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Abschied nehmen....

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von tina78, 26. Januar 2009.

  1. tina78

    tina78 Spongebob-Junkie

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    Ich bitte vorab um Verzeihung falls irgendjemanden dieser Beitrag hier"stören" sollte aber ich hoffe es geht mir besser nachdem ich ihn geschrieben habe :sniff:

    Es ist fast zwei Jahre her und bis heute habe ich es nicht geschafft dich loszulassen.
    Ich kann es einfach immer noch nicht begreifen und ich will es auch gar nicht.
    Die Momente in denen ich dich sehe,dich spüre,dich rieche....sind einfach noch viel zu präsent.Immer noch glaube ich,du kommst wieder....durch die Tür und lachst mich an...

    Ich vermisse dich so sehr.Es zerreisst mich jeden Tag aufs neue innerlich das ich dich nicht mehr berühren kann,mit dir scherzen, mit dir reden, nicht mehr mit dir meine Probleme besprechen kann.
    Du hast mich verstanden wie sonst niemand.
    Wie bitte soll ich denn über den Menschen der mir mein Leben bedeutet hat,der mein Leben von Anfang an mit mir geteilt hat,der immer für mich da war,hinwegkommen?
    Ich weiß es nicht...
    Und natürlich gibt es Menschen die mich einfach nicht verstehen wollen.
    Aber das ist mir egal,schließlich schmerzt es in mir!
    Als ich den Anruf erhielt...sie versuchen schon über eine Stunde ihn wiederzubeleben...Da wusste ich es ist vorbei...
    Ich habe mich gehasst dafür dieses gedacht zu haben.Habe ich dich aufgegeben?Wolltest du das ich an dich glaube???

    Deine Trauerfeier...Ich erinnere mich an gar nichts...Nur an das Geräusch der Rollen von dem Ding wo dein Sarg lag.
    Ich weiß nicht was die Pastorin sagte ich weiß nicht mal wer alles da war, Papa ich erinnere mich nicht mal mehr daran das ich meine Cousine mit zur Kirche genommen habe?!?!

    Am Tag deines Todes habe ich mich in dein Bett gelegt...ich weiß du würdest jetz sagen,das sei albern...aber ich hab mich dir nah gefühlt,es war noch so warm von dir,es hat nach dir gerochen.Ich habe mit dem Gedanken gespielt alles einzuschweißen um deine Nähe festzuhalten...aber ich glaube es war sowieso alles so verheult das es nur nach meinen Tränen gerochen hätte.

    Alle sagen ich muss Abschied nehmen.Dich loslassen.Ich weiß nicht ob ich das kann.
    Ich möchte dir deine Ruhe doch gönnen,möchte das es dir gut geht.Nach allem was du für mich und soviele andere Menschen getan hast hast du das verdient-und loslassen bedeutet ja nicht...vergessen...

    Ich möchte es versuchen,mit diesen Zeilen.
    Dennoch bleibt die Angst davor,zu vergessen wie es sich anfühlte als du noch "da warst"....

    Papa ich liebe dich...ewig...


    Deine Tina
     
  2. Patty

    Patty Mitglied

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    Huhu Tina,
    ich weiß genau wie du dich fühlst.
    Nur war es nicht mein Papa, sondern mein Mann.
    Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist leider immer schwer.

    Du mußt ihn nicht loslassen, aber zu lassen das dein Leben weiter geht.
    Du mußt und sollst ihn nicht vergessen, darfst aber nicht zu lassen das die Trauer dein Leben bestimmt. Das hätte dein Pa nicht gewollt.

    Fühl dich mal gedrückt.
     
  3. Neli

    Neli Optimistin

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    Liebe tina,

    es tut gut, wenn man über den Tod eines lieben Menschen sprechen kann. Und hier bei uns bist Du genau richtig.
    Als mein Mann vor ca. eineinhalb Jahren starb, haben mich viele liebe User von RO angerufen und ich konnte ihnen stundenlang
    von seinem Sterben erzählen. Das hat mir so gut getan und ich denke, dadurch habe ich seinen Tod auch besser verkraftet.
    Da mein Mann sechs Jahre schwer krank war, sagten mir viele, dass man sich dann auf seinen Tod vorbereiten könnte, und das
    hab ich immer abgestritten. Aber dann sah ich, dass es wirklich so war, ich war einfach auch froh, dass er nun nicht mehr so leiden mußte.
    Hinzu kam auch, dass er sich noch liebevoll von uns verabschieden konnte.

