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Ablehnung arztliche Begutachtung

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von jenni, 7. April 2011.

  1. jenni

    jenni Neues Mitglied

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    Hallo,

    wer von euch weiss, ob ich einen ärztlichen Begutachter ablehnen kann?

    Seit 2004 erhalte ich eine BU-Rente aus einer privaten Versicherung, da ich bis dahin selbständig gewesen bin.
    Die macht auch weiterhin keine Probleme mit den Zahlungen, dafür die LAK.

    Ich habe letztes Jahr wieder geheiratet und zwar einen Nebenerwerbslandwirt. Mein Mann ist in seiner Firma pflichtversichert, da das meiste Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit besteht.

    Jetzt möchte aber die Landwirtschaftliche Alterskasse von mir Beiträge von monatlich € 219, falls ich nicht anderweitig gesetzlich rentenversichert bin. Da ich aber immer ein selbständiger Betrieb war und da alles auf privater Ebene lief und weiterhin läuft, habe ich im gesetzlichen Bereich fast nichts vorzuweisen. Ausserdem müssen eigene Einnahmen von mindestens € 4.800 jährlich da sein, um frei gestellt zu werden. Die überschreite um einiges. Allerdings lässt die LAK diese Zahlungen aus der BU-Versicherung nicht als eigenes Einkommen gelten, was ich absolut nicht verstehen kann.

    Heute habe ich ein erneutes Schreiben von der LAK bekommen. Ich soll zu einem ärztlichen Gutachter, der Internist ist. Meine Recherche hat ergeben, dass der Internist jede Menge Drogenabhängige betreut.

    Wollte heute mittag mal vorfühlen und hab mit einer Arzthelferin telefoniert und gefragt, ob er denn wenigstens als Hausarzt einen Wegener Patienten hat. Jetzt ist die Arzthelferin ausgerastet und hat gemeint, ihr Mann sei jahrelang irgendwo am Krankenhaus gewesen und kennt sich daher mit allen Krankheiten aus. Also hatte ich die Ehefrau erwischt und bin ihr irgendwie auf die Füsse getreten. Meiner Meinung nach ist der Arzt für einen Morbus Wegener nicht der richtige Doc.

    Kann ich diesen Arzt für eine Begutachtung ablehnen? Wer von euch hat da schon ähnliche Fälle erlebt?

    Freue mich auf jede Antwort.

    LG
    Jenni
     
  2. Irmi

    Irmi Mitglied

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    Hey Jenni!

    Mich haben die damals auch zu einem Arzt geschickt, der null Ahnung hatte von dem Gebiet. Egal, ich bin hin und hab' s halt gemacht. Ging auch gut aus.

    Im Prinzip glaube ich, kann man Nichts machen. Ich konnte wohl zwischen zwei Ärzten wählen, aber die hatten beide die selbe Fachrichtung. Vielleicht kannst du mal anrufen und fragen. -
    Bei mir haben die dann auch in der Folge die falsche Reha ausgesucht, da habe ich mich dann doch gemeldet, aber das haben die auch eingesehn.

    LG 1986
     
  3. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    Hallo Jenni,

    ich würde vorsichtshalber einen Anwalt für Sozialrecht befragen. die BU-Rente ist doch ein Einkommen....das ggf. sogar besteuert wird.

    Der Anwalt kann die LAK ggf. anschreiben und den Sachverhalt richtig stellen und auch einen Facharzt zur Begutachtung einfordern.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  4. jenni

    jenni Neues Mitglied

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    Hallo,

    @Heidesand,
    das wird natürlich versteuert. Du bringst mich da auf eine Idee.

    Warum habe ich da nicht schon früher dran gedacht. Wenn das für das Finanzamt besteuerbares Einkommen darstellt, wieso sollte das für die LAK nicht gelten????

    Für mich ist das ein echter Versuch der LAK, einfach an Geld zu kommen. Eine Leistung daraus werde ich im Leben nie erhalten. Das hat sogar heute die Sachbearbeiterin zugegeben.

    Der Bundesrechnungshof hat die marode Lage der landwirtschaftliche Alterskasse erkannt und darauf gedrängt, dass Abhilfe geschaffen wird. Da immer mehr Landwirte in Rente gehen und der Nachwuchs häufig aufgibt oder als Nebenerwerbstlandwirt weitermacht, bezahlen die in die anderen gesetzlichen Kassen. Die landwirtschaftliche Alterskasse hat somit ein echtes Finanzierungsproblem. Ist übrigens bei der LKK, der landwirtschaftlichen Krankenkasse dasselbe Finanzierungsproblem.

    Die Ehepartner der Nebenerwerbslandwirte versucht sich die LAK zu krallen.

    @1986
    ich glaube nicht, dass das gut ausgehen würde. Lies mal die oben genannten Ausführungen mit dem Bundesrechnungshof. Da zählt absolut ein jeder Beitragszahler zum Überleben der Alterssicherung für Landwirte. Und auch die Arbeitsplätze der LAK müssen erhalten werden. Egal, auf welche Kosten!

    Der mir empfohlene Arzt hat über 90% seiner Drogenabhängigen mit den verschiedensten Medikamenten in Brot und Arbeit gebracht.
    Der Doc hat dabei seinen Ruf zu verlieren, wenn er einen tatsächlich als erwerbsunfähig einstufen würde. Ausserdem gebe ich so schnell nicht auf! Bei dir hat es Gott sei Dank geklappt.
    Trotzdem sagt mir mein Bauchgefühl, dass ich etwas dagegen unternehmen muss.

    Vielen lieben Dank nochmal für eure Antworten. Halte euch auf dem laufenden und wünsche allen noch einen schönen Abend.

    LG
    Jenni:winke: