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Alte, "erfahrene" Hasen gesucht/ langj.Poliarthritis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Tschu, 5. März 2004.

  1. Tschu

    Tschu Guest

    Liebe Leser(innen),

    Tschu sucht Rat für 61j., gerade verwitwete ( , seit 20 Jahren an Poliarthritis leidende Schwägerin, die z.Zt. in jeder Hinsicht "down" ist.
    Akutes Probleme/bzw. Folgeerscheinung der langjährigen Erkrankung: Druckgefühl im Oberbauch, Appetitlosigkeit wg. entzündeter Bauchspeicheldrüse...entzündungshemmende (Arthritis)Medikamente deshalb derzeit abgesetzt. Blutwerte deuten möglicherweise auf den Beginn einer Diabetes hin .
    Das Dumme ist noch, daß meine Schwägerin in New York lebt, und die Ami-Ärzte um sie rum reine Schulmediziner... nach einer Hüftoperation im kommenden Juni will sie mich aber besuchen und so sammle ich jetzt möglichst viele Hinweise...

    Zum Beispiel:
    -wer kann psychosomatisch orientiertes Rheumazentrum in Bayern empfehlen?
    -wer hat Erfahrung mit grundlegender Therapieänderung nach langjähriger rein schulmedizinischer Behandlung bzw. gute Erfahrung mit alternativen/ergänzenden Behandlungsmethoden?
    -wem fällt speziell zum Thema Bauchspeicheldrüse etwas ein?

    Ich bin sehr froh, daß es dieses Forum gibt und danke schon vorab mal jedem engagierten Mitwirkenden! ganz herzlich, Tschu
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Tschu,

    im KH lag mit mir im Zimmer eine Frau mit chron. Bauchspeicheldrüsenentzündung. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Drüse nicht mehr operiert werden kann (weil sehr verhärtet, schon stark verkleinert und mit wichtigen Blutgefäßen verwachsen), erklärte man ihr sinngemäß folgendes:

    Die Bauchspeicheldrüse wird mit Fortdauer der Entzündung zur Narbe schrumpfen und irgendwann keine Schmerzen mehr verursachen. Bis dahin wurde ihr eine wirksame Schmerztherapie empfohlen, bei gleichzeitiger Gabe von hochkalorischer Nahrung. Mit der zunehmenden Vernarbung der Bauchspeicheldrüse wird die Insulinproduktion aufhören, so dass sie eines Tages insulinpflichtige Diabetikerin sein wird.

    Ich weiß, dass das nicht gerade rosige Aussichten sind. Aber ich denke, es ist besser, irgendwann insulinpflichtig zu sein und ansonsten ein normales Leben führen zu können, als ständig diese kräftezehrenden Schmerzen zu haben. Insofern stünden zunächst eine gut wirkende Schmerztherapie und eine spezielle Diät (u.a. kein Alk, kaum Zucker) an. Außerdem muss regelmäßig der Blutzucker kontrolliert werden.

    Deiner Schwägerin alle Gute! Liebe Grüße von
    Monsti
     
  3. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Pankrealitis

    Hi Tschu
    Ja eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse deutet darauf hin, daß die Verdauungsenzyme die die Bauchspreicheldrüse produziert nicht in der Darm gelangen.
    Monsti hat das richtig beschrieben, es kann prinzipiell so sein, daß die Bauchspeicheldrüse sich quasi selber verdaut. Eine Diabetis, möglich wie von Monsti beschrieben kann die Folge sein. Somit sollte man die Ursachen schon versuchen zu erkennen.
    Oft sind Nebenwirkungen von Medikamenten oder Gallensteine für diese Erkrankung verantwortlich. Bei Rheumapatienten liegt die Vermutung, Nebenwirkungen von Medikamenten schon nahe.
    Also richtig wäre es schon, wenn ein Internistischer Rheumatologe sich das genauer ansieht. Empfehlenswert ist sicher eine stationärer Aufenthalt, weil in dem Fall eine genaue Analyse besser möglich ist.
    Ist allerdings nur die Frage, wie das alles versicherungstechnisch machbar ist.
    Eine stationäre Einweisung bei Beschwerden mit der Bauchspeicheldrüse ist in Deutschland unproblematisch und wird zum Beispiel bei starken Schmerzen als begründet angesehen.
    Vielleicht kommen zu den medizinischen Bereichen noch Hinweise von unseren Bayern.
    Also ersteinmal gute Besserung für Sie und einen Gruß aus Berlin "merre"
     
  4. Tschu

    Tschu Guest

    DANKE Monsti und Merre!

    Herzlichen Dank Ihr beiden für Eure Beiträge!
    Der Stand der Dinge ist der, daß meine Schwägerin nun ein drittes Mal in der Klinik untersucht wird, sie wollen nochmal "hineingehen" und die Verbindung Leber - Galle - Bauchspeicheldrüse untersuchen, da die Ursache ihrer Übelkeit noch nicht wirklich geklärt war (Bauchspeicheldrüse ist leicht vergrößert, evt.Gallensteine?) Erst nach diesen diagnostischen "Versuchen" (es wurde ihr angekündigt, daß es ihr schlechter gehen könnte, weil das Kontrastmittel, das sie verwenden werden, ihre Bauchspeicheldrüse zusätzlich reizen könnte...!) wird es Behandlungsvorschläge geben...
    Und zu all dem brauchen sie jetzt schon 6 Monate, es ist unglaublich!
    Ich komme wieder in's Forum, wenn es neue Nachrichten gibt.

    Alles Gute für Euch, herzlichst Tschu