Amitryptilin

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von Gast_, 17. Mai 2015.

  1. Bundesliga

    Bundesliga Registrierter Benutzer

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    hallo ihr lieben!

    nicht steinigen aber ich nehme von den amitriptylin 150 mg abends und zusätzlich 50 mg am tag und ich schlafe nicht den ganzen tag.
    natürlich bin ich es schon gewöhnt, nehme es schon gut 20 jahre .
    alles gute euch damit´!
     
  2. Gast_

    Gast_ Guest

    hallo bundi.

    hilft es denn wenigstens gegen
    die Schmerzen?
     
  3. Seepferdchen

    Seepferdchen Registrierter Benutzer

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    Na ja, das ist halt wie bei so vielen Sachen so:
    bei vielen hilft es,bei manchen eben nicht.

    Und nein, weder Ami noch Atarax sind Mittel gegen Schmerzen. Langfristig eingesetzt schaffen sie so etwas wie eine innere Distanz zum Schmerz. Mir fällt dann auf, aha, tut weh da, hmmm, ja, vielleicht so 5 auf der Skala? is egal, kümmre ich mich später drum. Der Schmerz zermürbt mich nicht so, macht mich nicht so fertig, selbst wenn er objektiv ganz schön heftig ist.
    Beide Medikamente wurden mir von den Schmerztherapeuten ans Herz gelegt. Und wie gesagt: Ami war jetzt nich so der Hit, Atarax schon eher.

    Aber eines muss ich noch dazu sagen : es gibt mitunter trotzdem Tage, wo die Schmerzen vielleicht schlimm sind und gewinnen. Es gibt einen dramatischen Fehler, den man in der Schmerztherapie bzw im Schmerzmanagement machen kann: es wird immer Tage geben können, an denen man sich trotz aller Kompetenz und aller (Selbst-)Hilfe und aller Medikamente einfach hundsmiserabel fühlt. Und dann darf man sich nicht einreden (lassen), dass man versagt hat. Dass man nicht alles getan hat. Dass man irgend was falsch macht. Nein, hat man nicht. Manchmal hilft eben nüscht außer aushalten, Bedaefsmedis einwerfen und breit wie tausend Nattern (puffelhexe, danke nochmal für dieses genialen Ausdruck!) auf demSofa milde lächelnd vor sich hin vegetieren.

    Liebe Grüße von der Insel
    seepfedchen
     
  4. Gast_

    Gast_ Guest

    bitte. gern geschehen. ;)
     
  5. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    Auch wenn Amytriptilin nicht zu den Schmerzmitteln gehört, wird es doch gern bei chronischen Schmerzen verordnet, weil es im Gehirn in die Verarbeitung der Schmerzsignale positiv eingreift.

    "Bei chronischen Schmerzen ist oft die Verarbeitung der Schmerzsignale im Gehirn gestört. Der Botenstoff Serotonin spielt eine große Rolle beim Aufbau eines Filters für eingehende Schmerzsignale. Durch die Beeinflussung des Serotonins kann Amitriptylin die ständige Einnahme von Schmerzmitteln ersetzen. Der Wirkstoff muss zur Schmerzlinderung dann aber regelmäßig über einen langen Zeitraum eingenommen werden."
    (Quelle: http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Amitriptylin/wirkung-medikament-10.html)



    "Amitriptylin:
    ... Einer der Gründe, warum sich das schon in die Jahre gekommene Arzneimittel immer noch hervorragend verkauft, ist die Tatsache, dass es gegen weit mehr als nur Depressionen hilft. V. a. chronische Schmerzen lassen sich durch Amitriptylin besser ertragen, ja teilweise sogar effektiv lindern. Bekannt und bewährt hat sich Amitriptylin insbesondere in der Behandlung des chronischen Schmerzsyndroms Fibromyalgie. Bei dieser u. a. durch starke Muskelschmerzen gekennzeichneten Erkrankung helfen keinerlei herkömmliche Schmerzmittel. Auch Klassiker wie Diclofenac oder Ibuprofen bringen für gewöhnlich keine Linderung. Lange genug eingenommen zeigt Amitriptylin bei Fibromyalgie-Patienten eine gewisse schmerzlindernde Wirkung.

