bist?
     
  12. annie1

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    Klar darfst du fragen:D
    Ich bin nicht gesetzlich versichert.
    Ich bin freiwillig in einer gesetzlichen Krankenversicherung.
    Ich habe ja als Beamtin die Wahl und mich damals für eine gesetzliche KV entschieden.
    Damals konnte ich die Folgen nicht wirklich überblicken und der naive Solidaritätsgedanke hat mich dazu veranlasst...
    Tja ich war jung und hatte keine Ahnung.
    Mittlerweile ist ein WEchsel in eine private KV nicht mehr möglich oder vielmehr nicht bezahlbar durch die Erkrankungen...
    Dafür bekomme ich, da "Altfall" einmal im Jahr die Hälfte der gezahlten Kassenbeiträge erstattet.
    Werde aber eben als Kassenpatient behandelt.
    Leider falle ich dadurch durch diverse Raster. Die KK hat keinerlei interesse mich arbeitsfähig zu halten. Sie hat bei einer Dauererkrankung ja keine Kosten (Krankengeld).
    Bei der Beihilfe bin, bis auf wenige Ausnahmen raus, keine Chance...

    LG Annie
     
  13. mondbein

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    Ach du je - ich hab noch von keinem Menschen gehört, der freiwillig auf die Beihilfe verzichtet, wenn sie ihm zusteht *Haarerauft* Das ist ja wie weggeworfenes Geld :mad:
    Sorry, das nützt dir ja jetzt auch nichts, aber wie konnte es denn damals passieren, dass du derart schlecht beraten wurdest? :eek:
    Hast du dich denn wenigstens AKTUELL mal beraten lassen, ob es nicht doch vielleicht noch eine Möglichkeit gibt in die priv. KV zu kommen? Selbst mit nem Risikozuschlag von 100 % wäre das doch sicher noch ein Bombengeschäft...
     
  14. annie1

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    Ich wurde garnicht beraten. Mir schien mit 17 die Unterscheidung Privat und Pflicht unlogisch und die Sache mit der Solidargemeinschaft gab den Ausschlag.
    Mit Anfang 20 kamen mir die ersten Zweifel. Ein damaliger Freund (Versicherungsvertreter einer Privaten) riet mir ebenfalls in der gesetzlichen KV zu bleiben.
    Damals war ich gesund....
    Das die KK z.B. kein Interesse hat mich gesund zu machen um arbeitsfähig zu bleiben oder werden, habe ich erst vor drei Jahren bemerkt, als meine Reha abgelehnt wurde.
    Tja, die wussten ja auch garnicht dass ich schon vier Monate krank war.
    Da werde ich dann wieder wie Privat behandelt, Krankmeldungen gehen nicht an die KK, weil ja auch kein Krankengeld gezahlt wird.
    Ansonsten werde ich eben wie ein Pflichtversicherter behandelt...
    Insgesamt Pech gehabt!

    Nachtrag:
    Wir haben es letztens nochmal durchrechnen lassen. Ich kann mir einen Wechsel nicht leisten...
     
    #74 17. Februar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 17. Februar 2013
  15. Silberpfeil

    Silberpfeil Registrierter Benutzer

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    ich war zum Anfang auch freiwillig gesetzlich versichert-ich hätte sonst 100% Aufschlag zahlen müssen,wegen der damals schon vorhandenen Erkrankung-das wäre sehr hoch, denn ich wurde erst mit 36 Jahren verbeamtet - dann aber kam mein Versicherten-Vertreter und hat gemeint- eine sogenannte Beamtenversicherung muss "jeden " nehmen...Ich musste aber einen 30% Risikozuschlag in Kauf nehmen....War aber dann doch günstiger- als die freiwillige-Vers.- da wird ja nach Gehalt berechnet, nicht nach Alter.
    Privat ist Privat, da beist die Maus keinen Faden ab- und einiges kann man als freiwillig Versicherter auch bei der Beihilfe einreichen.....

    Bei der Reha hätte ich Probleme -denn bei sowas wird von meiner Privaten nur ein Tagessatz von 33€ gezahlt....wie Kur.

    Ich habe aber damals in der Schmerzklinik mitbekommen, dass dort sehr viele waren- wegen Dienstfähigkeit prüfen...Aber da hilft der soziale Diesnst sehr gut weiter- auch mit Anträgen GdB....

    Ich warte ja auch auf Kostenübernahme für die psychos.Klinik...Antrag wurde am 07.2 abgeschickt und ist bei der Kasse in Koblenz noch nicht mal angekommen- sie meinen wegen Karneval ist alles verzögert.....Von der Beihilfe habe ich schon die Zusage.....

    LG
     
  16. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    ...grad in der Post Termin für orthopädische Zusatzbegutachtung am Montag...
    bin natürlich schon wieder total nervös und hoffe, dass der Arzt wenigstens ansatzweise schon mal Rheuma und seronegativ gehört hat...
     
  17. kaufnix

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    Schaffst Du schon :top:. Ansonsten bring ihm ein "kleines" Geschenk mit :D

    http://www.pschyrembel.de/
     
  18. Heike68

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    Danke Dir, Christian! Gute Idee :top:... kleine Geschenke erhalten oder erschaffen die Freundschaft :D
     
  19. Kajaki

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    Zusatzbegutachtung

    hallo Heike68,

    ich wünsche Dir alles Gute - Gelassenheit und Optimismus - für Montag.

    LG, Kajaki
     
  20. Heike68

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    Kajaki,

    danke Dir ganz herzlich!

    Lieben Gruß,
    Heike
     
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