Seronegative Polyarthritis – wie läuft es bei euch?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Stillwasser, 4. Oktober 2026.

  1. Stillwasser

    Stillwasser Neues Mitglied

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    @Manoul Danke dir für die vielen Tipps! Wärme hilft mir auch total, ich hab oft den Heizlüfter an und lass mir die warme Luft auf die Hände pusten Außerdem trag ich Kompressionshandschuhe, die tun mir auch ganz gut. Das mit der feuchten Wärme probier ich aber auf jeden Fall auch mal aus.

    Das mit dem Kortison tut mir echt leid, dass das bei dir Diabetes ausgelöst hat. Ich seh das auch eher als Notlösung und will's eigentlich nur nehmen, wenn's gar nicht anders geht. Wenn, dann eben nur kurz als Stoß, so hat's mein Rheumatologe auch gemeint.

    Vitamin D lass ich beim nächsten Termin mal mitchecken. Und das mit den Couchtagen versuch ich mir auch öfter zu erlauben, fällt mir nur manchmal schwer

    Liebe Grüße
    Stillwasser
     
  2. Sinela

    Sinela Bekanntes Mitglied

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    Mein Rheuma ist zum Glück nicht wetterfühlig. Egal, ob es warm und sonnig oder kalt und regnerisch ist, es dümpelt immer gleich vor sich hin. Ich wünsche allen wettergeplagten eine gute Besserung.
     
  3. Stillwasser

    Stillwasser Neues Mitglied

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    @Sinela Danke dir! Da beneide ich dich ehrlich gesagt ein bisschen, bei mir merk ich jeden Wetterumschwung direkt :(

    Und ich mache jetzt auch wieder mit einem Gerstenkorn rum :/
     
  4. Sinela

    Sinela Bekanntes Mitglied

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    Das ist natürlich unschön. :( Wenn mich jemand darauf anspricht, sage ich immer "ich tauge nicht als Wetterwoman". :D

    Gerstenkorn ist auch nicht schön, hatte ich vor einem halben Jahr (etwa) auch eines. Ist aber von selbst wieder weggegangen.
     
  5. Chenoa

    Chenoa Aktives Mitglied

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    Hallo Kira , wie lange machst du deine Übungen jeden Tag?
     
  6. Chenoa

    Chenoa Aktives Mitglied

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  7. Chenoa

    Chenoa Aktives Mitglied

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    Darf ich dich fragen , wie lange und wieviel Cortison genommen hast?
     
  8. Catwoman55

    Catwoman55 Bekanntes Mitglied

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    Ui, ich merke, dass ich schon wieder sehr lange nicht dabei war. Bei mir ist in diesem Jahr extrem viel los ist. Ich bin froh, dass mich meine RA ziemlich in Ruhe lässt, wobei es schon immer wieder mal hier und da zwickt. Derzeit wieder im Fussgelenk. Mein kleiner rechter Finger, den ich mir vor einigen Wochen subluxiert und gebrochen habe heilt zur Zufriedenheit und schmerzt kaum. Die Beweglichkeit ist morgens noch recht eingeschränkt (wegen der Nachtschiene, die ihn etwas "streckt") Da braucht es recht lange bis er halbwegs beweglich ist. Aber ich hab's mir schlimmer vorgestellt.
    Meinen Nieren- respektive Blasenstein im Juni/Juli habe ich auch verhältnismässig gut weggesteckt. Aber die Fatigue bleibt und ist mal mehr mal weniger ausgeprägt aber immer vorhanden. Ich hoffe, dass dies im nächsten Jahr, wenn ich endlich!!!! in Rente bin und keinen Stress mehr habe besser wird und ich auch wieder Lust bekomme mich zu bewegen.
    Angesichts des gebrochenen Fingers wollte ich es nun doch nicht wagen das Olumiant zu reduzieren zumal ja auch noch die beiden Impfungen Covid und Grippe kommen und ich da auch nochmals ca. 1 Woche pausieren muss.
    Alles im 2027.;)
     
