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Ärztliches Unverständnis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Skippylein, 12. Oktober 2006.

  1. Skippylein

    Skippylein Neues Mitglied

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    Hallo an Alle...

    ich lese seit einigen Monaten hier im Forum mit und war mehr im Hintergrund..
    Irgendwie las ich die gleiche Beschwerden und mir wurde klar, dass ich nicht alleine bin mit meine Beschwerden...
    Ich habe seit über 20 Jahren Rückenprobleme, wurde auch geröntgt, Diagnose HWS-Syndrom, LWS-Syndrom.. Übliche Behandlungen und ich war seither nicht mehr beim Orthopäden... Ich dachte, da muss ich nun mit Leben und mach das beste daraus... Jammern hilft mir auch nicht weiter...

    Bei einem Sturz vor ca. 10 Jahren wurde ich geröntgt am Sprunggelenk... War glücklicherweise nichts... Diagnose : Sie haben Hackensporn... Na gut, muss man mit Leben, dachte ich..

    Seit ein paar Jahren arbeite ich im Einzelhandel... Anfangs, dachte ich die Schmerzen kommen daher, dass der Körper erstmal sich daran gewöhnen muss, diese Tätigkeit auszuüben... Mit Vitamine-Präparate versuchte ich das in Griff zu bekommen... Nach einem 3/4 Jahr Arbeit war ich zum ersten Mal beim Dok und nach den Röntgen.. Diagnose: Sie haben Arthrose an beiden Daumen... Da kann man eh nix machen... Ich bekam eine Daumenmanschette... Wiederum dachte ich, da musste halt durch...

    Jeden Tag erlitt ich höllische Schmerzen.. Zähnebeissend kämpfte ich mich durch.. Eines Tages ging es nicht mehr... Trotz Daumenmanschette, konnte ich nicht mehr zugreifen... Wieder Dok: Sehenscheidenentzündung, Diclo, Gipsschiene und krankgeschrieben... Half nix und da wurde ich wiederum an den Händen und Sprunggelenke geröntgt: Diagnose: Hackensporn aber nun doch keine Arthrose...
    Szintigraphie, Rheumatologe, Neurologe und die Palette durch...

    Blutergebnisse waren ok laut Hausarzt und Rheumatolge (Spechstundenhilfe)

    Szintigraphie: Geringfügige Speicherungsvermehrungen ergeben sich etwas inhomogen in den beiden Handgelenken, Schulterngelenken sowie in den Kniegelenken und Sprunggelenken. Ansonsten zeigt die Wirbelsäule noch eine mäßige linkskonvexe Schwingung... Die Gelenksveränderungen bei den oberen und unterne Extremität können ein Hinweis auf eine Gelenksystemerkrankung sein....

    Neurologe: Karpaltunnelsydrom wurde festgestellt...

    Rheumatologe: Das sind Abnutzungen, Rheuma glaubt er nicht... Nach Untersuchung, immernoch auf Abnutzung, da meine Knochen ziemlich knirschen laut Aussage...

    Nun bin ich seit 5 Monaten krank und Orthopäde meinte nun darf ich Hamburger Modell machen, da man nicht wirklich was festgestellt hat... Habe ich auch versucht und musste das abbrechen.... Ich hielt es einfach nicht aus...

