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Ab wann Biologicals?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von juchu, 2. Januar 2010.

  1. juchu

    juchu Mitglied

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    Ich habe hier früher ab und zu gelesen, aber jetzt schon eine ganze Weile nicht mehr. Aber, wie es so ist, wenn es einem schlecht geht, erinnert man sich an Rheuma online ;)

    Seit Heiligabend habe ich mal wieder einen herrlichen Schub. Ich bekomme das meistens selber halbwegs in den Griff, nehme mehr Cortison, etc.

    Auch diesmal habe ich dann Cortison erhöht, etc. .... Aber wirklich viel geholfen hat es auch nicht. Und ich habe auch keine Lust mehr als 20mg zu nehmen, weil ich gerade das letzte Jahr wirklich mühsam 10kg abgenommen habe und endlich wieder in 36/38 passe und keine Lust auf Hamsterbacken und Größe 44 habe...

    Ich studiere auch in einer anderen Stadt als meiner Heimatstadt, wo meine Rheumatologin ist. Eigentlich wollte ich morgen wieder zurück in meine Unistadt, weil ich ab Montag wieder Vorlesungen habe, aber meine Rheumatologin hatte Urlaub und ich könnte frühestens Montag bei ihr auflaufen.

    Es reicht mir einfach gerade mit dem ganzen Mist.... Ich kann nicht wirklich an meinen Unisachen arbeiten und ich habe ziemlich viel Angst, dass ich wenn ich in drei Monaten mit der einjähigen Examensvorbereitung anfange, mir mein Rheuma einen Strich durch die Rechnung macht.

    Ich wollte eigentlich schon länger Richtung biologicals umsteigen, aber meine Rheumatologin hat immer noch andere Ideen, was man noch ausprobieren kann. (Ich bin auch sehr viel unterwegs, sodass Spritzen zum Kühlen schon stressig wären, aber mittlerweile würde ich das auch in Kauf nehmen...)

    Und ich weiß auch nicht, ob ich das quasi "einfordern" soll.... Eigentlich vertraue ich meiner Ärztin schon sehr und ja.... Aber ich habe keine Lust, Montag hinzugehen und wieder "nur" ein anderes NSAR zu bekommen, etc. ...

    Wie lief das bei euch, gibt es eigentlich von der Krankenkasse genaue Regeln, was man vorher alles probieren muss, bevor biologicals genehmigt werden?

    Im Moment nehme ich:

    20 mg MTX (seit 2003)
    2x2 500 mg Sulfasalazin (seit Anfang 2009)
    Cortison (nie weniger als 5 mg seit 2003)
    2x 200 mg Celebrex (alles andere von Diclo,naproxen, vioxx, arcoxia, etc. habe
    ich schon durch...)
    Pantozol, Calciac wegen Nebenwirkungen.

    Schmerztabletten habe ich auch schon einige durch, aber ich nehme sie nur in äußersten Notfällen, weil das schon ziemlich auf die Konzentration geht und ich ja schließlich "normal" studieren will. ...

    Ich rege mich einfach gerade nur auf, und weiß nicht wirklich, was ich machen soll... Am Sonntag nach Hause fahren, damit ich am Montag wieder zur Uni kann, oder doch bis Montag hierbleiben, Uni verpassen und zur Rheumatologin gehen..... Ich habe einfach keinen Bock mehr auf den ganzen Scheiss, ich arrangiere mich ja schon mit vielem und bin auch eigentlich ein richtiges Steh-auf-Männchen, was meine Krankheit betrifft, aber im Moment weiß ich wirklich nicht, was das alles mal werden soll.
     
  2. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

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    Wie lief das bei euch, gibt es eigentlich von der Krankenkasse genaue Regeln, was man vorher alles probieren muss, bevor biologicals genehmigt werden?

    Moin Juchu,

    mir ist nicht bekannt das die Krankenkassen da Regeln aufstellen. Bei mir lief alles unkompliziert.

    Ich würde Biologicals ausprobieren.Bei mir gab es mit dem Spritzen eine neue Lebensqualität.