  9. Manoul

    Manoul Bekanntes Mitglied

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    Ich habe insgesamt ca. 10 Jahre mit sehr wechselnder Dosierung Cortision bzw. Prednisolon genommen.
    Es begann in der Zeit wo meine langjärig funktionierende Basismedikation nicht mehr half und ich viele Anläufe brauchte, um eine neue Medikation zu finden. In der Zeit habe ich einige verschiedene Biologika bekommen, mit denen ich leider nicht klar kam. Entweder sie wirkten nicht oder nur kurz oder die Nebenwirkunfen waren aus medizinischer Sicht nicht akzeptabel.
    Die Abbau-Pausen zwischen zwischen zwei Medikationen wurden jeweils mit Prednisolon überbrückt. Meist mit Stoßtherapie und anschließend mit relativ hoher Erhaltungsdosis, bis das jeweils nächste Medikament wirkte oder eben nicht.

    In der Stoßtherapie bekam ich jeweils zwischen 30 und 50 mg Prednisolon, je nach Arzt und meinem Zustand. Igendwann kam ich dann nicht mehr unter 15 mg bis 10 mg beim Ausschleichen, weil die Entzündungen zu heftig wurden.

    Erst als ich endlich wieder ein dauerhaft gut funktionierendes Rheumamedikament hatte, konnte ich ganz langsam weiter reduzieren. Es hat aber Jahre gedauert, bis ich auf 2 mg Erhaltungsdosis runter war.

    Seit Ende letzten Jahres habe ich begonnen regelmäßig Sport in Form von Gymbastik, Krafttraining und etwas Kardio zu machen. Das hat meinen Status mit der Zeit so weit verbessert, dass ich mich traute, in Absprache mit dem Rheumadoc auch die die letzen 2 mg Prednisolon sehr behutsam auszuschleichen. Seit Mai bin ich auf Null.

    Jetzt bei einsetzendem Herbstwetter habe ich zunehmend steife Gelenke und auch mal leichte Schmerzen, aber das bekomme ich mit heißen Duschen und Gymnastik immer ganz gut in den Griff.

    Ich habe mir vorgenommen Prednisolon nach Möglichkeit nicht mehr zu nehmen, wenn es irgendwie geht.

    Seit ich auf Null bin, habe ich einen 20 Schläge niedrigeren Ruhepuls, einen stabieleren Ruhepuls, habe 5 kg abgenommen und meine Nieren- und Leberwerte haben sich verbessert.

    Durch langfristig hochdosiertes Prednisolon bin ich Diabetiker geworden. Auch die Diabetes-Medikamente konnte ich reduzieren und die Blutzuckerwerte haben sich deutlich reduziert.

    Es ist natürlich ein Zusammenspiel aus abgesetztem Prednisolon, Sport und Gewichtsreduktion, das die Verbesserungen herbeigeführt hat. Aber solange ich Prednisolon nahm, kam ich nicht so richtig voran.
    Erst ohne Prednisolon fühle ich mich wirklich wieder besser.

    Liebe Grüße und gute Besserung wünscht Manoul ;)
     
  10. Chenoa

    Chenoa Aktives Mitglied

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    Was nimmst du für ein Basismedikament und nimmst du Schmerzmittel noch dazu ?
    Ich nehme seit 3 Jahren enbrel und jetzt habe ich noch ein facettengelenksyndrom, ich kann in manchen Tagen kaum laufen , habe schon alles durch , von spritzen und Medis
     
  11. Manoul

    Manoul Bekanntes Mitglied

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    östliches Ruhrgebiet
    @Chenoa

    Ich nehme seit ein paar Jahren täglich 15 mg Rinvoq.
    Als Medikation gegen rheumatoide Arthitis ist das alles.
    Ich nehme noch Diabetes- und Blutdruck- und Schilddrüsenmedikamente, brache aber nichts gegen Schmerzen, weil ich kaum welche habe.

    Noch letztes Jahr brauchte ich ab und an mal Novalgin oder Ibu. Heute komme ich aber komplett ohne aus.

    Rinvoq ist happig teuer, deshalb zögern Rheumadocs gern mal es zu verschreiben. Mit Enbrel bist du aber in der ähnlichen Preisklasse.