    Nun der Hammer... Krankenkasse angerufen damit sie mir das ok geben wegen Abbrechen.. Krankenkasse stimmte zu und sagten, ich soll mit dem behandelnden Arzt sprechen... Seine Aussage: Ja, wenn ich das nicht mehr machen kann, soll ich doch einfach kündigen, er schreibt mich nun gesund, von ihm bekäme ich keine Krankmeldung und ich brauche auch nicht mehr zu ihm in die Behandlung kommen...
    Ach nun kommts... Ich hätte Abnutzungen und er glaubt das wäre psychischsomatisch bedingt... Ich dachte mich streift ein Bus... Was ist nun los? Nur weil ich es nicht mehr aushalte und HM abbreche und die Behandlungen ausgeschöpft sind, bekomme ich nun ein Tritt in den Hintern? Hätte er mir das nicht gleich sagen können, dass es angeblich psychischsomatisch ist und warum 5 Monate Behandlungen und Überweisungen wegen osteoarthritische Schmerzen und Verdacht auf rheumatische Arthritis?
    Aber weiterhin in Behandlung beim Rheumatologen, wenn ich nicht wirklich was habe?
    Ich bekam gestern eine Überweisung zum Neurologen: chronische Schmerzen v.a. psychischsomatische Störung????
    War ich heute auch und der nächster Hammer: Ich erzählte der Ärztin was los war und war ganz offen... Ihre Aussage: Sie glaubt nicht dass ich psychischsomatisch krank bin... Weder fragte Sie, welche Medikamente ich zur Zeit einnehme aber aus dem Arzneischränken bekam ich Tabletten gegen Depressionen und mir wurde gleich gesagt eine Krankmeldung bekomme ich nicht, da ich schon 5 Monate krank war... Komisch war, dass ich sie garnicht wegen Krankmeldung angesprochen habe..

    Irrsinnig: HM wurde unterbrochen... Ich kann net arbeiten aber kein Arzt mich wirklich behandeln will weil ich zu lange krank bin und angeblich nix habe...
    Ich bin wohl ein Simulant... Ich verstehe die Welt nicht mehr...



    Gruss
    Skippylein
     
    #1 12. Oktober 2006
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2006
  2. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Odyssee

    Hallo, Skippylein,
    ich habe Deine Leidensgeschichte hier - wie andere sicher auch -aufmerksam gelesen.

    Du bist nicht die Einzige, die durch "die Mühle" der Arztpraxen "gedreht" wird und sich am Ende wie die "Gelackmeierte" vorkommen muss.
    Die einzige Chance, die Du hast: Du musst versuchen, Deine Ärztin zu überzeugen, dass Deine Beschwerden so sind wie sie sind.

    Übrigens: Psychosomatische Ursachen sind heute nicht selten durchaus Grund für organische Beschwerden - das weiß aber jeder "aufgeklärte" und patientenorientierte Arzt, wenn er nicht gerade seine Patienten nur "durchwinkt", so wie ein Polizist die Autos an der Straßenkreuzung.

    Psychosomatische Diagnosen wären deshalb nichts "Minderwertiges". Dauer-Stress ist beispielsweise häufig verantwortlich für viele negative Veränderungen im Körper.

    Ich wünsche Dir:) , dass es Dir gelingt, einen aufmerksamen, patientenverständigen Arzt zu finden und drücke Dir die Daumen!

    A. St.
     
  3. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Hallo Skyppilein,

    wenn ich Deinen Beitrag so lese, habe ich fast den Eindruck, dass da auch handfeste wirtschaftliche Belange dahinter stehen und nicht einmal so vordergründig das Verständnis bzw. Unverständnis der Ärztin für Deine Situation. Ich würde auch nochmals versuchen mit ihr zu reden und diese belastende Situation zu schildern. Es kann doch nicht sein, dass man als Betroffener einfach so im Regen stehen gelassen wird! Vielleicht gibt es bei Deiner Krankenkasse so etwas wie einen Beratungsdienst für Patienten zu medizinischen Leistungen, wo man auch noch nachfragen könnte. Du brauchst dringend Hilfe und musst sie einfordern. Ich weiß selber, wie schwierig das zuweilen ist. (Bin selber mal etliche Monate in lebensbedrohlichem Zustand durch die Gegend gelaufen - natürlich, ohne es zu wissen; und das nur, weil Ärzte verschiedene Aufnahmen "falsch" interpretierten und es nicht für nötig hielten, mir trotz offensichtlicher schwer wiegender Probleme, mir zu helfen bzw. Hilfe zu vermitteln).
    Versuch es trotzdem. Ich wünsche Dir dazu die nötige Kraft und das Stehvermögen.

    lg
    Susanne
     
  4. uli

    uli Mitglied

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    Hallo Skyppilein,
    deine Szinti weist auf eine Arthritis hin. Wie hoch ist deine BSG( Blutsenkung)? Wie sieht dein Rheumafaktor und dein ccP-Wert aus? Bitte schau dir deine Blutergebnisse an und dann lass dir ggf. einen Termin bei einem Rheumatologen aus unserer Ärzteliste geben.
    Schreibe deinen Beitrag in den "Erfahrungsaustausch", dann werden dir mehr User antworten.

