Hallo zusammen, ich habe eine seronegative Polyarthritis mit Raynaud und vor allem starker Fatigue und stecke gerade parallel in zwei Verfahren. Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen freuen. 1. GdB Ich bin im Widerspruchsverfahren. Im ersten Bescheid wurde meine Rheumaerkrankung praktisch nicht berücksichtigt, es wurde nur ein anderer Befund bewertet. Das Verfahren zieht sich jetzt schon über 1,5 Jahre, unter anderem weil Befundberichte gefehlt haben bzw. falsch verschickt wurden. Was hat euch im Widerspruch geholfen? Eigene Befundberichte nachreichen, Stellungnahme vom Rheumatologen, Unterstützung durch VdK oder SoVD? Wird die Fatigue bei euch in der GdB-Bewertung berücksichtigt, oder zählen am Ende nur die Gelenke? 2. Pflegegrad Ich habe einen Pflegegrad beantragt. Die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst steht noch aus. Im Alltag schaffe ich vieles nur mit Hilfe: Putzen, Wäsche, Bett beziehen. Kochen fällt oft ganz aus. Eine Reinigungskraft kommt schon regelmäßig, und ein Familienmitglied unterstützt mich ein paar Stunden pro Woche. Hat jemand mit entzündlichem Rheuma und Fatigue, aber ohne große Bewegungseinschränkungen, einen Pflegegrad bekommen? Wie lief die Begutachtung? Habt ihr ein Pflegetagebuch geführt, und hat es geholfen? Wofür nutzt ihr den Entlastungsbetrag? Klappt das gut mit einer Haushaltshilfe? Danke euch schon mal fürs Teilen! Liebe Grüße Stillwasser
Hallo Stillwasser, zum GdB kann ich dir nicht viel sagen, ich habe einen GdB 30 und habe das erst mal so hingenommen. Für einen Wiederspruch hatte ich keine Kraft, war gerade in einer Rehaklinik. Pflegegrad habe ich seid März. Bei der Begutachtung wird zwar gefragt, ob man den Haushalt noch schafft, Putzen, Kochen und Einkaufen, aber es zählt nicht bei den Punkten für den Pflegegrad. Bei mir ist berücksichtigt worden, daß ich Hilfe brauche beim Aufschrauben von Flaschen und Gläsern, beim Einschenken von Getränken oder bei der notwendigen Bekleidung zu Arztbesuchen. An manchen Tagen brauche ich auch Hilfe z. B. beim Haare kämmen oder waschen, wegen meiner Muskelschwäche. Es zählen also nur die persönliche Hilfe, wie z. B. auch das Anlegen von Bandagen, Stützstrümpfen oder bei der Medikation. Mit dem Entlastungbetrag klappt es leider nicht so gut. Ich habe zwar einen Vertrag für eine Putzhilfe abgeschlossen, aber wegen Fachkräftemangel und plötzlicher Erkrankung funktioniert es nicht gut. Wünsche dir guten Erfolg und alles Gute
@Bärchen55 Danke dir, das ist echt hilfreich! Dass Haushalt gar nicht zählt, wusste ich so nicht. Dann muss ich mir nochmal genau überlegen, wo ich im Alltag wirklich Hilfe brauche. Ich drück dir die Daumen, dass es bei dir gut weitergeht.
Für Pflegegrad 1 soll der Entlastungsbetrag ganz wegfallen, aber nicht für Pflegegrad 2 bis 5 bzw. soll er da wohl nur umbenannt werden. So weit zumindest meine Infos, oder liege ich falsch?
Mache ich gerne, kann ich aber erst morgen Abend machen, weil ich am Handy nicht so viel schreiben kann.