    Das fehlt Dir nun, da Dein Vater so plötzlich verstorben ist. Deshalb ist sein plötzlicher Tod für Dich umso schlimmer.

    Dass Du uns darüber schreiben kannst, das ist schon ein Teil der Bewaltigung seines Todes.
    Dein Vater würde nicht wollen, dass Du so um ihn weinst.

    Ich erinnere mich noch gut, als von ca. 28 Jahren meine Mutter gestorben ist. Da hab ich auch geweint und geweint und bin fast jeden Tag zum Friedhof gegangen. Das war damals
    sehr schlimm für mich, obwohl ich verheiratet
    war und Kinder hatte.

    Liebe tina, hinzu kommt noch Deine Krankheit, durch die Du es noch schwerer hast.
    Versuch Dich abzulenken, das hab ich auch getan.
    ich bin viel verreist, habe viele Besuche gemacht und auch selbst viel Besuch gehabt. Auch die Treffen von RO haben mich immer sehr abgelenkt und mir viel Freude gemacht.
    Auch wenn man Mtx nimmt, hilft Abwechslung sehr,
    wenn man dann die Dinge macht, die man gern hat
    und sich auch mal selbst etwas Gutes antut.

    Liebe Tina, ich drücke Dich ganz feste
    und wünsche Dir sehr, dass Du viel an Deinen Vater denken kannst,
    ohne gleich so furchtbar traurig zu sein.

    [​IMG]

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
  4. tina78

    tina78 Spongebob-Junkie

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    Hallo Patty und Neli,

    ich danke euch aus tiefster Seele.. Ich weiß leider grade nicht wirklich was ich dazu sagen bzw halt schreiben soll ausser DANKE...
     
  5. Adolina

    Adolina Mitglied

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    Hallo Tina,

    ich weiß wie du dich jetzt fühlst. Meine Mutter starb in unserer Hochzeitsnacht. Obwohl es schon 34 Jahre her ist fehlt sie mir immer noch. Dir wird es auch irgendwann besser gehen.:D Was bleibt ist die Erinnerung.Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht.:pftroest:

    Lg. Grüsse Adolina :a_smil08:
     
  6. Siggy

    Siggy Siggy

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    Hallo Tina,

    ich kann Dich sehr gut verstehen,ich habe meine Mama(+46)vor
    fast 17 Jahren verloren,ich war damals 29 und hatte schon selber
    3 Kinder,aber der Schmerz war unendlich.
    Vergessen kann man einen geliebten Menschen eh niemals,noch
    heute,nach so vielen Jahren,wenn ich meinen Vater besuche,meine
    ich,sie müsse jetzt gleich aus der Küche kommen um mich zu be-
    grüssen.Ich besuche auch heute noch oft am Friedhof und spreche
    mit ihr,sage ihr,wenns mir nicht gut geht.Danach gehts mir immer
    besser,ich fühle mich heute noch sehr mit ihr verbunden.
    Aber Du musst auch Dein Leben weiterleben,versuchen,Deinen Weg
    zu gehen.Der Schmerz wir mit der Zeit schwächer,aber Dein Vater
    wird immer ein Teil von Dir sein,immer in Deinem Herzen wohnen.
    Ich wünsche Dir die Kraft,ihn loszulassen,ihm seinen Frieden zu geben
    und ihn in schöner Erinnerung in Deinem Herzen zu tragen.

    lg Sieglinde
     
  7. tina78

    tina78 Spongebob-Junkie

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    Danke Adolina :remybussi:

    Das das auch immer an den unmöglichsten Tagen sein muss..
    Mein Vater ist genau 7 Jahre nach meinem Opa gestorben...
    Meiner Oma dies mitzuteilen brach mir das Herz.

    Sowieso...Sein Kind verlieren muss noch ne ganze Spur schlimmer sein...

    Siggy, ich kann nicht auf den Friedhof. Keine Ahnung wieso...
    Vielleicht fehlt mir genau das zum abschließen?! Keine Ahnung...

