Neudiagnose RA und verwirrt

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von PaJoJo, 15. September 2026 um 18:45 Uhr.

  1. PaJoJo

    PaJoJo Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    Ich bin 50 Jahre alt und weiblich.
    Habe ein paar Vorerkrankungen.
    Chronische Migräne, Hör und Sehminderung, Sehnerve verblasst, empty sella, Lip Lymphödem,
    In jedem Abschnitt der Wirbelsäule Vorwölbungen, Spondylararthrosen,
    HWS Srenose. Hashimoto seronegativ.

    Anfang Januar, ich mache täglich 1,5 bis 2 Std Sport, vermutete ich eine Verletzung am re Knie.
    Es Kam soweit, daß ich Gehstützen brauchte.
    Im MRT Synovialitis, massiver Erguss
    Infolge der Gehstützen bekam ich Schulterprobleme
    Rechts wurde ein MRT gemacht , im April
    Bursitis, Kapsulitis, Erguss
    Im Mai Probleme mit dem rechten Handgelenk, Synovialitis, Knochenmarködem, Zyste
    Seit 4 Monaten ist die Hand ziemlich steif.
    Letzte Woche dann die Diagnose
    Rheumatoide Arthritis seronegativ

    Am Samstag habe ich mit MTX 15 mg begonnen. Sonntag Folsäure.
    Die Reaktion auf MTX war krass,
    Ich bekam zeitnah Herzrasen.
    Bis heute bin ich noch matt, Kreislauf, Übelkeit.

    Der Rheumatologe ist so super empathisch
    Er meinte, das MTX müssen wir zuerst geben, es würde bei mir eh nicht reichen.
    Dann gibt's ein Biologikum

    Deshalb schonmal Röntgen der Lunge und Hände Füsse

    Hat jemand Erfahrung damit???

    Danke
     
  2. Tina61

    Tina61 Neues Mitglied

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    Hallo,
    Meine chronische Polyarthritis ist sehr positiv.
    Nach dem Quensel und Goldspritzen nicht mehr gewirkt hatten bekam ich vor 6 Jahren auch MTX. In Kombination mit Cortison weil auch bei mir keine Wirkung erkennbar war.
    Der Arzt sagte damals, er muss das MT X erst ein Jahr ausprobieren. Wenn das nicht anschlägt kann er mir dann etwas anderes verschreiben.
    Ich bekam dann Anfang 2001 Arava, was nach 2 Monaten auch gut angeschlagen hatte.
    Ein Biological habe ich erst bekommen, nachdem sich das Rheuma 2017 auf die Augen geschlagen hat. Das wirkt auch wirklich gut.
    MTX habe ich, in niedriger Dosierung, über die ganzen Jahre bis heute beibehalten müssen. Vertragen es aber, in der Kombination mit Folsäure an folgenden Tag, auch gut.
    Ich denke dass man heute mit dem verordnen von Biological nicht mehr so lange wartet.
    MTX gibt es auch als Spritzen, vielleicht wäre das eine besser verträgliche Alternative?
     
  3. PaJoJo

    PaJoJo Neues Mitglied

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    Hey Tina,

    Danke erstmal.
    Zuvor hatte ich Cortison. Da das nur mässig wirkt, interpretiert er das so mit dem Biologikum.
    Das MTX spritze ich, sorry nicht so geschrieben. Mein Magen ist eine Diva.
    Der nächste Termin ist Anfang Dezember.
     
  4. Tina61

    Tina61 Neues Mitglied

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    Es muss natürlich „Sero positiv“ heißen
     
  5. Manoul

    Manoul Bekanntes Mitglied

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    östliches Ruhrgebiet
    Hallo @PaJoJo und willkommen im Ro-Forum.

    Das Röntgen der Lunge und der Hände und Füße ist eine Standardprozedur bei der beginnenden Behandlung von RA.

    Man möchte Lungenkrankheiten wie Tuberkulose ausschließen und den Gelenk-Status der Hände und Füße bewerten.

    Die meisten starten mit MTX, weil es das günstigste Medikament ist. Bei vielen hilft es und wird zusammen mit Folsäure halbwegs oder gut vertragen. Es hängt natürlich auch von der Dosierung und der Form (Tabletten oder Injektionen) ab.