    Was bei mir funktioniert, muss bei dir aber nicht automatisch auch funktionieren.
    Praktisch an Rinvoq-Tabletten ist aber natürlich auch, dass man es nicht spritzt und ich habe von den Tabletten keine erwähnenswerten Nebenwirkungen, was sich natürlich auch nicht verallgemeinern lässt.

    Mit Spritzen bzw. Pens hatte ich keine Probleme, auf Reisen ist es aber mit Tabletten deutlich unkomplizierter. Und da ich ohnehin täglich Tabletten einnehme und Rinvoq einfach nur eine mehr ist, komme ich nicht in die Situation eine wöchentliche Injektion zu vergessen.

    Mit Rinvoq bin ich durchaus in der Nähe der Remission. Hoffentlich hält dieser wünschenswerte Zustand dauerhaft an.

    LG Manoul ;)
     
  12. Chenoa

    Chenoa Aktives Mitglied

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    Das freut mich für dich, danke für deine ausführliche Auskunft, und wünsche dir weiterhin alles gute
    LG chenoa
     
  13. Stillwasser

    Stillwasser Neues Mitglied

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    Rhein-Main-Gebiet
    @Sinela ja, das Gerstenkorn ist fast weg, war zum Glück nicht so schlimm. Dass dein Rheuma das Wetter einfach ignoriert, hätte ich auch gern

    @Catwoman55 autsch, gebrochener Finger klingt echt fies. Aber schön, dass er gut heilt!

    Bei mir ist leider immer noch Schub, Hand dick, Knie zicken und ich bin müde, aber zur Bewegung zwinge ich mich natürlich trotzdem, ein wenig. ;) Ich habe mir auf Rat der Ergotherapeutin auch mal so ein Fußmassage Gerät für die Durchblutung bestellt, das ist tatsächlich ganz angenehm.

    LG Stillwasser
     
  14. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Zur Wetterfühligkeit, früher konnte ich das über das ganze Jahr bejahen. Wetterwechsel jeder Form konnte ich ein, zwei Tage vorher ansagen.

    Seit ein paar Jahren ist das anders.
    Seit ich schubfrei bin und sich meine Probleme "zugunsten" der Degenerationsfolgen völlig verändert haben, sind etwa 7-8 Monate im Jahr völlig unterschiedlich zur Zeit etwa von Oktober bis Februar. In dieser Zeit roste ich richtiggehend ein, kann mich nur in Zeitlupe bewegen, Belastungsfähigkeit und Kraft gehen enorm zurück, Bewegung wird unkontrolliert und Sprache verwaschengehen usw.

    Auf wundersame Weise geht das so schnell zurück wie es im Herbst kommt. Zeitlich hängt das mit der dokumentierten Spikeproteinmenge zusammen... nur dass ich selber nach Impfschaden keine weiteren Covidimpfungen mehr hatte, noch je Covid positiv war.
     
  15. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

    Registriert seit:
    17. April 2006
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    Sauerland
    Servus Chenoa,

    ich kann das nicht auf täglich runter brechen, weil meine Möglichkeiten stark schwanken.

    Ich versuche min. 3,5 Stunden leichte, ausdauernde Bewegung pro Woche zu schaffen, dazu etwa 1 Stunde netto Kraftsport. Faszien lockere ich zwangsweise immer wieder zwischendurch, sonst stecke ich wie in einem zähen Taucheranzug. Übungen die den Körper unterstützen in Aufrichtung zu bleiben sind für mich als Bechti im Endstadium selbsterklärend wichtig. Ohne die geht nix. Ich bin durch soviel Training halbwegs aufrecht in Ankylose, das bedeutet aber nicht, dass es mich nicht rund zieht. Da muss ich laufend dran bleiben , die auftretenden Kräfte sind so groß, dass es zu Brüchen und Sehnenrissen kommen kann. Ergo ist das notwendige, tägliche Arbeit.

    Eine halbe Stunde am Tag , wenn nötig aufgeteilt und entsprechend der Tagesverfassung genutzt ist drin, kann gerne auch mehr sein, aber ich kann es mir nicht aussuchen.

    Ich bin draussen an der Sonne so viel nur drin ist. Das macht enorm was aus.

    Gruß kira
     
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