    Nochmal Danke für eure Anteilnahme
     
  8. KarinH

    KarinH Neues Mitglied

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    Hallo Tina,

    ich kann dir so nachempfinden, wie es dir geht.....

    Vor knapp 10 Jahren habe auch ich meinen Vater verloren. Der Anruf kam um Mitternacht, auch mit der Aussage.... "Ihr Vater ist die Treppe runter gefallen und wir konnten nichts mehr für ihn tun...." Es war schrecklich, da ich auch noch wußte, er ist nicht die Treppe runter gefallen. Mein Mann ist mit mir gleich zu meinen Eltern (wohnten damals 50km entfernt). Der Notarzt wollte nicht, dass ich ihn noch einmal sehe, ich habe mich aber durchgesetzt.... zum Glück..... So konnte ich mich wenigstens so noch von ihm verabschieden (Herzinfakt).....und mittags haben wir noch telefoniert....:sniff:

    Ich habe das Jahr dann so verarbeitet, dass ich an Silvester mit jedem Kracher einen Teil des Jahres weggeworfen habe. Danach ging es mir echt besser... Und genau das mache ich seitdem jährlich (außer dieses Mal wegen Reha). Und es fehlte mir dieses Jahr...:(

    Ich kann dir nur den Vorschlag machen, suche dir ein Ritual mit dem du die bisher schlechte Zeit verarbeiten kannst. Was auch schon positiv ist, dass du darüber sprechen kannst.

    Fühle dich von mir gedrückt und denke daran.... dein Vater lebt in dir weiter, er ist in dir und führt dich etwas durch dein Leben (So kommt es mir selber teilweise vor)..... Du bist immer ein Teil von ihm.......

    Ganz liebe Grüße

    Karin
     
  9. tina78

    tina78 Spongebob-Junkie

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    Karin,

    das du dies Jahr das Ritual nicht vollziehen konntest tut mir sehr leid...

    manchmal fühl ich mich stark und n andern mal, sowie jetz...wünsch ich mir einfach nur meinen Papa zurück! :/
     
  10. Renate.Gressmann

    Renate.Gressmann Registrierter Benutzer

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    Loslassen

    Hallo Tina

    ich fühle mit dir wie es dir geht:sniff:

    ich habe vor zwei jahren meine Mutter hergeben müßen
    sie hatte zwar ein schönes alter erreicht aber eine mutter ist eine mutter

    die erste zeit hatte ich meiner trauer freien lauf gelassen

    ich hätte meine tränen:sniff: um sie nicht zählen können

    ich habe eine braune jacke von ihr am anfang immer umarmt

    um ihr nah zu sein

    es klingt vielleicht komisch ich habe ein rotes herzkissen
    mal bei ikea gekauft das brauche ich zum einschlafen

    wenn es mir schlecht geht dann nehme ich das kissen in den arm und ich denke dabei an meine mutter und mir geht es dabei so gut als würde ich wirklich meine mutter umarmen und schlafe dann richtig entspannt ein

    ich glaube das unsere lieben immer bei uns sind wenn wir es zulassen
    das sie bei uns sind

    viele grüße und alles gute und das leben geht weiter und das will auch dein vater das du wieder am leben teilnimmst Kopf hoch:pftroest:

    RENDI
     
  11. tina78

    tina78 Spongebob-Junkie

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    ich habe eine braune jacke von ihr am anfang immer umarmt

    um ihr nah zu sein

    es klingt vielleicht komisch ich habe ein rotes herzkissen
    mal bei ikea gekauft das brauche ich zum einschlafen

    wenn es mir schlecht geht dann nehme ich das kissen in den arm und ich denke dabei an meine mutter und mir geht es dabei so gut als würde ich wirklich meine mutter umarmen und schlafe dann richtig entspannt ein




    Ich wollte auch soviele Dinge einfach festhalten und mit mir nehmen. Seinen Lieblingssessel,seine Hausschuhe, das Kartenspiel mit dem wir immer "Skat gekloppt" haben.
    Doch irgendwann konnte ich es nicht mehr. Ich habe "nur" Bilder...
    Aber die Erinnerungsmomente mit denen ich nicht gerechnet habe holen mich jetzt nach und nach ein.
    Ein bestimmter Geruch zB. Ganz banale Kleinigkeiten...