    Lieben Gruß

    Uli
     
    #4 14. Oktober 2006
    Zuletzt bearbeitet: 16. Oktober 2006
  5. Skippylein

    Skippylein Neues Mitglied

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    Hallole an Alle...


    danke Euch für die Antworten...

    Kann man das nicht im Erfahrungsbereich verschieben?

    Ich war einfach stinksauer, verzweifelt und sehr traurig darüber, dass es leider immer weniger Ärzte gibt die patientorientiert sind und sich vorallem auch für die Patienten einsetzen, wenn es vielleicht auch Ärger mit Ärztekammer, Krankenkassen usw. gibt...
    Ich war auch auf mich selber sauer, denn ich bin kein Typ wo beim Arzt jammert und die Ärzte mich deshalb nicht richtig ernstgenommen haben... Ich denke, wenn man seit Jahren unter Schmerzen lebt, man gewöhnt sich das an... zähnebeissend, ja nicht anmerken lassen, dass man vielleicht doch krank sein könnte...



    Ja das weiss ich zu gut, da spreche ich aus Erfahrung... mein Ex leidet seit über 20 Jahren darunter und Familie und ich litten mit ihm.... Dauerstress auf Arbeit aber auch seelische Stress können das herbeiführen... Wenn einfach Körper und Seele nicht miteinander harmonieren aus welchen Gründen auch immer...



    Leider weiss ich keine genaue Angaben über meine Blutwerte... Ich bekomme immer nur die Antwort... Ist alles Ok... Beim Rheumatologen auch... Der Rheumatologe wurde von meinem damaligen Orthopäden empfohlen und steht hier auch in der Ärzteliste....

    Allerdings bin ich wieder mit ein bisschen Hoffnung weitergekommen... Ich habe endlich mein Orthopäden gewechselt und leider war der Dok. nicht da aber eine Verteterin und sie hörte mir ganz genau zu... Ihr fehlen auch die Blutwerte...
    Sie meinte auch, wenn es "nur Abnutzungen" sein sollten, kann man auch Therapien (Basistherapie).. Auf jeden Fall meinte sie, dass man doch endlich mal näher und gründlicher schauen sollte.. Am Dienstag habe ich dann auch ein Termin beim Dok (geplant mit viel Zeit) und das hört sich schon mal besser an.. Ich hatte auf jeden Fall ein viel besseres Gefühl... Das Gefühl dass man mich ernst nimmt und nicht da musste mit Leben, sondern sich zu bemühen die Ursache zu finden....

    Ich wünsche uch einen schönen Sonntag

    Gruss
    Skippylein
     
  6. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Hallo Skyppilein,

    na, das hört sich doch schon etwas anders an! Wie Du habe auch ich noch keine exakte Diagnose, aber die Symptome sind den Deinen sehr ähnlich, und mein Doc tippt schon ziemlich selbstbewusst auf CP. Neulich habe ich ihm erzählt, dass ich frühmorgens beim Frühstück wg. der schmerzenden Hand- und Fingergelenke (besonders Daumen) schon keine1/4-Liter-Tasse mehr nehme, sondern nur noch die kleineren, die eben leichter sind, da laufe ich wenigstens nicht Gefahr, dass sie mir aus der Hand rutscht ... Hat er richtig große Augen bekommen! Ich sehe sein erstauntes Gesicht noch immer vor mir. Wahrscheinlich müssen wir den Ärzten mit aller Deutlichkeit sagen, was es im Alltag heißt, mit diesen Unzulänglichkeiten zu leben (das können sie schließlich nicht wissen), damit sie sich richtig ein Bild machen, hineinversetzen und entsprechende Therapien usw. einleiten können. Also bitte, nicht zurückhalten, sondern die Probleme genau so schildern, wie sie eben sind. Ich weiß, das kostet zunächst Überwindung, ging mir schließlich genau so, aber ich denke, am Ende lohnt es sich schon.
    Viel Erfolg auch für Dich. Halte uns doch bitte auf dem Laufenden.

    lg
    Susanne
     
  7. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo Skippylein,

    eine gute Idee wäre sicherlich, von allen Ärzten Kopien Deiner Befunde einzufordern. Auch die Herausgabe Deiner Rö.-Bilder. Zur Not bezahlst Du dann eben für die Kopien. Aber dann hast Du alles beieinander und kannst Deinem Dr. ggfls. alles vorlegen. Laß Dich nicht abwimmeln, es steht Dir zu! Und dann: alles auf Anfang, nochmal von vorne. LG von Elke.
     