    Außerdem fördert es effektiv den Schlaf, was für die Erholung der schmerzgeplagten Betroffenen essentiell ist. Die Patienten empfinden die Schmerzattacken als nicht mehr so belastend und entwickeln eine gewisse Distanz. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund erstaunlich, als dass Amitriptylin bekanntermaßen ein Antidepressivum und kein Schmerzmedikament ist. Zu beachten ist, dass bei Fibromyalgie (und weiteren Schmerzerkrankungen) eine weit geringere Dosierung (5 – 25 mg) gewählt wird, als bei der Behandlung von Depressionen (100 – 150 mg). Wegen seiner leicht beruhigenden Wirkung sollte Amitriptylin abends eingenommen werden. Ein entscheidender Unterschied zu den modernen Antidepressiva, die einen eher antriebssteigernden Effekt besitzen."
    (Quelle: http://www.medizin.de/ratgeber/amitriptylin.html)


    Puffel, ich wünsche dir sehr, dass es dir hilft! :)
     
  6. Gast_

    Gast_ Guest

    Danke schön Nachtigall. :)
     
  7. Loli65

    Loli65 Guest

    Hallo Puffel...

    wie kommst du denn mittlerweile mit dem Amitriptylin zurecht?

    würde mich brennend interessieren, weil ich von meinen bisherigen Medis mal weg will...
     
  8. Gast_

    Gast_ Guest

    mußte gleich nach dem zweiten
    Mal abgesetzt werden. übel und schwindel.
    noch schlimmer als beim Morphium.
    ich wäre beinahe gefallen. und Aussetzer
    hatte ich. ich saß Nachts auf dem Klo
    und wußte nicht warum und auch nicht,
    wie ich da hin kam.
     
  9. moi66

    moi66 Registrierter Benutzer

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    och Puffel.. das tut mir so leid für Dich!
    Da ich gut mit dem Amy klar gekommen bin, hab ich gehofft, es hilft Dir auch.
     
  10. nina0808

    nina0808 Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    ich nehme das Ami mittlerweile seit ungefähr einem Jahr. Angefangen habe ich mit 25mg bin aber jetzt schon bei 150 mg. Seitdem ich das nehme, kann ich endlich wieder vernünftig schlafen. Die einzige Nebenwirkung die ich ab und zu habe ist Mundtrockenheit, aber sonst nichts.
    LG
    Nina
     
  11. Anonym1337

    Anonym1337 Neues Mitglied

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    Kurze Frage, kann es bei 10 mg schon zu neben Wirkungen wie Stimmungsaufhellend oder gar Libidoverlust kommen? Hätte da in der Vergangenheit schon einige Probleme mit Anti-Deressiva und brauch das ehrlich gesagt nicht noch mal.
     
  12. sternschnuppe84

    sternschnuppe84 Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    das ist eine sehr geringe Dosierung, aber trotzdem kann man das so pauschal nicht sagen, denn jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Ich fürchte da hilft nur ausprobieren und Nutzen und evtl. Nebenwirkungen abwägen....

    Sternschnuppe
     
  13. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Hallo Anonym,

    wenn ich mich richtig erinnere, wurde mir das mal so gesagt, wenn es eine so niedrige Dosierung it dann wirkt das nur auf das Schmerzzentrum im Gehirn oder so ähnlich. Den genauen Wortlaut hab ich leider vergessen.
     
  14. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Wenn das Medikament gegen Depris zum Einsatz kommt, ist die Dosierung sehr viel höher. Damit hab ich auch meine Erfahrungen ;).
    Ich nehm 25 mg und komm damit gut zurecht.
     
  15. Clara07

    Clara07 Registrierter Benutzer

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    Hallo Anonym,

    bei mir wirkt es mit 10mg ein wenig stimmungsaufhellend. Eben so viel, dass es die Gereiztheit, die mit Rheumaschmerzen einhergehen kann, mildert. Es soll die (Über-)Bewertung des Schmerzes modulieren. Es macht mich überhaupt nicht hyperaktiv oder gar manisch.

    Libidoverlust habe ich nicht gemerkt. Da kann man mal nach Neuropathien durch erhöhtem Blutzucker schauen.

    Bei Langzeiteinnahme von Amitriptylin wird ein kurzes EKG nach einem Jahr empfohlen. Das zur Sicherheit, da es in extrem seltenen Fällen auf das Herz gehen kann.

    Allgemein gilt Amitriptylin wegen der sehr langen Erfahrung als das sicherste und am wenigsten Nebenwirkung erzeugende Schmerz- bzw. Antidepressivum. Das wurde mir auch persönlich von mehreren erfahrenen Psychiatern bestätigt. Die probieren schon 30 Jahre lang immer neue Medikamente aus, um das auf den Patienten passende zu finden. Bei psychischen Störungen haben inzwischen andere Psychiatrika die Nase vorn. Nur bei wenigen Menschen ist es da das Mittel der Wahl. Menschen sind eben sehr individuell, was viel Geduld verlangt.

    Liebe Grüße
    Clara
     
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