    Ich danke euch allen... Das ich hier mein Herz, meine Seele erleichtern darf. Zwar habe ich Menschen um mich die mich halten aber irgendwie ist die Meinung von "Unbeteiligten" anders.

    So nach dem Motto:"Sie sind ja meine Freunde, ist klar das sie mich verstehen." Was ich genau meine kann ich gar nicht ausdrücken :(

    Außerdem verstehen sie die andere Seite nicht. Die meiner Krankheit. Das nehme ich ihnen natürlich nicht übel. Aber wie gesagt, es ist bei euch anders...

    Danke nochmal
     
  12. Colana

    Colana Musikus

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    Liebe Tina,

    ich kann es nachempfinden, was Du durchgemacht hast. Die ganzen Gefühle, Schmerzen, das loslassen müssen...
    Das gleiche mache ich auch gerade durch - und mir fällt es total schwer, meine geliebte Schwiegermama gehen zu lassen, weil sie nicht mehr kann und will. Es tut sooo weh - ich will es nicht. Ich habe keine Mutter in diesem Sinne mehr, denn die will mich nicht, die verriet mich. Meine Schwiegermama liebt mich so wie ich bin - ach menno...

    Ich wünsche Dir, dass die Zeit Deine tiefen Wunden verheilt... dass Du bald ohne Tränen im Herzen an Deinen geliebten Papa denken kannst. Mit frohem Herzen.
    Liebe Grüße
    Colana
     
  13. Tortola

    Tortola Aktives Mitglied

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    Tortola an Tina78

    Liebe Tina,

    keiner fühlt sich von Deinem Beitrag gestört, im Gegenteil! Ich kann so sehr mit Dir fühlen, obwohl ich noch keinen von meinen Lieben vermissen muss. Ich habe einen sehr lieben Mann, eine tolle Tochter, Schwiegersohn und drei Enkeltöchter - die letzten beiden sind erst am 4. Januar geboren, Zwillingsmädchen. Meine Eltern leben noch, beide sind über 80. Wenn meine Mutter mich wieder mal ärgert, weil sie immer alles besser wissen will, dann denke ich an Dich und freue mich, daß ich meine Eltern noch habe. Ich habe viel aus Deinen Zeilen gelesen und wohl auch gelernt.
    Ich umarme Dich und denke an Dich!
    Viele liebe Grüße von Tortola
     
  14. engel

    engel Petra aus Gelsenkirchen

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    lliebe Tine
    vor 20 Jahren ging meine Oma von mir
    Ich habe den Tod nie überwunden
    Ich höre sie heute noch sprechen
    Ich träume von Ihr
    Ich heule heute noch das sie nicht mehr da ist
    Ich kann sie nicht loslassen
    Sie hatte mir kurz vor ihrem tod eine Postkarte geschrieben
    das ist das einzigste was mir von ihr geblieben ist
    ich kann diese Karte nicht in den Hände halten ohne zu weinen#es ist als wenn sie mir da so nah wär
    ich wollt ich könnte noch einmal mit ihr reden
    ich hätte ihr noch was zu sagen gehabt
    sie ging ganz unerwartet es war ein plötzlicher Tod
    eigentlich wollte ich noch bei ihr vorbeischauen
    aber es war was anderes wichtiger
    dafür hasse ich mich heute und kann es mir nicht verzeihen
     
  15. tina78

    tina78 Spongebob-Junkie

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    colana,
    ich verstehe dich sehr gut.Ich habe keine Mutter, gerade darum war ich immer so ein Papakind.
    Wenn einen jemand bedingungslos liebt, einfach so, wie man ist, dann möchte man dies Gefühl natürlich halten und dem Menschen immer nahe sein.
    Jemandem nicht helfen zu können der einem selber soviel gibt ist eins der schlimmsten Gefühle der Welt.
    Ich wünsche dir von ganzem Herzen das du deine Schwiegermutter gehen lassen kannst, ich denke sie wird dann friedlich Abschied nehmen können.
    Fühl dich gedrückt...

