Ich war am Samstag das erste mal in den Öffis und mit Betreuung draußen. Es war anstrengend aber auch nötig. Meine Mutter ist gestern im Auto zur Apotheke gefahren.
Ich bin schon die ganze Zeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, im April allerdings so gut es ging reduziert. Hatte schon damals eine Maske auf und da zu der Zeit wenig Menschen mit Bus und Bahn gefahren sind, war das mit dem Abstand auch kein Problem. Mich hat es gestern geärgert, dass in der Wartezone ein Ehepaar gesessen hat und beide hatten die Maske nur über den Mund gezogen. Ich habe dann was gesagt, die Frau hat die Maske über die Nase gezogen, ist dann kurz darauf auch in die Behandlung gegangen. Ihr Mann wartete draußen auf sie, weiterhin Nase frei und die Chefin der KG hat das zwar gesehen, aber nichts gesagt. Das werde ich beim nächsten Mal ansprechen, finde ich nämlich nicht in Ordnung!
Neue Verordnung in NRW ab Montag, 15.06.2020 https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/neue-fassung-der-corona-schutzverordnung-mit-weiteren-erleichterungen-gilt-ab
Meiner über 80jährigen Patentante habe ich gerade eine wiederverwendbare FFP2-Maske zum Geburtstag geschenkt. Sie ist manchmal auf den Bus angewiesen, die Leute können aber dort keinen Abstand halten, weil der Bus schlicht zu voll ist. In Situationen, wo andere nicht auf den Schutz ihrer Mitmenschen achten können oder wollen, hilft manchmal nur, den Eigenschutz zu verbessern.
Ich lese gerade in der Tageszeitung, dass in meinem Wohnort mit 75000 Einwohnern insgesamt 130 Personen verwarnt und mit Ordnungsgeld bestraft wurden wegen Verstoßes gegen die Corona Maßnahmen. Das sind gerade mal 0,18% der Bevölkerung und damit kann man doch mehr als zufrieden sein.
Ich bin seit Mitte März nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Das meiste kann ich zu Fuss hier im Stadtteil erledigen. Wenn wir zu meiner Mutter wollen und neulich zum Labor in der Klinikambulanz fährt mich mein Mann mit dem Auto, da ich keinen Führerschein habe. Wenn ich wieder zu KG will, muss ich auch die Öffentlichen nehmen. Werd mich auch mal wieder trauen! Liebe Grüsse, Ruth
Das sind die Personen, die die Polizei "erwischt" hat, als sie gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Wer weiß, wie hoch die Dunkelziffer ist.
Sinela, die Dunkelziffer wäre nur dann wichtig, wenn sie sich auf das Infektionsgeschehen negativ auswirken würde. Das tut sie aber offensichtlich hier nicht.
Sinela, ich bin mir sicher, dass man im Winter viel genauer darauf achten wird, ob die Menschen die Regeln einhalten. auch wenn keine zweite Welle eintreten sollte. Denn allein die Ungewissheit, ob nun der hustende Mensch COVID19 oder eine normale Erkältung hat wird die meisten Menschen unabhängig von den Infektionszahlen stark verunsichern. Und ich glaube auch, dass die Ladenmitarbeiter bzw. -inhaber etc. stärker darauf achten werden. Die Angst, es könne eine zweite Welle kommen und sie müßten ihre Geschäfte etc. schließen, allein diese Angst wird dafür sorgen.
Übrigens erlebt Bulgarien wohl die zweite Welle: "Bulgarien befinde sich wohl in einer zweiten Welle der Krankheit, sagte der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Krisenstabs in Sofia, Angel Kuntschew, am Donnerstag im privaten Fernsehsender bTV." Und Schweden mit seinem Sonderweg verzeichnete gestern einen neuen Rekordwert mit 1474 Infizierte an einem Tag. Und hat eine Sterblichkeitsrate von ca.10%.
Du schriebst, man kann zufrieden sein, dass so wenig gegen die Regeln verstoßen haben, und darauf bezog sich mein Post. Schauen wir mal, mir wäre das sehr recht, wenn es so laufen würde.
Stimmt, Allina! Man testet jetzt mehr. Also eine gewaltige Dunkelziffer! Die vielen Toten hätten aber nicht sein müssen. Denn die Infizierten in den Pflegeheimen bekamen nur Morfin und keinen Sauerstoff und keine Nährlösung! Und einen Krankenhausplatz schon lange nicht! Das ist ein Skandal und so was von grausam! Wir sind freiwillig in Quarantäne! Die Söhne kaufen ein. Manchmal muss ich selber, aber mit MNS, obwohl man blöd angeschaut wird.
Ja Mimmi, das war es meistens, was die Kritiker des Sonderwegs im eigenen Land beanstandeten, dass man lieber die ältere Generation und die Vorerkrankten opfere. Aber dass man ihnen Sauerstoff und Nährlösung vorenthält, wusste ich nicht. Ich nehme an, das hat ökonomische Gründe.
Mimmi, das ist schlimm und nicht zu vergleichen mit der "Triagierung", die in Italien in einigen Kliniken und Regionen aus der Not heraus erforderlich und ja auch öffentlich kommuniziert wurde. In Spanien steht dieser Vorwurf wie bei euch ja ebenfalls im Raum, wenngleich möglicherweise dort die Bedingungen von Anfang an anders waren (zu viele Kranke, schlechte Infrastruktur). Es gibt aber ethisch keinen Grund, Älteren die Behandlung einer akuten Erkrankung aktiv und vor Allem GEGEN ihren Willen zu verweigern. (Insgesamt ist das Feld der Behandlung oder Nichtbehandlung - das muss der Ehre halber auch gesagt werden - aber ein schwieriges und von vielen Einflüssen geprägtes) Dazu kommt in der speziellen Situation der zahlreichen Coronainfektionen - insbesondere bei Multimorbiden - erschwerend, dass Sauerstoff und Nährlösung alleine vermutlich gar nicht ausgereicht hätten, um diese Leben alle zu retten, selbst wenn man es versucht hätte. Die Möglichkeiten im quasi "ambulanten" Setting (nichts Anderes bietet ein Pflegeheim!) sind bei Erkrankungen der Lunge durch Covid-19 doch sehr begrenzt. Hierzulande gibt es in etlichen Kliniken "Covid-Stationen", die bei Bedarf massiver eingreifen und auf denen die Pflege und Überwachung auf die Infektion abgestimmt ist. Ein pumperlgesunder, extrem aktiver Bekannter von uns (er hat angeblich einen "Bechterew", von dem ich noch nie etwas gemerkt habe und der nicht behandelt wird, ist 70 Jahre alt und spielt turniermäßiges Tennis in 2 Mannschaften.....) war nach seinem Skiurlaub in Ischgl schwer erkrankt und musste auf der Intensivstation behandelt werden; so hat er die Erkrankung überstanden, aber mit Sauerstoff alleine über eine simple Nasensonde wäre das vermutlich ganz anders ausgegangen. Der ehemalige Zimmernachbar (86 Jahre) meines Vaters im Pflegeheim war in der Woche nach Ostern erkrankt, kam ins Krankenhaus und ist trotzdem nach 3 Tagen verstorben. Gut, dass du vernünftig bist und auf dich und deinen Mann aufpasst!
Dexamethason evtl hilfreich https://amp.n-tv.de/wissen/Forscher-melden-Durchbruch-bei-Corona-Arznei-article21850064.html