  8. Skippylein

    Skippylein Neues Mitglied

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    Hallole an Alle...

    heute war ich bei neuem Orthopäden...
    was ich lustig fand...

    er: und welche Schmerzen haben sie?
    ich: Hände, Hand- und Fingergelenke, Schulter, Hüften,Sprunggelenke, Fußzehe, Rücken und Knie
    er: ich kann doch nicht alle Gelenke auf einmal behandeln und schaute meine Röntgenbilder dabei an... ich soll ihm sagen wo die Schmerzen am heftigsten sind...
    ich: (dachte) na die wo ich eben aufgezählt habe, was ist das wieder für ne Frage?... sagte aber Hände und Füsse.. öh...

    Laut Aussage der Arztes hätte ich eine rheumatische Erkrankung, aber nicht schlimm, da keine Verkrümmungen vorhanden sind... :rolleyes: und man schliesslich Rheuma nicht immer durch Laborwerte festzustellen ist... :)
    dann wegen meine Blutwerte, da ich keine Befunde vorlegen konnte aber nach Beschreibung meiner Beschwerden, drückte er mir nach dem Gespräch meine Karteikarte in der Hand... Fibro ist seine Diagnose...
    Nun habe ich Arthritis, Arthrose und Fibro laut Ärzten... Bin mal gespannt welche Diagnosen die Ärzte noch finden... :)

    Am Freitag soll ich auf jeden Fall wieder kommen, da ich mit "Celebrex" anfangen soll und laut Aussage vom Dok "man muss erstmal herausfinden, welches medi anschlägt... es gibt soviele und die meisten zu Magenbeschwerden führen"... Hat jemand schon Erfahrungen mit diesem Präparat?

    Jetzt habe ich allerdings doch noch Fragen, welche mich beschäftigen...
    Ich bin im Einzelhandel tätig, fast täglich Wareneingang und körperliche Höchstleistung, musste wie oben beschrieben Hamburger Modell wegen Schmerzen abbrechen, bin bis 25. krankgeschrieben aber Ärzte sich wehren wegen weiterer Krankschreibung... Immer die gleichen Aussagen "da kommt man net durch, das gibt Ärger mit kk und Ärztekammer... Aber als Patient wo man eindeutig krank ist, hilft das recht wenig... denn wenn ich arbeiten könnte hätte ich HM net abgebrochen... :confused: Heisst das nun, 1 Tag arbeiten nächsten Tag wieder krank?... Das bringt mir nix und Arbeitgeber erst recht nix... Soll ich eher Dok ansprechen wegen Attest, denn auf diesem Beruf sehe ich gesundheitlich wenig Chancen auf Dauer das weitermachen zu können...
    Bin für jeden Tip dankbar...

    Gruss
    Skippylein
     
  9. Chrispin

    Chrispin Neues Mitglied

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    Hallo

    Hallo,
    Deine Krankheitsgeschichte ist mit meiner zu Vergleichen, zumindest auf den ersten Blick. Klingt schon sehr nach einer rheumatischen Erkrankung.

    Das Problem ist, dass man das nicht immer im Blut sieht.

    Indikatoren für Rheuma sind u.a.:
    Schmerzen in Gelenken und oder Muskulatur/Bindegewebe, Steifigkeit, Schwellungen (war bei mir aber über Jahre nichts zu sehen), Bakerzysten in den Knien (mit Ultraschall zu sehen, aber kein Muss), Schlappheit, Müdigkeit, etc... eine Vielzahl bei jedem auch individuell von Symptomen.

