Atembeschwerden und Schluckbeschwerden durch Costochondritis? MB?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von AndrzejKmicic, 9. Oktober 2026 um 12:44 Uhr.

  1. AndrzejKmicic

    AndrzejKmicic Neues Mitglied

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    2
    Guten Tag,

    ich bin 35 Jahre Alt, HLA-B27 positiv und hatte mit Anfang 20 eine Sakroilitis. Damals hatte ich starke Schmerzen, konnte kaum vom Bett aufstehen und mit Bewegung wurde es besser. Eine konservative Therapie (nur Physiotherapie) liessen die Schmerzen komplett verschwinden. Heute ist mein ISG stark verknöchert. Vor zehn Jahren hatte ich außerdem eine Entzündung an den Sitzhöckern. Habe damals sehr viel Kraftsport gemacht aber auch viel gesessen. Eine Injektionstherapie mit Cortison liess die Schmerzen verschwinden. Seit ca. 5 Jahren habe ich Probleme mit meinem Brustkorb, leichter Druck auf die Schlüsselbeine, Rotation nach links stark eingeschränkt, Druckgefühl in den Rippen. Diese Umstände haben mich aber nicht so sehr belastet. Seit August dieses Jahres wurden bei der Bildgebung degenerative Veränderungen (Arthrose) an mindestens 4 Costovertebralgelenken (T4-T6) entdeckt. Ebenfalls im August hatte ich nach einer Übung für den Lattissimus ( mache ansonsten keinen Sport seit einem Jahr) starke Schmerzen in den Rippen eben auf Höhe (T4-T6). Wieder hat eine einmalige Cortisonspritze gereicht um die Schmerzen zu beseitigen. BWS Bandscheiben sind alle ok, Lendenwirbelsäule auch. An der HWS habe ich eine beginnende Osteochondrose bei HWK 3-5. Kein mir bekannter Fall von Bechterew oder Rheuma in der Familie.

    Nun zu meinen Beschwerden. Ich habe Atemprobleme und Schluckbeschwerden seit ca. einem Jahr. Die Schluckbeschwerden belasten mich am meisten. Angefangen hat es damit, dass ich beim Schwimmen unter Wasser nicht ausatmen konnte bzw. Probleme beim Ausatmen hatte. Dann Probleme beim Essen. Schlucken wurde vom HNO mehrfach bestätigt, dass da alles funktioniert und tip top ist, aber ich habe das Gefühl, dass meine Halsmuskulatur so verspannt ist, dass die Nahrung nicht gut durchrutschen kann. Meiner Meinung kommt das durch den Druck der Rippen, weswegen die Halsmuskulatur vermehrt Atemarbeit verrichten muss. Osteopathie hilft dagegen, wenn die Brustmsukulatur, Schulter- und Rückenmuskulatur bearbeitet wird, also genau die Muskeln die an den Rippen anliegen.

    Leicht erhöhten Blutdruck habe ich auch, ca. 130/90. Höre die linke Halsschlagader extrem pochen. Vorallem wenn ich liege. Atemübungen helfen. Der Kardiologe meinte, Herz ist gesund. Das heisst es muss etwas mechanisches sein.

    ich fühle mich überhaupt nicht belastbar und arbeite seit einem Jahr nicht.

    Schmerzen habe ich keine. Nur Muskelverspannungen.

    regelmäßige Medikamente nehme ich keine. Noch nie Schmerzmittel ausprobiert.

    Ein neulicher Besuch beim Rheumatologen ergab die Diagnose Morbus Bechterew. Ganz einfach weil HLA-B27 + Sakroilitis = Morbus Bechterew. Das war seine Argumentation. Daraufhin verschrieb er mir 3 Monate lang das Schmerzmittel Celecoxib, und danach beginnt man sofort mit dem Biologika Adalimumab. Außerdem meinte der Rheumatologe, so wie ich das verstanden habe, das Schmerzmittel wird nicht so viel bringen, das brauchen wir für die Krankenkasse, um mit dem Biologika anzufangen. Bei allem Respekt, aber mir kam es so vor als würde man sofort die großen Geschütze auffahren, obwohl ich keine Schmerzen habe und ungewiss dessen, ob mir die Medikation gegen meine Atem- und Schluckprobleme helfen wird. Der Rheumatologie will die Verknöcherung eindämmen, obwohl meine Bandscheiben perfekt aussehen. Keine andere Therapien wie Bewegung etc. wurden angesprochen.

    Meine Frage nun, wird mir irgendein NSAR gegen diese verdammten Rippenverspannungen helfen? Ich will Celecoxib nicht nehmen, weil das verdickt ja das Blut und ich habe ohnehin schon durch den mechanischen Druck der Rippen ein wenig Probleme mit dem Blutdruck. Nach der Cortisoninjektion im Sommer ging es mir ja wesentlich besser, konnte wieder ganz frei atmen und die Rippen haben sich wesentlich besser bewegt. Von daher könnte es schon etwas entzündliches sein.

    Viele Grüße.
     
    #1 9. Oktober 2026 um 12:44 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 9. Oktober 2026 um 12:50 Uhr
  2. Mizikatzitatzi

    Mizikatzitatzi Bekanntes Mitglied

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    Bayern
    Herzlich Willkommen!

    Leider kann ich Dir deine Frage nicht beantworten.

    Aber bestimmt meldet sich noch Jemand hier


    Alles Gute wünscht Dir

    Mizi
     
  3. sultanine69

    sultanine69 Aktives Mitglied

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    Wenn das Cortison gewirkt hat, war mit ziemlicher Sicherheit eine Entzündung im Spiel.
    Wenn du die verschriebenen Tabletten nicht nehmen möchtest, warum versuchst du es nicht mal mit Ibuprofen?
    Wenn du keine NSAR versuchst, wirst du auch nicht wissen, ob sie wirken.

    Was das Biologika angeht, würde ich dem Arzt vertrauen. Er verschreibt das sicherlich nicht aus Spaß. Vielleicht will er ja vermeiden, dass der Zustand sich so verschlimmert, dass es weh tut.
     
  4. AndrzejKmicic

    AndrzejKmicic Neues Mitglied

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    2
    Ich vertraue dem Arzt leider nicht, denn laut eines Vortrages des Vorsitzenden des deutschen bechterew Verbandes wirken biologika eigentlich nur, wenn eine aktive entzündung vorliegt. Bei allen bildgebungen und blutwerten war aber keine aktive entzündung zu erkennen. LWS, BWS, HWS waren keine Entzündungen vorhanden. Nur die arthrose an den costovertebral Gelenken. der Arzt hätte zumindest noch mehr bildgebungen einfordern können um zu überzeugen. Ich habe hier einige Berichte über adalimumab gelesen und bin leider überhaupt nicht überzeugt. Einerseits weil durch Nebenwirkungen die Therapie eingestellt werden musste oder sofortiger Wechsel auf ein anderes biologikum ohne zu hinterfragen, warum ersteres nicht gewirkt hat. Ich will eine bevorstehende verknöcherung eindämmen, aber auch nur dann wenn es sinnvoll ist. Ich habe hier berichte von leiten gelesen, die erst mit 60 anfingen biologika zu nehmen. Ich will das nicht mit 35 nehmen.
     
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