    Es gibt vom Hersteller sogar Kühltaschen für den Transport.


    LG

    Michael
     
  3. Melanie_1972

    Melanie_1972 Neues Mitglied

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    Guten Morgen,

    es gibt schon eine Regelung für die TNF Alpha Blocker. Man muss 3 Basismedikamente erfolglos genommen haben oder man hat direkt einen sehr agressiven Verlauf. Das ist die eigentlich Regel für TNF.

    Ich würde an deiner Stelle zum Rheumatologen gehen. Denn wenn das mit den Schüben auf der anderen Seite ausartet, dann wird das mit deinem Examenjahr eher schlecht. Du würdest dann ja "nur" einen Tag verpassen.

    Alles Gute dir
     
  4. juchu

    juchu Mitglied

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    Danke euch beiden schon mal.

    Ja, das es Kühlboxen und so gibt ist schon klar und auch gut... Aber wenn ich mir meinen "Lebenswandel" so angucke, dann ist das trotzdem eine Einschränkung... Habe über zwei Jahre z.B. in einem Entwicklungsland gelebt und könnte mir auch gut vorstellen später so etwas beruflich zu machen und da hatte ich halt nicht immer z.B. eine zuverlässige Stromversorgung um Sachen zu kühlen... Und auf Reisen und so stelle ich mir das nicht so prickelnd vor...

    Aber mittlerweile bin ich auch an dem Punkt an dem ich diese Einschränkung hinnehmen würde, wenn es mir dadurch besser geht.

    Ja, so etwas mit drei Basistherapeutika hatte ich nämlich auch mal irgendwo gehört. Aber ehrlich gesagt habe ich keine Lust das gleiche Spiel wie 2009 mit dem Sulfa 2010 noch mit einem anderen durchzumachen. Bis es etwas wirkt, dauert es ja eh 3 Monate und mir geht es trotz mtx und sulfa schlechter als 2008... Ich würde dann hoffentlich in die Kategorie aggresiver Verlauf passen...

    Ich hatte mich dann heute morgen auch entschlossen, morgen zum Arzt zu gehen, aber als ich dann dort kurz anrief (auf dem Anrufbeantworter sind immer die genauen Sprechzeiten drauf und ich wollte als erste morgens früh hin.) und den ganzen AB angehört habe, habe ich gehört, dass die Praxis nicht nur über die Feiertage zu hat, sondern über zwei Monate, weil die Ärztin erkrankt ist....
    Das erklärt auch, warum mein Hausarzt keinen Arztbrief über den letzten Besuch bei ihr bekommen hat...

    Also kann ich nur hoffen, dass es ihr bald wieder besser geht, wenn man so lange krank ist, muss das ja schon ernster sein...

    Naja, jetzt bin ich halt in meine Unistadt zurück gefahren und weiß nicht wirklich was ich machen soll.... Wenn ich zu irgendeinem anderen Rheumatologen gehe, werden die mir nur Schmerzmittel geben und sagen, dass ich Cortison erhöhen soll und nicht gleich meine ganze Basis umkrempeln...

    Und Cortison erhöhen, ausschleichen, etc. kann ich selber. Will ich aber so ungern.

    Und mein Hausarzt hier hat auch nicht viel Ahnung, ich sage ihm immer was für Medikamente er mir aufschreiben soll und gehe zum Blutabnehmen zu ihm aber das wars auch... Und den jetzt zu wechseln bringt auch nichts, weil ich in einem Monat schon wieder aus der Stadt hier wegziehe.

    Okay, aber jetzt genug gejammert....
     
    #4 3. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 3. Januar 2010
  5. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @juchhu
    Schau mal, ob es bei Dir in der Nähe eine Rheuma-Ambulanz gibt. Wenn Du erst einen neuen Rheumatologen suchst, wird es u.U. Monate dauern, bevor Du einen Termin bekommst. In der Ambulanz würden die Ärzte sowieso Deinen gesamten Krankheitsverlauf in Erfahrung bringen und dann erst Therapievorschläge abgeben.