Habt ihr Lust zu beschreiben wie ihr euren Alltag verändert?
Ich bin berentet und muss nicht aus dem Haus. Habe Vorräte, dass ich drei Monate nichts einkaufen brauche.
Und ich finde es wunderbar alle Einladungen absagen zu können: "Sorry, chronisch krank, Risikogruppe. Darf mich keinesfalls anstecken"
Das scheint jeder zu verstehen. Denn endlich, endlich bleiben diese Überredungskünste aus

, von wegen "Brauchst ja nur kurz kommen, oder wir kochen auch was schönes, oder dann warten wir, bis es dir besser geht (Klar, mit ner chronischen Erkrankung gehts mir ja auch irgendwann besser...wenn sie ausgeheilt ist, oder was?)....usw.
Und es kommt auch nicht: "Dann kommen wir zu dir, wenn du nicht kommen kannst" (Als wenns das besser macht!)
Ich genieße es gerade richtig zu Hause bleiben zu dürfen, ohne mich rechtfertigen zu müssen, dass ich zu irgendwas nicht kommen kann....oder es ablehne, dass Leute zu mir kommen.
Endlich habe ich meine Ruhe.
Endlich kann ich ganz ungestört sein.
Und endlich kann ich mal meine Wohnung entmisten. Jeden Tag ein bißchen, Stück für Stück. Und wenns nicht mehr geht, bleibt alles so stehen. Ich muss nichts wegräumen, weil jemand kommt.
Endlich komme ich zu den Dingen, die mir wichtig sind, die schon lange liegen geblieben sind...weil diese gesellschaftlichen Verpflichtungen wegfallen.
Ich blühe richtig auf.
Und natürlich möchte ich nicht in der Haut von Leuten stecken, die noch Arbeiten gehen müssen... Das wäre mein persönlicher Supergau.
Darum: Hut ab vor all jenen, die Arbeiten oder zum Arzt müssen, oder gesellschaftliche Verpflichtungen haben...