Hallo, vielleicht kann mir ja jemand raten, wie ich vorgehen kann.
Folgendes bringt mich gerade auf 180:
Im Juli war ich für eine Woche stationär im Krankenhaus in der Rheumatologie. Dort wurde nach unendlich langer Zeit die Diagnose Psoriasis Arthritis gestellt, nachdem ich erst als "somatoforme Schmerzstörung" und dann als Fibromyalgiepatientin diagnostiziert wurde (von einer niedergelassenen Rheumatologin). Es ging mir über die Jahre immer schlechter, es kamen etliche Sehenentzündungen (Ellenbogen, Schultern, Knie Handgelenke...) etc dazu, eine Sacroilitis wurde per Szintigrafie diagnostiziert - und von dieser Ärztin als nicht wesentlich abgetan. Vor Schmerzen habe ich kaum noch richtige Lebensqualität, bin am Ende in der Schmerzambulanz gelandet und die Ärztin dort hatte den Verdacht, es müsse doch etwas Rheumatisches dahinter stecken und wies mich ein.
Mit der Diagnose PsA bin ich m. M. nach sehr gut "erkannt" - ich finde mich in dem langen Artikel hier bei RO fast 100%ig wieder. Es wurden einige entzündete Sehnen in den Fingern gefunden in der Sonografie, das MRT des Beckens war auch "fündig" mit Sacroilitis und Schleimbeutelentzündungen an der Hüfte; an den Füßen Knochenveränderungen an den Sehenansätzen zum Unterschenkel und unter der Fußsohle (2 Fersensporne). Der CRP Wert war erhöht. Der negative HLA B27 und die bei mir sonst eher selten erhöhten Entzündungswerte waren damals für die niedergelassene Ärztin Grund genug, PsA auszuschließen.
Nun bin ich seit drei Wochen daheim und war eben bei meiner Hausärztin (sie war erst noch im Urlaub), die gleich anfing, mir diese neue Diagnose regelrecht "madig" zu machen (ich kann es nicht anders nennen). Ich bräuchte ja nun einen niedergelassenen Rheumatologen zur Weiterbehandlung und da solle ich doch zurück zur bisherigen (die mich unter Fibro einsortiert hat). Sie wüßte aber, dass diese die neue Diagnose eh ablehnen würde, das würde sie immer so machen mit allen, die aus dem Krankenhaus mit einer Diagnose käme. Ähnliches hatte mir die nette Ärztin im Krankenhaus auch schon angedeutet....
Na toll.
Es gibt hier nur 2 Praxen, davon nimmt die andere keine neuen Patienten. Die Ärztin im Krankenhaus hat mir angeboten, vorstationär bei ihr in Behandlung zu bleiben. ich weiß nicht, ob und wie das gehen könnte???? Meine Hausärztin kannte sich auch nicht aus.
Ob ich da bei der Krankenkasse Infos erhalte??
Zu meiner bisherigen Rheumatologin mag ich unter diesen Voraussetzungen gar nicht gehen. Aber ich brauche ja eine Therapie!? Schlimm fand ich, das meine Hausärztin meinte, zwischen den niedergelassenen und der Krankenhausrheumatologin herrsche "Krieg".
Wie kann das sein, auf dem Rücken der Patienten???
Ich will ja eigentlich nur ein wenig mehr Lebensqualität, die ich mir von einer angemessenen Behandlung nun durchaus vorstellen kann (meine "Fibro" war bisher eher behandlungsresistent) und nicht hier eine Diagnose mehrfach diskutieren. Meine Hausärztin mochte auch keinerlei Stellung beziehen, wie sie die Diagnose bewertet. Aber es könne ja eine Fehldignose sein und dann sind die Medikamente falsch... ohne die Medikamente kann ich evtl. damit rechnen, dass noch viel mehr Schaden an den Sehnen und Gelenken angerichtet wird, oder?
Meine Hausärztin klang auch wenig erfreut, mich nun durch die jetzt zu startende Basistherapie zu begleiten, sie hatte auch kein Interesse oder Emphatie gezeigt, mir irgendwie helfend entgegen zu kommen.
Der Arzt, bei dem ich direkt nach dem Krankenhaus in Urlaubsvertretung war, (ein Allgemeinmediziner), bot mir gleich an, Kontakt zur Krankenhausrheumatologin herzustellen, da er sie kenne. Er würde auch meine Behandlung übernehmen. Klingt für mich verlockend, ich könnte mir vorstellen, auch zu wechseln. Aber reicht das aus, ohne einen regelmäßigen Rheumatologen zu besuchen???
Sorry, viel zu lang das alles, aber ich bin so sauer. Da hat man endlich eine Diagnose mit Hoffnung auf Besserung und nun wird man so zwischen den Fronten hin und her geschubst. Es gibt hier im Umkreis auch keine weitere Rheumapraxis und das bei 250 000 Einwohnern...
Hat jemand eine Idee, wie es weiter gehen könnte?? Vorerst fange ich bei der Hausärztin heute mit der Basistherapie an - da gab es ja noch klare Anweisungen aus dem Krankenhaus, in den drei Wochen zuvor nahm ich Arcoxia.