    Zu deiner Frage:
    Ich habe eine Weile Celebrex bekommen, aber das ist *bloss* ein hochwirksames Schmerzmittel. Leider habe ich nach ein paar Wochen vermehrt Blutergüsse bekommen und der Arzt hat es ganz schnell abgesetzt. Das ist meine individuelle Erfahrung damit und sicherlich selten! Die Schmerzen hat es ganz gut gedämpft, allerdings kann dieses Mittel alleine nicht reichen bei Rheuma.

    Wichtig ist, dass du dich nicht abwimmeln läßt!!!!

    Klar, wer will schon Rheuma haben, aber wenns nicht erkannt wird.....!!!!

    Alleine die Kombination von Basistherapeutika wie z.B. Alzufidine, Quensil, und oder auch Metrotrexat (Metex) können die Symptome lindern oder gar Verschwinden lassen. Ich bin leider schon seit 10 jahren davon betroffen und das Kraut, dass mir hilft muss noch gefunden werden. Mich wollten sie damals als Psycho anstempeln, weil man nichts im Blut gefunden hat *lächerlich*!

    Leider kann ich dir keinen guten Arzt empfehlen, aber schau mal unter Ärtzeliste auf unserer Seite, vielleicht ist ja ein guter in deiner Nähe dabei?

    Bei der Vielzahl von Problemen sind die meisten Ärzte wie z.B. Orthopäden überfordert. Geholfen hat mir von denen auch niemand.
    Fazit ist, dass man unbedingt mal bei der Rheumaliga oder hier anfragen sollte nach GUTEN RHEUMATOLOGEN!!!!!

    Bist du eigentlich schon auf Borreliose untersucht worden (Infektion durch Borrelien, die zu Rheuma führen kann). Hier ein Info link:

    http://www.borreliose-bund.de

    Ansonsten sind Veranlagung, Stress, falsche Ernährung , körperlich einseitige Anstrengungen etc. Rheuma begünstiger.

    Ich wünsch dir noch einen langen Atem und alles alles Gute
    bis denne
    Chrispin
     
  10. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Zum Thema "Celebrex"

    Hallo,
    kurz zu Celebrex, die ich seit einem halben Jahr (zusätzlich zu anderen Schmerz-Medikamenten) nehme (ich nahm früher das inzwischen verbotene Bextra, Celebrex ist ein ähnliches Medikament, aber zugelassen):

    Ich vertrage Celebrex relativ gut, es ist ein Schmerzmittel, das auch die Entzündungen positiv beeinflussen kann (COX2-Hemmer).

    Nebenwirkungen bei mir: Nach drei Monaten starke Herzbeschwerden, hab`s dann abgesetzt und nach zwei Wochen wieder genommen (was bleibt einem übrig...?). Dann wieder Herzbeschwerden, abgesetzt usw. - so läuft`s halt. Ach ja, auch vermehrte Müdigkeit ist nicht zu unterschätzen.

    Jeder Organismus reagiert anders, das muss man berücksichtigen.
     
  11. schaller

    schaller Neues Mitglied

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    An Skippylein

    Hallo,ein paarWorte zu Deinem Satz:Ich bin kein Typ der beim Arzt jammert".Das ist ein großer Fehler,den ich auch mache.Immer munter herunter spielen,kenne ich.Meine Tochter und Schiegertochter sind Ärzte und sie haben mir dringend geraten damit aufzuhören.Wir vermitteln ein falsches Bild von unserer Gesundheit und dadurch werden wir nicht so ernst genommen.Jammere,klage was das Zeug hält!Überwinde Dich und schildere dringend Deine Schm:) erzen und Probleme.Ich muß es auch noch üben,viel Erfolg und herzliche Grüße von schaller
     
  12. Skippylein

    Skippylein Neues Mitglied

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    Hallole an Alle....