    Tortola,
    seit ich gestern Abend deinen Beitrag gelesen habe ringe ich um Worte die ausdrücken könnten was diese Zeilen in mir ausgelöst haben.
    Ich habe soviel liebe, positive Resonanz erhalten, nie im Leben hätte ich damit gerechnet. Das ihr so mitfühlt (leider auch nachfühlt) hat mich ganz schön aus der Bahn geworfen. Positiv natürlich :)
    Aber das, was du schriebst hat mich auf eine andere Art berührt.
    Aus tiefster Seele wünsche ich dir das du deine Lieben noch lange um dich haben wirst :) und vielen Dank! Vielen,vielen Dank für deine Worte.
    Meine Gedanken sind bei dir und deiner Familie *umarme dich*

    engel,
    halte die Postkarte weiter wie einen unbezahlbaren Schatz in deinen Händen, denn genau das ist sie!
    Genieße die Gedanken daran das deine Oma sie in den Händen hielt, liebevolle Worte für dich auf ihr niedergeschrieben hat :)
    Ich glaube fest daran das einem solche "banalen" kleinen Dinge etwas über den Trennungsschmerz hinweg helfen.
    Vielleicht hilft es dir wenn du auf den Friedhof gehst und ihr sagst was dir auf dem Herzen liegt?
    Glaub mir aber, sie wird eh wissen,denn sie ist nicht mehr präsent hier...Aber sie ist über all dort, wo du bist. In deinem Herzen. In deiner Seele. In deinen Erzählungen über sie. Genau wie mein Papa bei mir...
     
  16. Biggi68

    Biggi68 Neues Mitglied

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    Liebe Tina,

    sei erst mal ganz lieb von mir gedrückt!!

    Ich kann Dich auch sehr gut verstehen, meine Mama ist vor 11 Jahren gestorben, sie war erst 60 Jahre alt und ich denke immer noch sehr viel an sie und es fließen auch noch Tränen.

    Mein Vater ist vor einem Jahr gestorben, an Lungenkrebs. Er hat drei Tage mit dem Tod gekämpft. Wir sind fünf Kinder und haben abwechselnd an seinem Bett gesessen, nur das er nicht allein ist wenn es soweit ist. Ich war die letzte Nacht bei ihm, am morgen hat mich meine Schwester abgelöst, ich war gerade 10 Minuten fort, da ist er endlich eingeschlafen. Ich machte mir wahnsinnige Vorwürfe, das ich ihn einfach allein gelassen habe. Ich als jüngste Tochter hatte eine sehr innige Beziehung zu ihm, er hatte auch immer wieder diese letzte Nacht meine Hand gedrückt, obwohl meine Geschwister behaupteten das wäre unmöglich gewesen, er hätte keine Kraft mehr gehabt, aber es war so, er hat sich so von mir verabschiedet. Diese Nacht werde ich nie vergessen. Und meine Eltern werden immer einen Platz in meinem Herzen haben und immer bei mir sein.

    Und Dein Vater wird auch immer bei Dir sein, das ist auch gut so.
     
  17. tina78

    tina78 Spongebob-Junkie

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    Liebe Biggi,

    auch wenn man "Abschied nehmen" konnte, DIESER Moment..Er kommt immer plötzlich...

    Ich danke dir für deine Anteilnahme obwohl das Vorausgehen deines Vaters noch kürzer her ist.

    Hoffentlich bleibst du immer so stark :)
     
  18. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Liebe Tina,
    Du hast einen wunderbaren Weg gefunden. Zu Deinem Vater. Zu dir. Schreibe weiter.

    Denn mit jedem Gedanken, welchen Du in Worte fassen kannst, findest Du wieder festeren Halt, wird der Schmerz weniger schmerzhaft.
    Sei gewiss, irgendwann wirst Du auch wieder fröhlichere Stunden und Tage erleben dürfen, die in ihrer Unbeschwertheit den Stunden vor dem großen Abschied gleichen.


    Aber sei auch darauf vorbereitet, dass irgendwann, ganz plötzlich, völlig unvorbereitet, ein Geruch, ein Geräusch, eine nicht identifizierbare Irritation, den Schmerz in alter Heftigkeit wieder ausbrechen lassen kann.
    Dann aber hast Du bereits die Gewissheit, dass diese dunklen Stunden zu Deinem Leben dazugehören und wieder helleren Stunden weichen werden.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft
    Fühle Dich lieb umarmt
    Erika