Liebe Grüße - ziemlich alleingelassen und hilflos
Bine
Folgendes bringt mich gerade auf 180:
Im Juli war ich für eine Woche stationär im Krankenhaus in der Rheumatologie. Dort wurde nach unendlich langer Zeit die Diagnose Psoriasis Arthritis gestellt, nachdem ich erst als "somatoforme Schmerzstörung" und dann als Fibromyalgiepatientin diagnostiziert wurde (von einer niedergelassenen Rheumatologin). Es ging mir über die Jahre immer schlechter, es kamen etliche Sehenentzündungen (Ellenbogen, Schultern, Knie Handgelenke...) etc dazu, eine Sacroilitis wurde per Szintigrafie diagnostiziert - und von dieser Ärztin als nicht wesentlich abgetan. Vor Schmerzen habe ich kaum noch richtige Lebensqualität, bin am Ende in der Schmerzambulanz gelandet und die Ärztin dort hatte den Verdacht, es müsse doch etwas Rheumatisches dahinter stecken und wies mich ein.
Mit der Diagnose PsA bin ich m. M. nach sehr gut "erkannt" - ich finde mich in dem langen Artikel hier bei RO fast 100%ig wieder. Es wurden einige entzündete Sehnen in den Fingern gefunden in der Sonografie, das MRT des Beckens war auch "fündig" mit Sacroilitis und Schleimbeutelentzündungen an der Hüfte; an den Füßen Knochenveränderungen an den Sehenansätzen zum Unterschenkel und unter der Fußsohle (2 Fersensporne). Der CRP Wert war erhöht. Der negative HLA B27 und die bei mir sonst eher selten erhöhten Entzündungswerte waren damals für die niedergelassene Ärztin Grund genug, PsA auszuschließen.
Nun bin ich seit drei Wochen daheim und war eben bei meiner Hausärztin (sie war erst noch im Urlaub), die gleich anfing, mir diese neue Diagnose regelrecht "madig" zu machen (ich kann es nicht anders nennen). Ich bräuchte ja nun einen niedergelassenen Rheumatologen zur Weiterbehandlung und da solle ich doch zurück zur bisherigen (die mich unter Fibro einsortiert hat). Sie wüßte aber, dass diese die neue Diagnose eh ablehnen würde, das würde sie immer so machen mit allen, die aus dem Krankenhaus mit einer Diagnose käme. Ähnliches hatte mir die nette Ärztin im Krankenhaus auch schon angedeutet....
Na toll.
Es gibt hier nur 2 Praxen, davon nimmt die andere keine neuen Patienten. Die Ärztin im Krankenhaus hat mir angeboten, vorstationär bei ihr in Behandlung zu bleiben. ich weiß nicht, ob und wie das gehen könnte???? Meine Hausärztin kannte sich auch nicht aus.
Ob ich da bei der Krankenkasse Infos erhalte??
Zu meiner bisherigen Rheumatologin mag ich unter diesen Voraussetzungen gar nicht gehen. Aber ich brauche ja eine Therapie!? Schlimm fand ich, das meine Hausärztin meinte, zwischen den niedergelassenen und der Krankenhausrheumatologin herrsche "Krieg".
Wie kann das sein, auf dem Rücken der Patienten???
Ich will ja eigentlich nur ein wenig mehr Lebensqualität, die ich mir von einer angemessenen Behandlung nun durchaus vorstellen kann (meine "Fibro" war bisher eher behandlungsresistent) und nicht hier eine Diagnose mehrfach diskutieren. Meine Hausärztin mochte auch keinerlei Stellung beziehen, wie sie die Diagnose bewertet. Aber es könne ja eine Fehldignose sein und dann sind die Medikamente falsch... ohne die Medikamente kann ich evtl. damit rechnen, dass noch viel mehr Schaden an den Sehnen und Gelenken angerichtet wird, oder?
Meine Hausärztin klang auch wenig erfreut, mich nun durch die jetzt zu startende Basistherapie zu begleiten, sie hatte auch kein Interesse oder Emphatie gezeigt, mir irgendwie helfend entgegen zu kommen.
Der Arzt, bei dem ich direkt nach dem Krankenhaus in Urlaubsvertretung war, (ein Allgemeinmediziner), bot mir gleich an, Kontakt zur Krankenhausrheumatologin herzustellen, da er sie kenne. Er würde auch meine Behandlung übernehmen. Klingt für mich verlockend, ich könnte mir vorstellen, auch zu wechseln. Aber reicht das aus, ohne einen regelmäßigen Rheumatologen zu besuchen???
Sorry, viel zu lang das alles, aber ich bin so sauer. Da hat man endlich eine Diagnose mit Hoffnung auf Besserung und nun wird man so zwischen den Fronten hin und her geschubst. Es gibt hier im Umkreis auch keine weitere Rheumapraxis und das bei 250 000 Einwohnern...
Hat jemand eine Idee, wie es weiter gehen könnte?? Vorerst fange ich bei der Hausärztin heute mit der Basistherapie an - da gab es ja noch klare Anweisungen aus dem Krankenhaus, in den drei Wochen zuvor nahm ich Arcoxia.
Liebe Grüße - ziemlich alleingelassen und hilflos
Bine