    danke Euch wiederum für die Infos...
    Ich habe nun ein paar Tage Celebrex eingenommen und musste es gleich abbrechen... Wie bei Dir Albstein, habe ich herzschmerzen bekommen...
    Übelkeit und Juckreiz...
    Ich war heute dann beim Dok und nun darf ich Lyrica einnehmen... Er meinte auch, dass wegen meines Fibro eine Kur beantragt werden sollte und das wird auch gemacht... Da ich nun längerer Zeit schon krankgeschrieben bin, denke ich mal dass ich bald in Kur gehe oder nicht?... Dadurch hat sich erstmal meine Fragen wegen Arbeit erübrigt...
    Ich möchte auch an dieser Stelle erwähnen dass ich sehr froh bin dieses Forum gefunden zu haben... *froi*

    Gruss
    Skippylein
     
  13. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Tja, Skippylein,

    da wollen wir wohl alle hoffen, dass die Kur denn was bringt und auch die Medis helfen :) !

    Zu Celebrex: Klar, Du hast auch Herzbeschwerden bekommen, wohl unvermeidlich. Wenn man aber lange Zeit (wie viele Betroffene hier in diesem Forum) etliche "Drugs" schlucken muss, relativiert sich vieles an Nebenwirkungen und man ist am Ende gar nicht mehr so "pingelig" und eigentlich froh, dass irgendwas noch wirkt...

    Dennoch, aufpassen muss man schon :D !

    Drücke Dir die Daumen für eine baldige Kur :) !
     
  14. Skippylein

    Skippylein Neues Mitglied

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    Hallole Albstein...

    danke Dir für die schnelle Antwort...
    Drugs ist der richtige Ausdruck für solche Medis... Celebrex habe ich abgebrochen aber Lyrica ist nicht viel besser... Ich soll 4 x 75 mg am Tag einnehmen... bei 2 x 75mg haut es mich schon um (wie total besoffen)... Gehschwierigkeiten, Tunnelblick usw. Übelkeit tritt bei mir nicht auf *froi* Ich nehme da auch net mehr, egal was mir mein Dok sagt...

    Gruss
    Skippylein
     
  15. Pimboli

    Pimboli Neues Mitglied

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    Ich habe auch Fibro. Von 4 Ärzten dokumentiert. Dazu Arthrose und Sjörgren-Syndrom. Kur wurde im Mai beantragt, dann abgelehnt und ich bin in Berufung gegangen. So wie es im Moment aussieht, wird sie wieder abgelehnt.
    Bin seit Anfang Januar krank geschrieben. MDK und behandelnde Ärzte halten Erwerbsfähigkeit für stark gefährdet. Ich weiß nicht, was ich noch alles für Krankheiten bekommen muß, bis eine Kur genehmigt wird.
     
  16. Skippylein

    Skippylein Neues Mitglied

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    Hi Pimboli....

    ich habe teilweise Deine Beiträge gelesen (wegen Ablehnung zur Kur)..
    Ich drücke Dir ganz doll die Daumen, dass Du nicht wieder eine Ablehnung bekommst...
    Wie sieht das eigentlich bei Dir beruflich aus?
    Wenn Du schon seit Januar krankgeschrieben bist... Hast Du trotz Deiner Krankheit schon eine Wiedereingliederungsmaßnahme gemacht, damit man überhaupt feststellen kann, in wie weit Du erwerbsfähig bist?
    Wie ich gelesen habe bist Du der Hauptverdiener und da geht es auch um Deinen Arbeitsplatz und wie das überhaupt noch weitergehen soll, beruflich aber auch finanziell... Das kann ich gut nachempfinden wie es Dir geht... Denn einerseits ist man eben nun krank und möchte auch ernstgenommen werden und anderseits hat man auch die Existenzängste... Ich bin in der gleichen Situation, dass ich Hauptverdiener bin und eigentlich weiss, dass ich das beruflich nicht mehr packe... aber was nun? Soll ich nun kündigen... kann ich nicht... Arbeiten geht aber auch nicht... Für Rente reicht es nicht aus und die wirtschaftliche Lage sieht so aus, dass ich kaum wieder Arbeit bekomme... tja.. *grübel* Es kommt einfach noch dazu, dass man sich verloren fühlt auf allen Ebenen...
    Schlimm ist auch dieses nicht ernstgenommen werden... Ich habe das Gefühl, dass wir Kranken bald mehr über unser Krankheit wissen als die Ärzte selber aber das den Ärzten klarmachen wollen... weil wir eben als Simulanten das gegenteilige beweisen wollen und uns intensiv mit der Krankheit auseinandersetzen (Informationen aber auch Erfahrungen von Betroffenen)...

