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Alles genauso unklar wie vorher - oder nicht?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von anne136, 25. August 2008.

  1. anne136

    anne136 Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    So, ich melde mich auch mal wieder. Ich habe das Gefühl, in den letzten Wochen nicht wirklich schlauer geworden zu sein. Oder vielleicht doch - je mehr Ärzte man fragt, desto mehr Antworten bekommt man.
    Wie schon öfter geschrieben, hat mein Orthopäde den Verdacht einer rheumatischen Erkrankung ausgesprochen und mich zum Rheumatologen überwiesen.
    Seit langer Zeit habe ich Schmerzen im Bereich der Sehnenansätze des/und im Kreuzdarmbeinbereich.
    Der Rheumatologe hat etliche Blutuntersuchungen durchgeführt, eine körperliche Untersuchung, Röntgen und MRT.
    Die BSG ist erhöht, ein Rheumafaktor grenzwertig. Alle Gelenke sind frei beweglich, Sehnenansätze im Kreuzdarmbeinbereich schmerzhaft, Röntgen und MRT unauffällig, kein bildlicher Nachweis einer entzündlichen Veränderung. Dass die Cortisonstoßtherapie zweimal erfolgreich war hat keine Bedeutung, Cortison ist ein Hormon, dass nicht nur entzündungshemmend wirkt.
    Nun gut, ich bin ja irgendwie froh, dass die Befunde so gut waren (der grenzwertig erhöhte Rheumawert bedeutungslos). Der Rheumatologe meinte, dass es eine Fibromyalgie im Anfangsstadium sein könnte. Aber auch auf Fibromyalgie passen die Symptome nicht wirklich, die Tenderpoints sind nicht auffällig, einzig und allein der Kreuzdarmbeinbereich.
    Seit zwei Monaten habe ich nun Schulterbeschwerden, mit nachweisbarem Erguß in der Rotatorenmanschette. Die Beschwerden traten nach einem Chorkonzert auf, vom Notenhalten habe ich die Beschwerde bekommen. Diese haben bis jetzt nicht auf die Therapie meines Orthopäden angesprochen (anfangs bin ich nicht zum Arzt und habe abgewartet, aber da es nicht besser wurde, mußte es doch sein). Für die Schulterschmerzen habe ich Ultraschalltherapie und Jontophorese bekommen, da diese wirkungslos blieb, habe ich heute Cortison in die Schulter gespritzt bekommen und nach nur vier Stunden merke ich jetzt schon Besserung (oder bilder ich es mir ein?). Da ich in der Kniekehle auch noch Beschwerden bekommen habe, steht nun noch ein MRT-Termin an, evtl.der Meniskus?
    Die Hautveränderungen an den Händen, bei der kurz der Verdacht auf Psoriasis bestand,hat sich nicht bestätigt (Neurodermitis plus Pilzinfektion )
    Irgendwie weiß ich zur Zeit selbst nicht mehr, was ich noch denken soll. Ich freue mich ja, wenn nichts bei rumkommt und ich gesund bin, aber irgendwie verunsichert mich die Uneinigkeit der Ärzte.
    Wie lange bleibt eine Fibromyalgie im Anfangsstadium, (habe seit Jahren gleichbleibende Schmerzen)? Ich dachte, bei Fibro wandern die Schmerzen und treten nicht ausschießlich an den gleichen Stellen auf.
    T´schuldigung, fühle mich total verunsichert und weiß nicht, worauf das alles hinausläuft.
    Ich kann mit meinen Problemen und Schmerzen durchaus leben, es könnte viel schlimmer sein und ich lass mich davon nicht aufhalten, aber es verunsichert mich.
    Ich würde so gerne nächstes Jahr die 1100km auf der Via Plata pilgern, aber mit den Kniekehlenschmerzen schaffe ich mit Mühe 15km und humpel schon lange vorher. Ja, viele haben hier ganz andere Sorgen, aber ein riesengroßer Traum von mir ist die Via Plata. 1100km Pilgermarsch von Sevilla nach Santiago und ich kann diesen Gedanken nach den trotzallem geschafften über 700km auf dem Camino Frances noch nicht aufgeben.
    Was soll ich tun?
    Wie äußert sich bei euch die Fibromyalgie?
    Irgendwelche Tips, Ratschläge, Erfahrungsberichte?
    Gruß und danke für´s Zuhören/Lesen, ich mußte meine Gedanken mal loswerden.
    Anne
     
  2. pablo56

    pablo56 Neues Mitglied

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    kleiner hinweis

    hallo, liebe anne

    ich muß mich zu deiner "geschichte" äußern. bin selbst am 2.6. am meniskus (diagnosestellung nach mrt) operiert worden und denke heute, daß mein damaliger "meniskusschaden" schon ein rheumatischer prozeß war. (habe seit einigen wochen die diagnose chron. polyarthritis)
    bitte beachte, ob du die klassischen meniskuszeichen (beim orthopäden) hast. bei mir fehlten sie, obwohl der orthopäde meinte, das gäbe es schon mal. mrt-aufnahmen sind keine "fotos" sondern berechnungen, daher zeigt eine mrt schon mal einen meniskusschaden an, obwohl keiner vorhanden ist, und umgekehrt. sprich das mal bei deinem orthopäden an.
    ich wünsche dir recht bald klarheit
    gruß Pablo 56 aus essen
     
  3. anne136

    anne136 Neues Mitglied

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    Danke für deine Antwort.
    Laut meinem Orthopäden habe ich eine seronegative Polyarthritis. laut Rheumatologen nicht.
    Eigentlich sollten die Rheumatologen als Fachmänner doch Recht haben. Aber wenn jeder auf seine Diagnose beharrt, was soll ich denn da noch glauben. Eigenltich denke ich, dass ich mich selbst als Krankenschwester gut auskenne, aber der Orthopäde hat auch nicht Unrecht, denn der Erguß ist definitiv da, wodurch auch immer bedingt.
    Fühle mich verunsichert, ratlos oder habe ich einen Psychoknacks? Wenn alles okay ist, muß es doch psychisch sein, oder???
    Gruß Anne
     
  4. Lilly

    Lilly offline

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    hallo anne,

    die erhöhte blutsenkung zeigt ja an, dass du eine entzündung im körper hast... wurde das crp auch gemessen?
    war der rf über oder unter der referenzgrenze? wurde das anti ccp auch getestet?

    wenn ich so lese, welche beschwerden du hast, würde ich eher deinem orthopäden vertrauen.
    die aussage deines rheumatologen, dass es sich um eine beginnende fibromyalgie handeln könnte, ist für mich wieder mal eine typische verlegenheitsdiagnose (die fibro ist eine nicht entzündl. erkrankung, bei dir ist aber die blutsenkung erhöht- was eine primäre fibro praktisch ausschließt!)

    wurde der HLA B27 marker getestet?

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    ACR-Kriterien

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    ich würde an deiner stelle eine 2 meinung eines internistischen rheumatologen einholen!
     
    #4 26. August 2008
    Zuletzt bearbeitet: 26. August 2008