    Mir wurde regelmäßig speiübel davon und ich habe mich von Injektion zu Injektion immer mehr davor geekelt. Auch Die Tabletten vertrug ich nicht. Nach wenigen Wochen habe ich mich geweigert die Therapie mit MTX fortzusetzen, weil mein Körper sich regelrecht davor gewehrt hat und mir wurde schon übel, wenn ich die Spritze nur sah.

    Wie erwähnt, es gibt auch Viele, die es gut vertragen.

    Bei allen anderen Medikamenten kann es auch Nebenwirkungen geben. Manche sind akzeptabel, andere schon aus medizinischer Sicht nicht, z. B. weil sich Blutwerte bedenklich verändern.

    Ich habe nach dem Absetzen von MTX mit einer Kombi aus Arava und Sulvasalazin weitergemacht. Das hat einige Jahre ganz gut funktioniert.
    Erst als das nicht mehr wirkte, bekam ich nach und nach verschiedene Biologika.

    Es hat aber lange gedauert, bis ich etwas passendes gefunden hatte, das mir dauerhaft gut hilft und kaum merkliche Nebenwirkungen hat.

    Inzwischen lebe ich über zwanzig Jahre mit RA und einem bunten Straus an anderen Erkrankungen, die teilweise als Folgekrankheiten betrachtet werden können. In der Zeit habe ich viele sehr unterschiedliche Medikationen bekommen. Manche halfen garnicht, andere nur kurz, wieder andere hatten nicht akzeptable Nebenwirkungen, mache halfen eine Weile oder sogar einige Jahre.

    Was ich dabei gelernt habe ist, dass man den Medikamenten gegenüber unbedingt eine positive Einstellung braucht. Wenn man sich innerlich eher dagegen wehrt und Angst davor hat, ist das oft kontraproduktiv. Unsere Psyche spielt dabei eine ganz wesentliche Rolle. Goße Bedenken gegenüber einer Medikation kann die Wirkung und besonders die Nebenwirkung stark beeinflussen.

    Gut wirkende Medikamente könben uns eine gute Lebensqualität ermöglichen. Daher sehe ich sie als meine besten Freunde an. Ich bin zwar froh um jedes Medikament, dass ich nicht einnehmen muss, aber ich bin froh und sehr dankbar, dass ich Zugang zu sehr teuren Medikamenten habe, die mir gut helfen, das Fortschreiten der Gelenkzerstörung aufhalten und mir eine vernünfige Lebensqualität ermöglichen und erhalten. :top:

    Nicht die Medikamente machen mir Angst, sondern der Moment, wenn sie gerade mal nicht lieferbar sind. Denn ohne meine Medies geht es mir innerhalb weniger Tage ganz schlecht und ich bekomme starke Entzündungen und Schmerzen.

    Es macht also Sinn die Rheumamedies sehr positiv zu betrachten.
    Übrigens lese ich schon lange keine Beipackzettel mehr. Ich will erst garnicht wissen welche Nebenwirkungen auftreten können und mich auch nicht unnötig damit belasten.
    Im Zweifel lasse ich jemand anderen nachlesen, wenn ich Veränderungen bemerke.

    Noch ein Wort zum Cortison aus eigener Erfahrung:
    Es ist ein sehr wirksames Feuerwehr-Medikament, man sollte es aber nach Möglichkeit immer nur im Notfall für Stossbehandlungen verwenden. Als Dauermedikation kann es mehr kaputt als heile machen und es ist mitunter schwer wieder davon los zu kommen.

    Eine dauerhaft gut funktionierende Medikation ohne Cortison/Prednisolon sollte daher unbedingt das Ziel sein.
    Es braucht eventuell aber viel Geduld um die Passende Medikation zu finden. Man muss es einfach ausprobieren, bis etwas gut passt und das ist ganz individuell bei jedem etwas anders.

    Falls du noch weitere Fragen hast, fühle dich bitte eingeladen sie zu stellen. :bigok:

    Liebe Grüße und gute Besserung wünscht Manoul ;)
     
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