    Gruss
    Skippylein
     
  17. Pimboli

    Pimboli Neues Mitglied

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    Ich habe im März eine Wiedereingliederung versucht. 3 Stunden täglich. Bin aber nach 1 1/2 Wochen kläglich gescheitert. Mußte mich weiter krank schreiben lassen.

    Mein mich jetzt behandelnder Arzt hat an die Krankenkasse geschrieben, dass ich meine zuletzt ausgeübten Arbeiten nicht mehr machen kann, dass eine Wiedereingliederung wenig Sinn macht und die Erwerbsfähigkeit stark gefährdet ist.

    Ich weiß mir jetzt auch keinen Rat mehr. Es wird und wird nicht besser. Wenn die Kur nicht genehmigt wird, werde ich einen Rentenantrag stellen. Meine Ärzte werden den befürworten.
     
  18. Skippylein

    Skippylein Neues Mitglied

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    Hi Pimboli....



    Das gleiche ist mir leider auch passiert... 3 Stunden täglich und leider nach 14 Tagen abbrechen müssen... Ich durfte die Erfahrung machen, dass mein Orthopäde mich beschimpfte: Ich brauche nicht mehr zu ihm in Behandlung zu kommen und Krankschreibung sowieso nicht und ich wäre von ihm ab so und so gesund, denn ich hätte nur Abnutzungserscheinungen und das hat jeder... Nach 5 Monaten hat er mich zum ersten Mal dann untersucht und meinte ich hätte keine Bewegungseinschränkungen und das wäre alles psychosomatisch und er würde mich nun zum Neurologen überweisen... Er könnte nix mehr für mich tun...
    Ich war so baff und enttäuscht... mir fiel nix ein und bin heulend nach Hause... Ich wußte nur eins... Ich kann nicht als gesund wieder arbeiten und muss was unternehmen...

    Wie schon beschrieben habe ich dann den nächsten Orthopäden aufgesucht... Der diagnostierte gleich Fibro... Mittlerweile nehme ich Lyrica ein... Celebrex habe ich net vertragen... Bei Lyrica bin ich wie im betrunkenen Zustand... Schmerzen sind leicht geschwächt... Aber Betrunkenen spüren ja auch keine Schmerzen... Ob das gut ist? keine Ahnung... Beim 2. Termin lag gleich ein Schreiben von meine Krankenkasse und er füllte das aus und meinte: es wäre besser wenn ich nun in Kur gehen würde... (psychosomatisch)... Beim 3. Termin zweifelte er wieder ob eine Kur mir wirklich was bringen würde?

    Beim Neurologen war ich ja dann auch wegen Überweisung... Ich schilderte Ihr mein Leiden und sie meinte: Na psychischsomatisch sehe ich nicht aus... aber drückte mir gleich Trevilor in die Hand... 1. Frage ich mich: Hat jeder wo psychischsomatisch Leiden hat einen Stempel auf der Stirn?... 2. Warum drückt sie mir obwohl ich in ihre Augen nix habe Antidepressum in die Hände... Ich habe die Tabletten zuerst mal nicht eingenommen...

