Hallo ihr Lieben, nach 3 Fehldiagnose von Hausärzten und Krankenhaus und 20 Tagen Antibiose mit Clarithromycin und Clindamycin, bekam ich jetzt die Diagnose reaktive Arthritis. Ausgelöst durch eine Yersinien Infektion Ende Juni. Ich erkrankte Ende Juni an einem Magen Darm Infekt mit Fieber und starken Bauchschmerzen. Nach 4 Tagen war der Spuk.vorbei. 3 Tage danach hatte ich starke Schmerzen am linken Rippenbogen sowie Rückenschmerzen sowie wieder Fieber. Daraufhin diagnostizierte der HA eine Lungenentzündung und verordnete 7 Tage Clarithromycin. CRP war sehr hoch, Röntgenbild der Lungen unauffällig. Am zweiten Tages der Lungenentzündung erwachte ich mit einem dicken Kiefergelenkentzündung. Die so stark war das ich den Mund kaum öffnen konnte und nicht kauen konnte. Daraufhin ernährte ich mich nur noch von Eiweißshakes. 8 Tage nach Beginn der Lungenentzündung konnte ich links plötzlich nicht mehr auftreten. Der zweite Zeh extrem dick geschwollen und wieder leichtes Fieber und hoher CRP. Daraufhin Clindamycin 1800mg. Diagnose Erysipel obwohl es keine Anzeichen für eine Eintrittsstelle gab. Nach 5 Tagen wurde der Fuss immer dicker, laufen konnte ich gar nicht mehr. Im KH wurde gesagt Erysipel stimmt, weiter mit Clindamycin. Die Schmerzen wurden unerträglich. Weiter 5 Tage später rechter Fuß mit zwei weiteren weiteren Zehen betroffen. Linkes Schultergelenk betroffen und immer noch dickes Kiefergelenk. Fieber, Nachtschweiß, sehr hoher CRP Wert. Laufen überhaupt nicht mehr möglich. Dann endlich ein Arzt der mal erkannt hat es ist kein Erysipel. Zum Rheumatologen, großes Blutbild. HLA B27 positiv (mein Bruder hat auch Spondyloarthritis), sehr hoher CRP und Leukos. Frische Infektion von Yersinien festgestellt mit frischem Titer. Keine Antibiotika Therapie laut Rheumatologin. Therapie Prednisolon 40mg, ab nächste Woche reduzieren um 5 mg. Ich bin jetzt in der 7. Woche seit der Yersinien Infektion. Es wird ganz langsam besser, ich kann schon besser laufen aber ich habe das Gefühl sobald die Füße besser werden, spüre ich den linken Rippenbogen wieder und das Kiefergelenk ist wieder schlimmer. Sie hat mich aufgeklärt über Sulfasalazin ( ich bin selbst PTA) aber ich habe das Gefühl sie möchte abwarten, ob es sich eventuell unter Prednisolon komplett verabschiedet. Der nächste Termin ist am Montag, dann möchte sie sich die Werte ansehen. Für mich ist die komplette Situation extrem schwierig. Ich laufe in meinem Job sehr viel, habe zwei Kinder und einen Hund. Ich bin komplett aus dem Alltag raus. Bin aber obwohl ich den ganzen Tag nur im Haus bin extrem erschöpft. Wie lange dauert diese Art der Erkrankung? Ich habe vieles gelesen von 3 Monaten bis einem Jahr. Außerdem mache ich mir Sorgen das die Entzündung wieder aufflammt sobald ich mit dem Kortison wieder runterschraube. Ist es sinnvoll so lange auszuschleichen? Ich möchte meinenKörper auch nicht ewig belasten aber ich glaube es geht gar nicht anders. Wann ist es sinnvoll überhaupt mit Sulfasalazin zu starten. Und müsste es mit 40 mg Prednisolon nicht deutlich schneller besser werden Fragen über Fragen aber ich hatte davor noch nie von einer reaktiven Arthritis gehört, die durch Bakterien ausgelöst wird. Liebe Grüße und ich freue mich über jede Erfahrung und Ratschlag.