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Ärzte

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von tevahe, 3. April 2009.

  1. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,

    entschuldigt gleich mal den nicht viel aussagenden Titel, aber mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.

    Ich bin noch nicht lange hier und meine Diagnose ist so lala gesichert, aber wenn man sich hier im Forum umschaut, findet man zwar die unterschiedlichsten Diagnosen/Krankheiten, aber eines haben wir doch anscheinend (fast) alle gemeinsam.

    Und zwar die nicht ausreichende Kompetenz einiger Ärzte.

    Ich habe es hier schon öfters gelesen und bin selbst auch jemand, der es mittlerweile leid ist, zum Arzt zu rennen wegen meiner "weh weh`chen".
    Gestern war es auf Arbeit soweit, dass ich nicht wusste ob ich sauer sein soll oder einfach nur heulen soll, weil ich mir trotz meiner eh schon nervigen Schmerzen (ich sage das mal so) auch noch irgend eine Tür gegen den Fuss gehauen hab. Ich bin dann fix in die Pause bevor ich mitten im Laden zu heulen anfange. :rolleyes:

    Was ich aber eigentlich wollte ist doch, dass manche Ärzte entweder wirklich unwissend sind oder einfach nur eine zu eingeschränkte Denkweise haben um Krankheiten wahrzunehmen. Anstatt uns zu behandeln werden wir auf die Psychoschiene geschoben und wen wundert es dann, wenn wir uns nach 5 unterschiedlichen Ärzten am Stück uns da selber schon einordnen. Nein, nicht weil die Krankheit uns Depressiv macht sondern die Ärzte!:mad:

    Doch was dagegen tun? Die Umwelt aufrütteln, die Ärzte.... :confused:

    Ich denke dazu gibt es viel zu sagen und bei mir macht sich gerade mal wieder die Wort-Sucherei breit, daher belasse ich es erstmal dabei.

    Ich hoffe das das schöne Wetter euch eine Linderung verschafft. :cool:
     
  2. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Ich pack in solchen Fällen immer meine norddeutsche Sturheit aus, die sich bis jetzt auch als richtiger Weg bewiesen hat (mußte mein Hausarzt auch schon einsehen). Während solcher Aktionen ist es immer schwer, sich durchzusetzen, insbesondere wenn es einem schlecht geht. Beharrlichkeit führt aber häufig zum Ziel, auch wenn es leider oft Monate und auch Jahre dauert. Schulungen für Ärzte wäre sicher ein Weg, der Zwang zur Fortbildung ist ja eh gegeben. Dagegen spricht aber leider die Fallpauschale für Patienten und die zugegebenermaßen enge Finanzlage für etliche Ärzte. Die Ärzte, die wirklich den Patienten über alles stellen und nicht nur die monetäre Entgeltung für die Bearbeitung sehen, werden leider immer seltener. So manchen Arzt sollte man wirklich mal fragen, wozu er den Hippokratischen Eid geleistet hat. Um so begeisteter bin ich, wenn ich auf Ärzte mit der richtigen Behandlungsmentalität treffe. Dieser Spezies ein unbedingtes Lob für ihren Einsatz :top:!
     
  3. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Hallo Tennismieze,

    das es auch anders geht sehe ich ja auch an meinem HA, doch auch er schaute skeptisch als ich sagte ich will zum Rheumatologen. Er verwehrte es mir zwar nicht, aber letztes Jahr hatte er die Vermutung auch schon und hat mich trotzdem nicht hingeschickt. Er ist nen lieber und man merkt ihm auch nicht wirklich an, dass ich Ihn mit meinen dauerndem aufsuchen in den Ruin treiben könnte.

    Sicher gibt es auch solche, aber was ist mit dem Rest?!

    Die Finanzierung ist sicherlich rar gesät, aber wir sagen den anderen ständig sie sollen nicht alles in sich rein fressen auf gut Deutsch.

    Warum nehmen wir das alles so hin? :uhoh:

    Es ist nicht fair, dass man bei denen spart, die eh schon arm dran sind durch irgend eine Krankheit, die dafür sorgt das sie nur bedingt "leben" können.
     
  4. nelke2405

    nelke2405 Mitglied

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    Glücklicherweise gibt es aber auch immer noch Ärzte mit denen man gute Erfahrungen machen kann.

    Ich habe es gerade heute erlebt: Heute gegen Mittag habe ich im Mammografiescrenning-Center den Befund Brustkrebs erhalten. Meine Hausärztin hat sich vorhin alle Zeit der Welt genommen, um mit mir zu sprechen, obwohl die Praxis gerade geschlossen werden sollte, als ich da angekommen bin. Und als ich gerade eine halbe Stunde zuhause war, hat meine Gynäkologin angerufen, um mir zu sagen, daß sie gerade den Befund erhalten hat und mich zu fragen, wie es mir geht und mir ihre Unterstützung anzubieten.