    Diese Woche war ich beim Rheumatogen... Ich las hier viel im Forum wegen Schmerztagebuch usw und habe mir so ein Plan erstellt und ausgefüllt.. Beim 1. Termin meinte er nur... er vermutet das sind nur Abnutzungen... genau die gleiche Aussage wie mein 1. Orthopäde... Ich muss auch noch dazu sagen... Der Rheumatologe wurde mir von meinem 1. Orthopäden, welches mich dann so beschimpfte vorgeschlagen, denn die zwei hatten zusammen studiert... Beim 2. Termin dachte ich, wenn ich Schmerztagebuch und Schmerzprotokoll vorlege, dass er sich das anschauen würde und vielleicht auch auf mich eingehen würde, was ich eigentlich von einem Spezialisten erwarte... War ihm aber sowas von egal... Es ging ihm blos um die Auswertung der Blutwerte... Beim Nachfragen von mir wegen Befund und Kopie meinte er nur, dass hätte mein 1. Orthopäde erhaten... Als ich ihm darauf hinwies, dass ich nicht mehr bei ihm in Behandlung bin und mein jetziger Orthopäde diesen Befund haben wollte, ging er garnicht darauf ein... Er meinte nur, Befund würde an Hausarzt gehen... Dann erzählte ich ihm, dass mein jetziger Orthopäde Fibro festgestellt hatte, dann plötzlich obwohl ich doch nur Abnutzungen habe, bot er mir eine Funktionstraining an... Auf Anfragen, wann ich wieder zum nächsten Termin erscheinen soll: "nur nach Bedarf".. Meine Meinung ist: keine Behandlung beim letzten Dok also sollte ich auch nícht unbedingt zu ihm... Aber glücklicherweise gibt es noch genug...

    Naja nun habe ich endlich nach 2 Monaten meine Blutergebnisse... BSG ist halt erhöht... Wurde bei mir aufs Rauchen geschoben... Obwohl erhöter BSG eigentlich aussagt, dass eine Entzündung im Körper ist... Ansonsten alles im Rahmen...

    Am Dienstag habe ich MDK Termin... Ohje, da fürchte ich mich auch schon, denn Fibro Patienten sind ja bei vielen ja eh nur Simulanten....

    Ich bin mir auch nicht ganz so sicher ob Fibro primär meine Krankheit ist oder sekundär... Meine Schmerzen sagen mir was anderes als Fibro... Fibro habe ich gelesen verursacht keine Gelenksveränderungen usw. ? Eigentlich ist das auch egal welchen Namen es hat... Ich finde es eigentlich schon traurig genug, dass man als Simulant angesehen wird und nicht wirklich ernstgenommen...

    Gruss
    Skippylein
     
  19. Pimboli

    Pimboli Neues Mitglied

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    @Skippylein,

    daß ich Fibro habe, wurde mir von 3 Rheumatologen bestätigt. Alle 3 waren der Meinung, dass es die schwerste Form ist. Meine Bewegung ist schon sehr eingeschränkt. Was mir allerdings zu denken gibt, obwohl im Blut ja "nix" nachgewiesen wurde, ist, daß sich meine Gelenke schon sehr verändert haben und massiv schmerzen.

    Dann überlege ich, ob ich denn wirklich in allen Gelenken Arthrose habe und ob bei Arthrose gleichzeitig alle Gelenke so massiv schmerzen können. Fest steht, dass ich kaum noch sitzen kann, weil das Steißbein höllisch schmerzt, dass ich kaum noch gehen kann, weil die Fersen, die Achillessehnen und die Sprunggelenke stark schmerzen. Meine Schultern tun so weh, dass ich seit Wochen keinen Arm mehr heben kann und nicht mehr schlafe und meine Hände könnte ich sonst wo hinstecken.
    Am Freitag hat mein Diabetologe Ultraschall vom Herzen gemacht. Dabei hat das Brustbein so geschmerzt, dass ich am liebsten laut aufgeheult hätte. Der hätte mich bestimmt für vwerrückt erklärt, wo doch Ultraschall eigentlich nicht weh tut. Ach ja, die Hüften und beide Knie schmerzen auch noch wie verrückt. Aber wie gesagt, das bilde ich mir alles bestimmt nur ein. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass die meisten Ärzte der Teufel holen soll.

    Ich bin wie immer der Meinung: "Besser reich und gesund, als arm und Krank".
     
  20. owam

    owam Neues Mitglied

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    Könnte meine Geschichte sein..

    Hallo Skyppilein,

    verrat mir doch malwo du her kommst. Habe nach langem und verzweifelten Ärztemarathon EINEN Doc gefunden der mir glaubt UND der mich behandelt. Es geht mir zwar nicht rop und im Moment habe ich im Arm wieder sehr starke Probleme aber nächste Woche endlich nach 3 1/2 Monaten den nächsten Termin. Schreib doch mal an owam@aol.com. Vielleichtkann ich dir ja helfen.
    Liebe Grüße

    owam