    So geht es also auch :top:

    Elke
     
  5. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Wollt Ihr mir wirklich sagen ich sehe das zu negativ?

    Es freut mich für dich nelke das du so menschliche Ärzte um dich hast und deine Diagnose tut mir leid, ich wünsch dir, dass es den Umständen entsprechend gut ausgeht. :eek:

    Der Arzt der mir meine Diagnose "gesagt" hat, hat sie eigentlich nur in sein Diktiergerät gesprochen und mich dann nach Hause geschickt...

    Vllt sehe ich es wirklich zu negativ aber nach 3 Wintern und gefühlten 20 Ärzten, bin ich froh (!) das der Arzt was gefunden hat, trotz das er mir nichts darüber gesagt hat was es damit auf sich hat. Ich finde die Vorgehensweise der Ärzte mehr als besorgniserregend.

    Ich bin zwar ein pessimist, aber den Gedanken, was vllt noch alles in meinem Körper nicht stimmt, will ich garnicht erst nach gehen.
    Die Frage ist jedoch, sollte das wirklich so sein, nur weil man Angst vor dem nächsten Arzt hat, dessen soziale Kompetenz zu wünschen übrig lässt? Viele Ärzte können nichts dafür das sie sich kurzfassen müssen, damit sie ihre Familie noch ernähren können, das sehe ich weiß Gott ein.
    Doch wenn man die Ärzte schon so nehmen muss, weil sie zum Teil nichts dafür können, muss man dann sämtliche Sparmaßnahmen der Krankenkassen und ähnliches auch still hinnehmen?

    Kann gut sein, dass ich aufgrund meines ersten Urlaubstages mal wieder zuviel nachdenke, aber es bringt nichts, sich seiner Krankheit auszuliefern, warum dann also der Willkür derer, die an der Situation schuld sind?! Entschuldigung falls ich jemanden auf den Schlips getreten bin, dass will ich durchaus nicht...
     
  6. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Vielleicht sollte man unterscheiden zwischen Medizinern und Fachärzten ?? Manchmal geht man halt zum Arzt oder zum Doktor.....
    Wobei die Grenzen in Deutschland sehr verwaschen sind....

    Das Problem scheint mir, daß diese sogenannten Hausarztpraxen irgendwann nicht mehr die richtige Bedeutung hatten. Dort war es halt so, daß der Arzt einen kannte, den "normalen" Gesundheitszustand und oft schon im personellen Auftreten gesehen hat was einem fehlt. Eine Langzeitbegleitung halt.

    Heute ist man manchmal ständig woanders und fängt jedesmal neu an mit seinem Krankenbericht, weil genau das als Erstes abrechenbar ist.

    Ich habe sehr gute Ärzte und scheue auch nicht dafür zurück der Krankenkasse darzulegen warum jetzt welche Kosten außerhalb der Chemata entstehen und ich erwarte, daß diese auch übernommen werden.

    Gerade heute abgeklärt, daß ich in einem Mal beide Knie MRT brauch und auf Raten meines Arztes die Überweisung stationät ins KH ernst nehmen werde, Termin wird abgesprochen.....ja war alles klar.

    Also manchmal..."geht doch" merre
     
  7. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    @merre
    MRT für beide Knie ist sinnvoll, weil man vergleichen muss. Das muss die Kasse eigentlich nicht genehmigen. Eine Einweisung ist eben eine Einweisung. Auch das muss die Kasse nicht genehmigen.
    Es kann möglich sein, dass´im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsprüfung in einigen Jahren, der Arzt das begründen muss. Aber das mit der jetzigen Durchführung nichts zu tun.
    Übrigens sind auch die Hausärzte Fachärzte für Allgemeinmedizin.

    @tevahe
    In Berlin läuft gerade eine Aktion. Da wird darauf hingewiesen, dass für die Patientenbehandlung von der Kasse so viel bezahlt wird wie eine Curry und ein Döner kosten.

    Der hippokratische Eid ( wird nicht mehr gesprochen) hilft da nicht, wenn das Personal und die Miete bezahlt werden müssen.

    Gerade mal 15% der Beiträge werden für medizinische Behandlung ausgegebn.
    Aber kein Lieferant für Material und keine Bank für die Investition wird hier aus sozialen Gründen auf die Bezahlung verzichten. Das macht die Medizin in Deutschland kaputt.
    Seit 3 Monaten laufen die Proteste und Ulla Schmidt gibt keinen Millimeter nach. Da können die Ärzte ihren Beruf noch so ernst nehmen, am Ende des Monats will das Personal das Gehalt sehen. Und das ist schon wenig genug.
    Die Helferinnen in den Praxen sind absolut unterbezahlt.

    Sollte diese Regierung nach der Wahl bleiben, dann wird das auch so weitergehen. Das wird noch weiter reduziert werden.
    Und dann bleibt die persönliche Zuwendung auf der Strecke. Leider.